Buchtipp: Alpenkrimi Karwendelgold

Alpenkrimi KarwendelgoldEin Thriller ist „Karwendelgold“ von Martin Schemm nicht, aber das sind die Berg- und Alpenkrimis ja selten. Stattdessen ist auch Karwendelgold ein amüsanter Zeitvertreib für dunkle Winterabende und Tage, die man mit Krankheit oder Verletzung auf dem Sofa verbringen muss, und versetzt einen vom Sofa ganz schnell in die Berge, in diesem Fall ins wunderbare Karwendel.

Der Krimi lässt sich herrlich Kapitel um Kapitel runterlesen, am Anfang höchstens vom Blick auf die Wanderkarte unterbrochen, wo man nachschaut, wo die Protagonisten gerade herumwandern und -klettern. Die Haupthandlung ist schnell erzählt – in der Gegend rund um Dammkar, Ochsenboden, Predigtstuhl und Kreuzwand liegt ein Goldschatz, auf Ebay taucht eine Beschreibung auf und diverse Personen geraten in den Goldrausch.

Mit der Hilfe von Pensionsbesitzern aus Garmisch-Partenkirchen und ein paar Kletter-Touristen hat die Polizei den Fall ruckzuck gelöst. Der Oberpolizist entdeckt nebenbei noch seine heiße Liebe für die bisher-so-nervige Nachbarin, sein Assistent flirtet mit allem, was nicht bei 3 das Zugspitzgebiet verlassen hat (oder versucht zu flirten…), und wir lernen, dass das Werdenfelser Land dem Urlauber nicht nur gemütliche Berghütten sondern auch Spielhöllen, Table Dance und wilde Diskotheken bietet.

Der heimliche Held, Henning Franke, ist Hesse, verspielt diese Vorschuss-Symapthie aber ziemlich schnell, als man erfährt, dass „Lästern über andere (…) eine der Lieblingsbeschäftigungen [war], die er mit seiner Frau teilte.“ Geh heim nach Frankfurt, will man ihm da zurufen…

Durchaus amüsant ist es, was Martin Schemm geschrieben hat, mich hat das öfter zum Lachen gebracht, auch wenn einem dieses dann und wann im Halse stecken bleibt, denkt man darüber nach, was so mancher für ein paar Goldmünzen tut.

Es war einmal in Wallgau...
Es war einmal in Wallgau…

Und was bleibt? Die Vorfreude auf den Sommer, wenn endlich wieder Bergtouren im Karwendel machbar sind. Höhlenöffnungen wird man sich nach der Lektüre des Bergkrimis vielleicht genauer anschauen, wer weiß, wo noch so ein Goldschatz zu finden ist!

Der Bergverlag Rother hat mir „Karwendelgold“ als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt, vielen Dank dafür!

Martin Schemm: Karwendelgold-ein tödliches Geheimnis, ein Rother Bergkrimi, 1.Auflage 2014, 208 Seiten, ISBN 978-3-7633-7068-9, Preis 12,90 Euro. ISBN E-Book: 978-3-7633-0104-1

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Und hier geht es zu Wander-und Reisetipps im Karwendel und rund um Garmisch

Stefanie Dehler
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Stefanie Dehler

Herausgeberin des Gipfelglück Blogs - einer Sammlung von persönlichen Erfahrungen beim Wandern, Bergsteigen, Radlfahren und Reisen, im Chiemgau, in den Alpen, weltweit.
Mit einer Vorliebe für Höhenmeter, Kuchen, Bier, Bücher und Instagram.
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