Einfach Leben retten- Blut spenden!

15.000 Blutspenden werden jeden Tag gebraucht in Deutschland, 15.000 jeden Tag. Ein Teil davon geht wahrscheinlich auch an Leute, die Bergunfälle habe, die abstürzen, einbrechen. Laut Statistik des Alpenvereins sind 2010 immerhin 40 DAV Mitglieder bei Bergunfällen gestorben, zwar geht die Zahl der Unfälle zurück doch der Anteil an Unfällen aufgrund von schlechter Kondition, fehlendem alpinem Können oder falscher Selbsteinschätzung steigt. Und selbst wenn einem in den Bergen nichts passiert: im täglichen Straßenverkehr kann es einen ganz schnell erwischen.

Ich will hier niemandem Angst machen und bestimmt nicht die Freude am Outdoor-Sport nehmen, und wenn ich mir den Münchner Straßenverkehr anschaue wundert es mich, dass nicht mehr passiert jeden Tag, vor allem Radfahrern. Was ich will: dass mehr Leute Blut spenden gehen! 15.000 Spenden braucht man täglich!

Und es ist so einfach Leben zu retten! Blut spenden tut nicht weh, ihr braucht eine Stunde Zeit, mehr nicht.

Blut spenden rettet Leben!

Man füllt einen Fragebogen zur Krankheitsgeschichte aus, bekommt Puls, Temperatur und Blutdruck gemessen und mit kleinem Piekser in den Finger (manchmal auch ins Ohrläppchen) wird festgestellt ob man fit zum Spenden ist. Z.B. darf man nicht spenden, wenn der Eisenwert im Blut zu niedrig ist- ich habe heute gelernt, dass es hilft, in der Woche vor dem Spenden mehr Fleisch zu essen als sonst und am Tag selber eine Leberkässemmel! Dazu viel trinken den ganzen Tag, damit es gut fließt!

Dann kommt ein kurzes Gespräch bei einem Arzt, dann ab auf die Liege, anzapfen und ein paar Minuten später ist der halbe Liter raus. Dann heißt es ausruhen, essen und trinken (in München gibt es Snacks, in NRW habe ich öfter schon richtiges Abendessen bekommen) und sich vom Personal 10 mal fragen lassen, ob es einem auch wirklich gut geht. Man bekommt alles erklärt, und die Leute sind generell extrem freundlich und humorvoll.

Also eine Stunde Zeit nehmen und schon hat man ein Leben gerettet!

In München, wo ich spende, bekommt man pro Spende 20 Euro, oft war ich aber auch schon beim Roten Kreuz, wo es ein kleines Schnickschnackgeschenk und einen Tafel Schokolade gibt (die oft mit den Worten „Die essen Sie heute aber noch, Sie haben viel Blut verloren“). Den restlichen Tag soll man sich etwas schonen, am nächsten Tag eine Bergwanderung ist auch keine gute Idee, das habe ich ein Mal gemacht und habe mich nicht gut gefühlt dabei.

Frauen dürfen 4 mal spenden im Jahr, Männer 5 mal. Nach Impfungen, Fernreisen, Tätowierungen, Operationen uvm darf man manchmal nicht gleich spenden, aber das erfährt man beim Roten Kreuz oder sonstigen Blutspende-Organisationen.

Hilfreich ist die Website www.einfachlebenretten.de, dort findet man ein Spendezentrum in seiner Nähe und es werden alle mögliche Fragen beantwortet.

„Also krempelt die Ärmel hoch – einer reicht! Heute (oder morgen) ist ein gute Tag, ein paar Leben zu retten.“

PS: Warum ich das heute schreibe: ich habe heute schon ein paar Leben gerettet. Wer noch?

Stefanie Dehler
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Stefanie Dehler

Herausgeberin des Gipfelglück Blogs - einer Sammlung von persönlichen Erfahrungen beim Wandern, Bergsteigen, Radlfahren und Reisen, im Chiemgau, in den Alpen, weltweit.
Mit einer Vorliebe für Höhenmeter, Kuchen, Bier, Bücher und Instagram.
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