Stopp das Gedanken-Karussell – Ideen zur Abwechslung zum immergleichen Thema

Unsicherheit, Angst, Panik, Hamsterkäufe, gute Witze, blöde Witze, Statistiken und Exponentialrechnung – die Corona Krise scheint im Moment das einzige Thema zu sein, überall, auf Facebook, im Fernsehen, an der Supermarkt-Kasse.

Jede Minute neue Informationen, nur ein Thema fährt in unseren Köpfen Karussell und wir würden das Gehirn manchmal am liebsten einfach abschalten und einfach mal Ruhe haben im Kopf.

Auf einen Berg gehen scheint mir das beste Mittel zu sein, das Corona Gedanken-Karussell in meinem Kopf zu stoppen. Während ich gestern einsam in den Chiemgauer Alpen unterwegs war, kamen mir so einige Gedanken, was außerdem das Karussell stoppt, und die Ideen will ich gerne mit dir teilen um auch dein Gedanken-Karussell zu stoppen, zumindest für eine kurze Zeit. Jeder Kopf ist anderes, bei jede*r hilft etwas anderes, ich hoffe ich bringe dich auf eigene Ideen!

Kein Handy, kein TV, kein Corona, nur Stille und Einsamkeit.

Natürlich ist es wichtig sich zu informieren – bei seriösen Quellen. Beim inzwischen bekannten Virologen Christian Drosten und seinem Podcast, beim Robert Koch Institut, bei lokalen Behörden wie bei mir dem Landratsamt Traunstein usw.

Damit aber dein Kopf nicht irgendwann platzt und damit du dein Gedankenkarusell stoppen kannst, hier ein paar Ideen. 15 sind es im Moment, sicher kommen in den nächsten Tagen noch welche dazu. Hast du selber Tipps? Schreib sie gerne in die Kommentare!

1. Raus gehen in die Natur

Bewegung und frische Luft sind immer das beste gegen rasende Gedanken. Bei mir auf dem Dorf ist das natürlich einfacher als für Leute in der Großstadt. Aber auch da gibt es Parks und man kann sich einfach aufs Radl setzen und eine Viertelstunde in der Gegend herumfahren. Vorteil: beim Radlfahren kann man nicht aufs Handy schauen. Ich war heute drei Stunden am Berg unterwegs – ohne Handynetz. So schön!

2. Yoga 

Bewegung samt Ruhe für den Kopf. Wenn du eh regelmäßig Yoga praktizierst, starte eine Challenge und lerne den Kopfstand oder so.

Wenn du Yoga immer schon mal ausprobieren wolltest jetzt ist eine gute Chance, weil es so toll die Endlos-Sorgen-Schleifen im Kopf beendet. Mady Morrison habe ich schon öfter empfohlen (z.B. hier im Interview), auf YouTube findest du ihre Yoga Sessions kostenlos und viele sind mit “gegen Stress”, “zur Entspannung “ gekennzeichnet. Oder du probierst (wie ich) mal was Neues. Die App Downdog ist normalerweise kostenpflichtig derzeit aber gratis, um das Wertvolle, das Yoga derzeit bieten kann, mehr Leuten zugänglich zu machen.

3. Facebook aufräumen und aussortieren 

Facebook Kontakte sind nützlich, wenn man nicht raus kann wie immer, Leute nicht treffen kann und Ablenkung braucht, oder gute Tipps. Aber neben Unterhaltung oder hilfreicher Information kann Facebook auch ganz schön nerven oder Unsicherheit vergrößern.

Freund*innen, die gedankenlos alle Kettenbriefe teilen, Gruppen, in denen mehr gestritten wird als informiert, überall das gleiche Thema – du musst das nicht ertragen!

Du kannst zum Beispiel nervende Facebook Freund*innen stumm schalten. Die merken es nicht, ihr bleibt weiter befreundet, aber du siehst nichts mehr was sie teilen. Ähnlich bei Gruppen. Du kannst die Benachrichtigungen abschalten oder die Gruppe verlassen (und in 2 Wochen wieder beitreten…).

Es gibt viel positiven Input von Facebook, und du kannst selbst was dafür tun, dass dich das Positive findet.

4. Back ein Brot.

5. Podcasts hören.

In jeder Folge meiner monatlichen Glücklichmacher-Serie findest du einen Podcast Tipp, click dich einfache mal durch. Ich höre derzeit vor allem Podcasts, wo zwei Leute miteinander reden und man quasi deren Gespräch lauscht, da kann ich mich am besten auf den Inhalt konzentrieren. Zum Beispiel “Raabe und Kampf” oder “What should I read next”. Noch ein Tipp – alte Folgen anhören, dann reden sie garantiert nicht über Corona…

Es gibt viele Möglichkeiten Podcasts anzuhören, ich nutze Spotify und zwar in der Premium Family Version . Ich abonniere Podcasts, ich kann einzelne Folgen aufs Handy runterladen, offline hören und das z.B. auch im Auto über Bluetooth.

Welche Podcasts kannst du mir empfehlen ?

Blick zur Haaralmschneid im Chiemgau

6. Meditation 

Seit Monaten versuche ich mich immer wieder an diesem Thema, weil es so oft empfohlen wird für den eigenen Seelenfrieden, fürs Abschalten, für die mentale Gesundheit.

Die aktuelle schwierige Situation will ich jetzt nutzen, einmal am Tag mich zum Meditieren hinzusetzen. Es gibt jede Menge Apps, auch Youtube Kanäle, ich habe mich allerdings auch hier für Spotify entschieden, und zwar für den Podcast Inhale Life von Paulina Thurm. Ihre Stimme ist toll und sie hat verschiedenen Meditationsthemen. Da will ich jetzt jeden Tag eine machen.

7. Endlich mal diese gute Flasche Rotwein aufmachen!

8. Aktien kaufen.

Oder sich zumindest Gedanken machen, was man kaufen will, wo man sein Geld investieren will, und den richtigen Zeitpunkt abwarten. Denn jetzt sind Aktien billig und die Kurse werden definitiv irgendwann wieder steigen.

Aktien sind langfristig die beste Altersvorsorge. Dank Madame Moneypenny und ihren Büchern, Blogartikeln und Podcasts habe ich mir jede Menge wissen zum Thema Aktien und investieren aneignen können, es ist alles nicht so kompliziert , wenn man sich einfach mal damit beschäftigt. Über ein Musterdepot bei einer Bank kann man Aktien und ihre Kursentwicklung beobachten. Und dann zum hoffentlich richtigen Moment zuschlagen.

Achtung – dies ist keine Kaufempfehlung oder ähnliches. An der Börse musst du wissen, was du tust. Erst informieren, dann handeln!

9. Bücher 

Alle, die gerne lesen, haben so ein gewisses Leuchten in den Augen im Moment, fast als ob sie auf das Urteil Quarantäne nur warten würden…

Alle haben ihren SUB, den Stapel ungelesener Bücher, und wenn man nicht so oft raus soll, ist doch jetzt die Chance! Bücherhamstern, das Wort ist mir auch neulich untergekommen… ansonsten ist wichtig, die örtlichen Buchhandlungen zu unterstützen ( da haben jetzt die in den Städten einen Vorteil), oder natürlich den eBook Reader voll laden. Nicht beim Kindle aber bei anderen Readern möglich: über die örtliche Bücherei eBooks ausleihen. Ich habe da jedenfalls gut vorgesorgt.

Und jede Menge Buchtipps gibts auch hier im Gipfelglück Blog!

10. Kultur online

Das Internet kommt gerade alle paar Minuten mit wahnsinnig viel Positivem ums Eck. Um das Daheim Bleiben angenehmer zu machen, erträglicher, damit wir nicht alle durchdrehen. Ein paar Beispiele aus dem kulturellen Bereich:

Hoamatroas: Blogger Kollege Martin liest auf Youtube aus seinem Buch Hoamatroas vor, mit Foto-Einblendungen und vielen Geschichten. Link zur Lesung auf Youtube.

#summitsathome: Trailrunner Kilian Jornet stellt drei seiner Filme gratis zum Anschauen bereit. Hier lang.

Digital Concert Hall: Die Berliner Philharmoniker spendieren einen 30 Tage Zugang für ein Riesen Angebot an Konzert Aufnahmen und sogar Live Streams. Infos und Anmeldung

Mediatheken: Tolle Filme und Dokumentationen ohne Werbung, ohne plötzliche Brennpunkte, ohne Einblendung, wo auf der Welt schon wieder was passiert ist.

Außerdem kommt die Sendung mit der Maus jetzt täglich!

11. 3 Tipps für Bloggerinnen und Blogger

Manch eine*r mag denken, dass jetzt vielleicht ein schlechter Zeitpunkt sei, über Thema x zu bloggen. Wen interessieren jetzt schon Reiseberichte oder Erfahrungsberichte von Bergtouren?

Meine Gedanken dazu:

-Manch Leser*in freut sich vielleicht gerade jetzt über die Ablenkung, die dein Artikel bietet. Endlich mal was anderes!

-Artikel kannst du jetzt vorschreiben und erst später veröffentlichen, wenn es vielleicht besser passt. Ich habe z.B. zwei Winterartikel, die jetzt im Frühling einfach niemanden mehr interessieren. Die bereite ich jetzt komplett vor und drücke im November nur noch aufs Knöpfchen.

-Alte Artikel überarbeiten und verbessern. Schau mal in deine Statistiken, welche alten Artikel besonders häufig gelesen werden. Kannst du darin interne Links auf neue Artikel unterbringen? Kannst du sie hinsichtlich SEO verbessern, also bessere Bildunterschriften, mehr Zwischenüberschriften etc? Kannst du darin einen Affiliate Link unterbringen oder aktualisieren?

12. Etwas lernen

Über die Duolingo App kannst du gratis Fremdsprachen lernen.

Über Udemy kannst du Online Kurse kaufen, zu Programmiersprachen, Fotografieren und Bildbearbeitung, an der Börse investieren und ganz vielem mehr. Viele kosten kaum mehr als einen Zehner.

Auf youtube mal nach Tutorial suchen. Du findest Erklärvideos zu Dingen, die du schon immer wissen wolltest, oder auch nicht…

Auf der Haaralm im Chiemgau

13. Den Keller aufräumen.

Muss ja mal sein. Danach erst recht zu Punkt 7 wechseln.

14. Das Adressbuch durchblättern

Mit wem hast du schon lange nicht mehr telefoniert? Wer kann wohl Hilfe gebrauchen, wem kannst du erklären, wie man Podcasts hört, wer kann Bücher empfehlen, mit wem kannst du Brot Rezepte austauschen? Vielleicht freut sich jemand über dein offenes Ohr. Aber achte da auf dich selbst, wenn es nur um Verschwörungstheorien und das eine Thema geht, beende das Telefonat und wechsle zu 2. oder 9. oder egal welchem Punkt.

15. Fotos sortieren

Ob ein Fotobuch gestalten oder einfach mal Ordnung in die Festplatte bekommen, mit Fotos kann man sich sehr lange beschäftigen (und dabei sogar Podcasts hören!)

Handy weg!

Egal, was dir einfällt um dich abzulenken, dein Gedanken-Karussell zu stoppen – leg so oft es geht dein Handy weg, schließe Facebook und Twitter und mach den Fernseher aus. Ständig passiert offensichtlich etwas Neues, aber du musst nicht alles sofort mitbekommen. Gib deinem Gehirn, und deiner Seele, mal ein anderes Thema. Nimm die wichtigen Infos auf, aus seriösen Quellen, aber mach einfach mal was anderes.

Bleib gesund! Komm gut durch die nächsten Wochen! Bleib zuversichtlich, dass wir alle auf der Welt diese Situation schon meistern können, auch wenn es vielleicht nicht einfach wird. Und anders.

Erzähl mir gerne in den Kommentaren, wie du im Moment einen klaren Kopf behältst. Welche Podcasts du hörst und welche Bücher du liest. Oder schick mir eine Mail an stefanie@gipfel-glueck.de.

Stefanie Dehler
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