Gipfelbuch: Petersbergl und Hohe Asten

Petersbergl vom Inntal aus
Petersbergl vom Inntal aus gesehen

Die Kirche vom Petersbergl habe ich schon oft gesehen – von der Autobahn nach Innsbruck aus, vom Farrenpoint und Mitterberg, vom

Heuberg und und und. Sie ist knallweiß vor dunkelgrünem Wald-Hintergrund und steht exponiert auf einem Hügel, unübersehbar. Als für dieses Wochenende wieder einmal viele Gewitter gemeldet waren, haben wir unsere eigentlich geplante Hüttentour bei Seefeld abgesagt und uns für eine lockere Wanderung zum Petersbergl und weiter zur Hohen Asten entschieden. Diese Tour war nicht sehr anspruchsvoll aber mir hats gut gefallen!

Anfahrt über die A93 Abfahrt Brannenburg ins Örtchen Flintsbach. Immer nach Süden weiterfahren, dann kommt nach einer Weile ein Schild nach rechts Richtung Petersberg und Hohe Asten und kurz danach ein Wanderparkplatz. Der Wanderweg zum Petersbergl wird gleich ganz schön steil, es ist ein einfacher Forstweg, wenig anspruchsvoll aber eben steil. Es geht die meiste Zeit durch den Wald, mit Bächlein und moosbewachsenen Stein, an der Burg Falkenstein vorbei, stetig bergauf. Für die rund 450 Höhenmeter braucht man eine Stunde. An einer Kreuzung geht es rechts zur Hohen Asten, wir gehen aber zunächst links Richtung Petersbergl. Statt eines Kreuzwegs findet man hier einen Apostelweg, Reliefs der Apostel mit weisen Sprüchen dazu.

Apostelweg zum Petersberg

Frühschoppen am Petersbergl

Oben angekommen hat man einen herrlichen Blick auf das Inntal, den schlammbraunen Inn, die Berge um den Farrenpoint herum und gegenüberliegend die Berge um den Heuberg und die Wasserwand. Zur besseren Recherche für diesen Bericht setzen wir uns zu einem kleinen Frühschoppen schon nach einer Stunde Wanderzeit an einen der Tische auf der Wiese, blicken auf den Inn und genießen den warmen Sonntagmorgen am Petersbergl.

Petersberg Inntal
Glücklicher Engel auf dem Dach der Kapelle am Petersberg

 

Mittagessen auf der Hohen Asten

Mittagessen Hohe AstenEtwa 1 Stunde später sind wir dann an der Hohen Asten, einem der höchstgelegenen Bergbauernhöfe Deutschlands. Die Luft ist inzwischen schwül und drückend und das Wandern beschwerlich, aber wir haben bis zum Schluss Glück und kommen in kein Gewitter.

Der Weg zur Hohen Asten geht weiter durch Wald aber auch an wundervoll blühenden Wiesen vorbei, der Weg ist immer noch einfach zu gehen. Am Bauernhof angekommen ist endlich Zeit zum Mittagessen! Der Hof feiert dieses Jahr sein 500. Bestehen, fast alle Tische sind besetzt, es ist herrlich ruhig hier oben.

Eigentlich wäre Buttermilch jetzt genau das richtige, mit den Kühen in Sichtweite- aber die Kellnerin warnt, dass während der Hundstage die Buttermilch eigenartig schmecke und wir sie gerne zurückgeben dürften. Nach 2 Schlucken mache ich von dem Angebot Gebrauch und tausche gegen ein Radler – die Hitze hat der Milch einen seltsamen Geschmack gegeben. Keine Diskussion beim Essen- die Spinatnockerl und Mangoldknödel sind ein Gedicht!  Mangoldpflanzen für künftige Knödel wachsen ebenfalls in Sichtweite.

 

 

Hohe Asten
Hohe Asten

Auf dem Rückweg pflücken wir uns noch einen Geocache und gehen gemütlich wieder Richtung Auto.

Bei Gewitterwarnung oder für Anfänger eine schöne Bergwanderung mit guten Einkehrmöglichkeiten; im Winter ist hier wohl auch eine schöne Schlittenfahrt möglich.

GletscherschliffEinen Geocache im Tal kann ich euch noch empfehlen: es ist ein Earth Cache namens Gletscherschliff, direkt an der Autobahn gelegen, man kommt aber von der sicheren Seite zum Cache, sieht tolle Felsformationen und lernt so einiges über die Gletscher-Vergangenheit des Inntals. Ein weiterer Ort, den man ohne einen Cache nie finden würde.

Und anspruchsvoll wirds dann nächstes Wochenende wieder, beim 5-Tage-Gletscherkurs am Großglockner…

Stefanie Dehler
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Stefanie Dehler

Herausgeberin des Gipfelglück Blogs - einer Sammlung von persönlichen Erfahrungen beim Wandern, Bergsteigen, Radlfahren und Reisen, im Chiemgau, in den Alpen, weltweit.
Mit einer Vorliebe für Höhenmeter, Kuchen, Bier, Bücher und Instagram.
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