Klettersteig Fausto Susatti mit Cima Capi am Gardasee

garda_viaferrataDie Auswahl an Outdoormöglichkeiten am Gardasee ist der Wahnsinn, und auch Klettersteige gibt es unendlich viele. Wir haben uns für Ostersonntag für den eher einfachen Via Ferrata Fausto Susatti entschieden, der wirklich viel viel Spaß gemacht hat, der auch bei den nassen Verhältnissen kein Problem war, nicht langweilig aber auch nicht angstmachend anspruchsvoll war. Sozusagen perfekt.

Schon bevor es richtig losgeht, darf man bereits genießen: Kurze Fahrt weg vom Seeufer durch einen langen Tunnel Richtung Valle de Ledro, in der Nordwest-Ecke des Gardasees, weg von den Menschenmassen am See. Auto abstellen in Biacesa, unmittelbar am Ortsschild ist links ein (kostenloser) Parkplatz oder ansonsten am Sportplatz, dazu an der Bushaltestelle rechts und gleich wieder rechts abbiegen. Kurzer Fußmarsch durch die Gassen des Ortes (dort sind auch mehrere Brunnen mit Trinkwasser) und dann auf einen schmalen Pfad, der auf und ab über Stock und Stein und Wurzeln durch den Wald geht. Immer mal erste Blicke auf den Gardasee und ins Ledrotal.
Klettersteig am Gardasee

Einstieg zum Klettersteig Fausto Susatti

Pünktlich zum Einstieg zum Klettersteig: Regentropfen, aber zum Glück auch gleich eine Höhle, in der sich 6 Leute sammeln und Ausrüstung anlegen. Ich prophezeie, dass spätestens nach 5 Minuten der Regen aufhören wird, aber als wir losgehen, schüttet es noch ziemlich. Nach 5 Minuten hört es auf zu regnen, natürlich, und nachdem die ersten Kletterstellen überwunden sind, ziehen wir die Regenjacken aus und die Sonnenbrillen an. Die Felsen sind ein wenig glitschig, aber nicht schlimm, es geht zwischendurch viel über Gras.

Auf dem Via Ferrata Fausto Susatti gibt es ein paar lustige luftige Querungen, ein paar richtig steile Stellen, kaminartige Felsstücke und Eisenstifte, die den Fels zur Treppe machen. Das meiste kann man wahrscheinlich sogar ohne Drahtseil hinbekommen, an einigen Stellen war ich über das Seil froh (meistens habe ich mich aber bemüht, ohne Seilberührung zu klettern, zum Üben…) und 1-2 mal war es schon sehr beruhigend, das Klettersteigset dabei zu wissen. Es waren durchaus viele Kinder auf diesem Klettersteig unterwegs und auch Leute mit seltsamer oder ganz ohne Ausrüstung – was sicher geht, so lange vor einem keiner runterstürzt und einen mitreißt…

Am Gipfel des Cima Capi über dem Gardasee

Überall tolle Blicke auf den Gardasee und viele viele Segelboote unten! Nach einer Weile kommt dann eine Italien-Fahne aus Metall in Sicht, wir stehen auf dem Gipfel des 909 Meter hohen Cima Capi, zusammen mit etwa 15 anderen Bergsteigern und unfassbaren Mengen von fallendem Graupel, der das Gipfelglück trübt und ungemütlich macht…

Klettersteig Gardasee
Sentiero Fausto Susatti Gardasee

Also gleich weiter über den Grat, nach einer Weile muss man links abbiegen zum Via Ferrata M. Foletti. Hier hängen wir leider ziemlich lange hinter einer Vater-Kind-Seilschaft fest… Zum Schluss eine fiese Stelle zum Runterklettern, was ich so gar nicht mag- es geht aber besser als gedacht und das mulmige Gefühl im Bauch verschwindet, als ein weiterer Junge hinter mir so cool runter steigt, als würde er das notfalls auch mit verbundenen Augen kopfüber und Liedchen pfeifend machen… Nach einem Stück auf einem Waldpfad gelangt man zum Bivacco Arcioni, eine Schutzhütte zum Ausruhen, Ausrüstung wegpacken und Gesicht in die Sonne halten, unbewirtschaftet, aber es gibt Ofen und Kochmöglichkeit, falls mal schlimmeres als Graupel fällt und man hier die Nacht verbringen muss.

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Der weitere Weg runter geht durch den Wald, eher unspektakulär, entspannt genug um die vergangene Tour im Kopf noch mal zu gehen – die einfach toll ist! Den Massen, die am See unten unterwegs sind, kann man hier prima entgehen.

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Ach, und wer Klettersteige lieber hochrennt, kann mal bei Up To The Top reinschauen- da gibt’s auch einen Bericht zum Gardasee über Ostern.

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Stefanie Dehler
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Stefanie Dehler

Herausgeberin des Gipfelglück Blogs - einer Sammlung von persönlichen Erfahrungen beim Wandern, Bergsteigen, Radlfahren und Reisen, im Chiemgau, in den Alpen, weltweit.
Mit einer Vorliebe für Höhenmeter, Kuchen, Bier, Bücher und Instagram.
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3 Comments

  1. Steve

    Die Sache mit dem wechselhaftem Wetter kommt mir sehr bekannt vor. Habe am Sonntag auch mehrmals die Jacke an- und wieder ausgezogen. Aber besser als zu Hause war es allemal. Der Gardasee ist immer eine Reise Wert und ich war nicht zum letzten Mal dort.Viele GrüßeSteve P.S.: Viele, vielen Dank für den Link

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