Bergauf, bergab (4) – E-Bike fahren und mehr

Es könnte ein guter Sommer für Bergtouren werden – gestern war Siebenschläfer, das Wetter in München war bestens, ich konnte abends noch lange auf meinem Balkon sitzen. Und das will was heißen bei meinem Nordbalkon…

Fürs Wochenende steht der Hochkönig im Salzburger Land an, der höchste Gipfel der Berchtesgadener Alpen. Bei der Tourenplanung habe ich auf der Website des Matrashauses, einer Hütte auf 2941m  direkt am Gipfel des Hochkönigs, einen erschreckenden Bericht des Hüttenwirts gelesen – völlig planlose Wanderer, die der Hüttenwirt vom Haus aus beobachtet hat und sie dann zum Glück auch retten konnte mit Hilfe der Bergwacht. Der Bericht zeigt, wie wichtig eine gute Tourenplanung und vernünftige Durchführung ist, es lohnt sich sehr ihn zu lesen!

Letzes Wochenende bin ich beruflich für eine Kollegin eingesprungen und habe eine Pressereise in die Ferienregion TirolWest begleitet, einem langjährigen Kunden der Agentur, wo ich arbeite. Vor ziemlich genau 2 Jahren war ich in der Gegend schon mal, zu Fuß, bei der E5 – Alpenüberquerung, dieses Mal war ich mit Fahrrad unterwegs, zum Teil mit Mountainbike, zum ersten Mal habe ich auch ein E-Bike ausprobiert. Im Dreiländereck Österreich-Schweiz-Italien gibts durchaus einige recht flache Radwege, zum Beispiel zwischen Nauders und dem Reschensee, und mit den öffentlichen Bussen lassen sich Fahrräder hervorragend transportieren.

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Auf dem Innradweg und um Landeck herum finden sich aber auch – schließlich sind wir in den Bergen – so einige steile Anstiege. Und dann ist ein E-Bike der Wahnsinn, ich muss es zugeben. Uncool, nicht umweltfreundlich (klar, kein CO2, aber der Strom für die Akkus muss ja auch produziert werden…), ein bisschen wie schummeln – aber  ehrlich gesagt auch ein riesiger Spaß, beim Beginn eines Anstiegs den Power-Knopf zu drücken, Standard oder High auszuwählen, gemütlich weiter zu treten und dabei ssssssssit den Weg hinauf zu cruisen :-) Man muss schon weiterhin treten, es ist kein Mofa, der Motor unterstützt nur das Treten, aber man hat das Gefühl, dass einen ständig jemand von hinten anschiebt.

Und wenn man schon mal da ist, sollte man auch Stanz besuchen. Der Ort hat 600 Einwohner und 54 Brennereien, gebrannt wird nur, was auf den eigenen Bäumen wächst, vor allem die Stanzer Zwetschke. Und probiert werden kann überall, wo ein Schild am Haus hängt…Sehr feine Sachen haben wir beim Auer Markus probiert, ob Spänling, Vogelbeere, Enzian oder „Old Gilb“ aus dem Eichenfass.

 

Und wer nach meinen glorreichen 24 Stunden von Bayern auch Lust auf eine 24-Stunden-Wanderung bekommen hat, für den könnte das 24-Stunden-Berggehen von Lenggries nach Garmisch Partenkirchen am 27. und 28. Juli vielleicht interessant sein. Schnickschnack wie Verpflegungsstationen mit bayrischer Harfenmusik gibt es bei dieser Tour allerdings nicht, nur 60 Leute dürfen mit, es geht über 60 Kilometer und 3600 Höhenmeter, Pausen gibt es an drei Hütten an und sonst nur kurze Trinkpausen. Allerdings auch eine Fahrt mit der Bergbahn… Mehr Infos beim Veranstalter Hydroalpin, Kosten 198 Euro. Ich geh dann lieber auf eine Radtour mit dem E-Bike ;-)

 

 

Stefanie Dehler
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Stefanie Dehler

Herausgeberin des Gipfelglück Blogs - einer Sammlung von persönlichen Erfahrungen beim Wandern, Bergsteigen, Radlfahren und Reisen, im Chiemgau, in den Alpen, weltweit.
Mit einer Vorliebe für Höhenmeter, Kuchen, Bier, Bücher und Instagram.
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