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Blogparade Mein erstes Barcamp: das Tourismuscamp 2009

21. September 2013 by Stefanie Dehler

Barcamp SessionplanungNeulich beim Castlecamp bezeichnete Andre mich beim Abendessen überraschenderweise als ein „Urgestein der Barcamps“. An Details dazu erinnere ich mich nicht, weil ich kurz darauf im Schokoladen-Dessert-Himmel des Auhofs verschwand. Aber dieser Satz, und weil das Bloggen derzeit so viel Spaß macht und weil das Castlecamp wieder mal ein tolles Barcamp war, hat mich dazu inspiriert bei der Blogparade Dein erstes Barcamp von Stefan mitzumachen.

Mein erstes Barcamp war das Tourismuscamp in Eichstätt 2009. Warum erst 2009 – weil ich September 2007 bis September 2008 auf Reisen war, in Neuseeland und so, und dadurch all die ersten Barcamps verpasst habe. Auch am anderen Ende der Welt – und wir waren damals Backpacker ohne Netbooks, Ipads und Smartphones! – habe ich aber durchaus mitbekommen, dass sich da interessante Dinge abspielten und dass ich unbedingt mal bei so einem Barcamp dabei sein müsste.

Mit Twitter ging es dann bald nach meiner Rückkehr und meinem Umzug ins Ruhrgebiet los und im Januar 2009 besuchte ich mein erstes Barcamp. Ohne irgendjemanden zu kennen, auch noch nicht wirklich in Deutschland angekommen, und erst Jahre später (ehrlich!) habe ich mitbekommen, dass Eichstätt nicht tief im Bayrischen Wald kurz vor der tschechischen Grenze liegt…

Das herausragende bei diesem und bei allen anderen späteren Barcamps sind sicher die Menschen, die man dabei kennen lernt. Manche verschwinden nach dem Wochenende in der Versenkung, andere sind inzwischen Freunde und Wanderfreunde geworden, mit vielen besteht munterer Kontakt über Twitter, Facebook oder bei anderen Veranstaltungen das Jahr über, wieder andere trifft man einmal im Jahr und freut sich darüber. Es sind Kontakte entstanden mit Leuten deren Meinungen und Expertise man schätzt, mit denen man diskutieren kann, sich Fragen zu stellen traut, und denen man auch ohne Probleme eigene Meinungen mitteilen kann. Denn die wunderbare Technik „Internet“ funktioniert doch nur mit den Menschen, die sich darin tummeln, und durch Barcamps werden diese auf gar wunderbare Weise lebendig.

Der Reiz der Barcamps ist nur zum einen, Menschen des „eigenen Internets“ in echt (wieder) zu treffen – zum anderen trifft man völlig Unbekannte und findet oft schnell Verbindungen, die sich dann ins virtuelle übertragen. Und man findet zu Themen, von denen man vorher gar nichts wusste oder nicht wusste, dass sie einen interessieren.

Eichstätt

Und man findet tatsächlich Menschen, die – ich bin da immer noch begeistert – am Sonntag morgen um 5 Uhr aufstehen und mit einem wandern gehen um dann geflasht in den zweiten Barcamp Tag zu starten. Wer hätte das damals in Eichstätt gedacht? Fotos vom „ersten Mal“ habe ich leider nicht, nur vom blauen Himmel über den barocken Uni-Gebäuden. Der Sessionplan auf dem Foto oben ist schon aus 2010.

Aus dem ersten Mal hat sich das Tourismuscamp zum festen Bestandteil des Jahres entwickelt, sobald die Anmeldung offen ist, wird sich angemeldet und das Zimmer gebucht. Und andere Barcamps sind hinzugekommen und Twittwochs und Webmontage und Twittagessen und die re:publica, die zwar kein Barcamp ist aber irgendwie ähnlich, und weitere Bloggertreffen (die es aber vor den Barcamps auch schon gab).

Wer noch nie auf einem Barcamp war, sollte das unbedingt mal ändern und sich einfach mal für eins anmelden. Einmal ist es für jeden das erste Mal und man kann sicher sein, sein Leben damit zu bereichern und mit viel neuem Wissen, Erfahrungen und Bekanntschaften weiter zu machen.

Das Leben ohne Internet wäre ganz schön traurig und fad, und ohne Barcamps wäre das Internet nicht das gleiche. Sagt euch ein Urgestein :)

Stefanie Dehler
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Stefanie Dehler

Herausgeberin des Gipfelglück Blogs - einer Sammlung von persönlichen Erfahrungen beim Wandern, Bergsteigen, Radlfahren und Reisen, in München, in den Alpen und weltweit.
Mit einer Vorliebe für Höhenmeter, Kuchen, Bier, Bücher und Instagram.
Stefanie Dehler
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2 Kommentare »

  1. Tanja Praske sagt:

    Hallo Stefanie,
    witzig! Warum? Habe heute auch begonnen zur Blogparade von Stefan Evertz einen Post zu schreiben. Statt das jetzt zu tun, switchte ich durch die Beiträge der IronBlogger München und entdecke deine Teilnahme. Jep, BarCamps sind inspirierend, weil es Gleichgesinnte gibt, weil man in real life digitale Kontakte erstmals treffen kann und merkt, oh wunder, die Leute sind genauso sympathisch wie es ihre digitalen Auftritte suggerieren.Ich ziehe das BarCamp Format jeder klassischen Konferenz/Tagung vor.
    Herzlich
    Tanja

    • Stefanie Dehler sagt:

      Ja unsere Iron Blogger Liste hat mich auch schon öfter von dem abgehalten, was ich eigentlich tun wollte :-)
      Die digitalen Menschen im Real Life treffen, das ist wirklich inspirierend, da stimme ich dir zu. Viele Grüße!

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