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Nepal 1. Oktober – Kathmandu

1. Oktober 2012 by Stefanie Dehler

KathmanduDa traeumt man sein ganzes Leben lang von einem fernen fernen Land und ploetzlich ist man mitten drin. 1 1/2 Tage Kathmandu sind ein Mix aus Staub, hupenden rasenden Taxis und Mopeds, Rikschas von denen man seekrank wird, Haendler die einem Violinen und Gebetsfahnen und Schals aus Baby-Yak-Wolle und vor allem weitere Taxi- und Rikscha-Fahrten verkaufen wollen. Angenehme 25 Grad geschaetzt, schoen sonnig.

Am Strassenrand sitzen Naeherinnen und Schnitzer, es liegen Fische zum Verkauf und Teile von undefinierbaren Tieren, an einer Bruecke hat eine Frau in einer Metallschale ein Feuerchen angemacht und grillt darauf irgendwas.

Rikschas in Kathmandu

Der erste Tag in Nepal begann heute mit Fruehstueck im Hotelgarten in absoluter Ruhe, dieser Hotelgarten ist ein Traum im lauten, staubigen Kathmandu. Holzschnitzerein, Elefanten aus Ton als Blumenkuebel, dazu Kaffee, Pfannkuchen, Muffin, Croissant usw. Vor der Hoteltuer staubige Strassen mit diversen Schlagloechern, wie lassen uns vom Rikschafahrer zu einer Fahrt zum Durbar Square ueberreden, UNESCO Welterbe, eine Anlage aus verschiedenen Tempeln und anderen Gebaueden. Sehr fremdartig aber wunderschoen! Moenche mit orangenen Gewaendern laufen herum, vor Statuen werden Opfer dargebracht, die Leute gehen vorbei, beruehren die Statuen an bestimmten Stellen, an denen sich Farbe befindet und markieren ihre Stirn mit der Farbe.

Kathmandu

Ein Museum zeigt unendlich viele Fotos von unbekannten Koenigen – Richard von Weizsaecker haben wir aber auf einem Foto erkannt. In jedem Raum unendlich viele Aufpasser, die Frauen in feinen, bunten Kleidern, meistens mehrere, damit ihnen beim Aufpassen nicht so langweilig ist. Ueberall Schilder, dass man bloss nichts anfassen soll – aber in einem Raum mit alten Musikinstrumenen, in dem gerade die Vitrinen sauber gemacht werden, spielt das kleine Kind der Aufpasserin nach Herzenslust auf einer jahrhundertalten Trommel :-)

Dhurbar Square Kathmandu

Mittagessen hatten wir in einem kleinen Restaurant auf dem Dach eines Hauses am Durbar Square- man kann Stunden damit verbringen, das Leben unten zu beobachten. Maenner, die 5 Teiche gleichzeitig tragen, Schulklassen in Uniform, ein paar Touristen, Frauen in bunten Gewaendern und Sonnenschirm.Dazu leckere Momos auf dem Teller, mit Gemuese gefuellte Teigtaschen, die frittiert sind.

Händler in Kathmandu

Dann verhandeln wir mit einem Taxifahrer und lassen uns zum Swayambhu Temel oder Affentempel bringen, einem der bekanntesten Gebaeude in Kathmandu, eine Stupa (markantes buddhistisches Gebaeude) mit viel Gold, vielen Farben, langen Reihen von Gebetsmuehlen und Gebetsfahnen, Statuen, Raeucherstaebchen, Steingebilden, Andenkenverkaeufer und – wie der Name sagt – Affen! Und ein toller Blick ueber ganz Kathmandu, da der Tempel hoch auf einem Huegel liegt. Als der Taxifahrer weiterfahren wollte, sprang sein Auto nicht an, ich habe an ein paar Gebetsmuehlen fuer ihn gedreht, das hat hoffentlich geholfen…

Affentempel Kathmandu

Morgen frueh geht es los in die Berge, erst einmal einige Stunden im Bus. Was dann mit Internet ist, wissen die Goetter, in Kathmandu hat jedes 2. Restaurant freies Wlan. Fotos kann ich jetzt gerade nicht hochladen, die gibt es gleich oder spaeter auf Facebook oder Instragram, ich bin ja schon froh, wenn der Rechner vor dem Veroeffentlichen nicht abstuerzt.

Es ist wunderbar, es ist ein Abenteuer, und es sind noch viele Tage vor uns.

Ach ja, vom Flugzeug aus habe ich 8000 Meter hohe Berge gesehen!!!!!!

Affentempel Kathmandu

Kathmandu Schnitzereien

Kathmandu

 

Thamel Kathmandu

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Stefanie Dehler
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Stefanie Dehler

Herausgeberin des Gipfelglück Blogs - einer Sammlung von persönlichen Erfahrungen beim Wandern, Bergsteigen, Radlfahren und Reisen, im Chiemgau, in den Alpen, weltweit.
Mit einer Vorliebe für Höhenmeter, Kuchen, Bier, Bücher und Instagram.
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9 Comments »

  1. ClaudiRTW sagt:

    Hallo Stefanie,

    auch wenn ich kein Kraxel-Max bin, Kathmandu ist echt nen Flecken für sich, oder? Auf jeden Fall hast du das Hippie-Städtchen schön beschrieben und weckst bei mir vertraute Erinnerungen an aufdringlichen Staub, Händler und Taxifahrer. Ich wünsch dir eine angenehme Busfahrt ohne Pannen und vor allem: kein WLAN. Abschalten und genießen! ;)

    Grüße die Berge vom Flachländer ;)
    LG Claudi

  2. Hallo Stefanie,
    Spar Dir Deine Worte während der Reise, schaue und durchdringe die Umgebung soweit es Dir möglich ist. Fühle, rieche, höre, taste, all die Dinge, die Dir kein Smartphone, kein Laptop und kein WLAN geben können. Anschließend, nachdem Du wieder in Deiner Heimat sein wirst, dann reflektiere. Ich weiß, dass Du uns dran teilhaben lassen wirst. Und darauf freuen sich sicherlich viele Leser Deines Blogs.
    Auf! Und werde mir nicht Höhenkrank auf dem Weg über den Thorong La.

    Gruß aus dem westfälischen Flachland, Bernd

    • Stefanie sagt:

      Ein wenig habe ich bedauert, von unterwegs nicht bloggen zu können – dabei kommen andere Berichte raus als reflektierte Zusammenfassungen. Und trotz Notizen vergisst man gewisse Details dann doch.
      Aber das sind Luxus-Probleme :)

      • Das ist wahrlich ein Luxusproblem, Stefanie. Aber es war gut so. Davon hast Du schliesslich jetzt mehr, denke ich zumindest. Du wirst die tour noch einmal erleben, wenn auch im Geiste der Erinnerung und das ist doch auch etwas wert.
        An meiner Neuseeland in 2003 labte ich noch Monate später!
        Ähnlich geht es mir nun mit der Hochtour in den Ötztaler Alpen. Und ich bin beeindruckt, wieviel Zeit es in Anspruch nimmt, dazu Artikel zu schreiben und Fotos auszuwählen.
        Viel Spaß bei der Nachbereitung! Bernd

  3. Chris sagt:

    Viel Spass und genieße die schöne Eindrücke. Folge immer dein Bauchgefühl :-)

  4. Basundhara sagt:

    WLAN hast Du in den Bergen sowieso nicht. Gott sei Dank, denn fürs Internet wirst Du keine Lust haben. Geniess die Berge, Katmandu läuft nicht weg. Ich werde auch bald gehen, jetzt allerdings harre ich noch in KTM aus.
    Viel Spass

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