Tipps für die Alpenüberquerung auf dem E5 von Oberstdorf nach Meran

Das Interesse am Fernwanderweg E5, der klassischen Alpenüberquerung von Oberstdorf nach Meran, ist riesengroß, gesucht werden Tourenberichte und viele konkrete Detailinfos. Ich bin diese Tour im Juni 2010 gewandert und kann sie sehr empfehlen – deswegen hier einige Tipps und Antworten auf häufig gestellte Fragen. Weiter unten findet ihr dann die Links zu den Detail-Berichten zu den einzelnen Etappen inkl der Kaunergratvariante.

1. Kann man die E5 Alpenüberquerung auch ohne Bergführer machen?

Ja, absolut möglich. Es sind sehr viele Leute im Sommer auf der Strecke Oberstdorf-Meran unterwegs, der Weg ist gut ausgeschildert, mit Hilfe verschiedener Wanderbücher und Websites lassen sich die Etappen gut im voraus planen und es gibt zumindest auf dem Normalweg weder Gletscherquerungen noch Kletterstellen.

Mit Bergführer macht die Tour Sinn, wenn ihr sonst keine Begleitung für die Wanderung habt oder ihr euch die komplette Vorbereitung und Organisation ersparen wollt. Und auf jeden Fall, wenn ihr noch wenig alpine Erfahrung habt – dann lieber einer erfahrenen Bergschule anschließen.

Letztendlich musst du selbst wissen, was dir lieber ist, in der Gruppe mit Bergführer oder individuell. Hauptsache durchhalten und genießen.

Bayern im Schnee_ E5 Wanderung

2. Muss man Unterkünfte vorher reservieren?

Wie schon gesagt sind in der Hauptsaison immer sehr viele Leute gleichzeitig auf diesem Fernwanderweg unterwegs, je nach Schneelage zwischen Juli und September. Die meisten individuellen Wanderer und die Bergführer mit ihren Gruppen starten am Wochenende und gehen auch die selben Etappen, also staut sich alles an den Übernachtungsplätzen. Teilweise – wie im Ort Zams – gibt es genug Pensionen und Hotels, teilweise gibt es nur eine Alpenvereinshütte, in die alle wollen bzw müssen. Die dann natürlich überfüllt ist, sprich nicht genug Betten, überfüllte Stube zum Abendessen, verdreckte Waschräume, Ungemütlichkeit.

Also, in der Hauptsaison deswegen immer reservieren, auch wenn dann die Flexibilität verloren geht. Und bitte auch absagen, wenn ihr eine gebuchte Übernachtung nicht in Anspruch nehmen werdet! Die Hüttenwirte bereiten Essen vor, reservieren Betten, warten auf euch, es ist allen geholfen, wenn ihr absagt!

Weitere Tipps: wenn ihr geübte Wanderer seid und die Wetterlage passt (dazu gleich noch mehr) früher losgehen, ab Mitte Juni. In der Woche starten, nicht am Wochenende. Und überlegen, ob es der E5 sein muss oder nicht eine andere, weniger begangene Route in den Alpen…

Apfelstrudel zwischen Oberstdorf und Meran

3. Wie berg-erfahren und wie fit muss man für den E5 sein?

Generell ist der E5 kein schwieriger Weg. Man muss nicht klettern, es geht nicht über Gletscher, man ist meistens recht nah an der Zivilisation um im Notfall abbrechen und nach Hause fahren zu können. Es gibt Hütten und Dörfer, wo für Betten und Mahlzeiten gesorgt ist, man muss weder Zelt noch Nahrung oder Wasser für mehrere Tage tragen.

Aber: Es ist kein Spaziergang, es geht hier in alpines Gelände, es sind ordentlich Höhenmeter zu absolvieren, auch bergab gehen ist anstrengend, für die Knie zum Beispiel. In den Alpen kann sich zudem jederzeit das Wetter ändern. Auch im Hochsommer kann es plötzlich schneien. Bei Regen werden Wege glitschig. Bei hunderten von Wanderern wird der Weg ein großes Schlammfeld. Und es wird an mehreren Tagen hintereinander viele Stunden gewandert, ohne große Regenerationspausen oder Ruhetage.

Wer noch nie wandern war, der sollte vielleicht nicht gleich den E5 machen. Wer aber regelmäßig Sport macht und einigermaßen fit ist, wer öfter wandert (auch in den Mittelgebirgen z.B.) und gut eingelaufene Wanderschuhe hat, für den sollte der E5 keine Schwierigkeit darstellen.*

von Oberstdorf nach Meran

4. Was ist mit der berühmten Kaunergrat-Variante?

Sie ist toll, sicher eins der Highlights des E5. Der Abstecher zwischen Kaunertal und Pitztal gehört nicht zur Hauptroute, gehört z.B. nicht ins Standardprogramm der meisten Bergschulen. Es ist aber eine tolle Variante, mit schönen Hüttenübernachtungen und mit einer anspruchsvollen Kletterei am Kaunergrat – man muss nicht seilgesichert klettern, es gibt eine klettersteig-artige Drahtseilsicherung, aber das ist nichts mehr für Anfänger. Erfahrene Wanderer und Klettersteiggeher sollten die Variante über den Kaunergrat aber unbedingt mitnehmen, wenn genug Zeit ist und das Wetter passt. Hier mehr über die Kaunergratvariante lesen.

Kaunergrag E5
auf der Kaunergrat-Variante

5. Was ist mit Schnee, was muss man einpacken?

In den Alpen kann es immer schneien, auch im Juli oder August, und nicht immer lässt sich das voraussagen. 2010 lag Ende Juni noch relativ viel Schnee auf der Strecke, in anderen Jahren taut es vielleicht früher. Gerade auf Südtiroler Seite kann es aber auch ordentlich heiß sein – man weiß es vorher nicht und muss deswegen für alles gerüstet sein. Mütze, Handschuhe, Sonnenschutz, Gamaschen, schnell trocknende T-Shirts, warmen Pullover, gute Wanderschuhe, Wanderstöcke, Wasserflasche, Hüttenschlafsack, Oropax…

Lest hier meiner Packliste für Hüttentouren

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wandern im Schnee_ E5
auf dem Weg zum Pitztaler Jöchl

6. Was ist mit Gipfeln?

Nicht viel – so weit ich weiß, waren wir lediglich auf dem Hirzer in Südtirol, ansonsten stehen Scharten, Querungen, Almen, Höhen, Täler, Seen, Bäche, Wälder, Wiesen, Dörfer auf dem Programm, aber keine Gipfel. Zumindest, wenn man dem Normalweg folgt – ein weiterer Grund, sich selber eine alternative Route zu überlegen, um nicht in der Massen-Karawane mittraben zu müssen.

Tal in Tirol E5

Ich hoffe, das beantwortet eure Fragen! In Meran anzukommen und zu wissen, man hat die Alpen überquert, ist ein grandioses Gefühl! Der Weg ist sehr abwechslungsreich, man trifft auf Murmeltiere, Steinböcke und viele interessante Menschen und wird sich gerne an die Tour zurückerinnern. Es darf nur in der Hauptsaison keiner einsame Bergwiesen erwarten oder ruhige Abende, auf dem E5 gehts meistens rund :) Weitere Fragen könnt ihr gerne in den Kommentaren stellen. Und jetzt zu den einzelnen Etappen:

Berichte zu meiner Alpenüberquerung

Alpenüberquerung E5 Etappen 1 bis 3

Alpenüberquerung E5 Etappen 4 bis 6

Alpenüberquerung E5 Etappen 7 bis 9

Alpenüberquerung E5 Etappen 10 und 11

E5 Kaunergrat-Variante

Tipps für die Planung und Durchführung der E5 Alpenüberquerung

Alpenüberquerung E5 Extras (Literatur, Wanderkarte, Tipps)

Alpenüberquerung E5 Vorbereitung und Tipps

Und: Interview mit TV Moderatorin Tamina Kallert über ihre Alpenüberquerung auf dem E5

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*Jeder wandert auf eigene Gefahr, jeder hat eine andere Vorstellung von einfach und schwer – deswegen übernehme ich hier keine Haftung und keine Verantwortung. Die Schwierigkeits-Einschätzung ist meine persönliche Meinung!

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Stefanie Dehler
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Stefanie Dehler

Herausgeberin des Gipfelglück Blogs - einer Sammlung von persönlichen Erfahrungen beim Wandern, Bergsteigen, Radlfahren und Reisen, im Chiemgau, in den Alpen, weltweit.
Mit einer Vorliebe für Höhenmeter, Kuchen, Bier, Bücher und Instagram.
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43 Comments

  1. Thomas

    Servus Stefanie, prima Zusammenfassung von Fragen, die sich häufiger für Mehrtageswanderungen ergeben. Hatte die Tour Mitte der 90er-Jahre als Neuling für Langstreckenwanderungen gemacht und Appetit auf mehr bekommen. Allerdings sind wir damals (aus zeitlichen Gründen) erst in Zams eingestiegen und haben den Teil über Oberstdorf ins Inntal später nachgeholt.
    Start in Bregenz über Hittisau zum Staufner Haus, weiter über Nagelfluhkette in Richtung Sonthofen und dann in Richtung Süden nach Oberstdorf. Eine gute Gelegenheit sich „warm“ zu laufen, bevor’s dann zum alpinen Abschnitt geht.

    Anmerkung zu Winterbekleidung:
    Hatte bei solchen Touren immer einen Satz Wintertaugliche Wäsche dabei und auch immer wieder gebraucht. Wenn man dann bereits die Bergetappen hinter sich gelassen hat, einfach ein Paket mit überflüssiger Kleidung, eventuell Kartenmaterial machen und nach Hause schicken. Spart Gewicht und schafft Raum im Rucksack, um noch was Leckeres aus der Zielregion als kleine Ferienerinnerung einzupacken ;-).

    Anmerkung zu Reservierung:
    Augenscheinlich hat sich der Ansturm auf die Tour vervielfacht und in der Hauptsaison kann’s voll werden. Wir waren damals ohne Reservierung unterwegs. Wie Du empfohlen hast, früher im Jahr oder am Wochenanfang starten, dann bekommt man/frau auch ohne Reservierung ein Lagerplatz. Und je nach Zeitkontingent ist es auch mal schön einfach eine Etappe kürzer oder länger zu gehen, als es die Routenbeschreibung ausweist. Kann mich erinnern dass wir von der Pfandler Alm zur Hirzer Hütte ein faule Halbtagesetappe machten und dafür Nachmittags reichlich Kaffee, Kuchen und ein frühes Bierchen genossen haben.

    Ich denke sich etwas Zeitpuffer einzubauen ist hilfreich. Der Genuß sollte bei der Strecke im Vordergrund stehen.

    • Stefanie

      Danke für deine ausführliche Antwort Thomas.
      An die Pfandler Alm und die Hirzer Hütte kann ich mich auch so gut erinnern, das gehörte mit zu den schönsten Abschnitten der ganzen Tour! Da ist es wirklich gut, genug Zeit für Kaffee und Bierchen zu haben :-)

  2. Sowas schwebt mir auch vor. Knapp zwei Wochen völlig raus aus allem. Keine nervtötenden Handys, Emails, WhatsApp-Nachrichten usw. Nur ist es aktuell nicht absehbar, wann das was wird. Ich hoffe auf den September… Ob`s die Tour wird oder eine andere, werde ich sehen! Schaun mer mal!

    • Stefanie

      Irgendwie ist die Tour, die man macht, gar nicht so entscheidend oder? Hauptsache man ist die 2 Wochen auf Tour und genießt die Zeit… Wir werden bei dir ja dann hoffentlich drüber lesen :)

  3. Irgendwann einmal, sagen kann ich nur, dass die Kaunergratvariante schon toll ist. Die Überschreitung des Madatschjochs allerdings eine der anstrengendsten in den Ostalpen ist. Aber die Mühe lohnt sich schon, die Kaunergrathütte liegt grandios!

      • Hallo Stefanie,
        es stimmt, ich werde über die Kaunergrattour schreiben, das habe ich geschrieben und werde es auch einhalten. Einen genauen Termin werde ich aber derzeit schuldig bleiben, denn im Moment bin ich noch in Urlaub und eigentlich ein klein bisschen bescheuert, dass ich überhaupt so schnell antworte. ;-)
        Zugegebenermaßen habe ich auch schon etwas seit Monaten als Entwurf fertig, aber eben Nur alsunvollständiger Entwurf. Du weißt ja sicherlich selbst, wie viel Zeit man für eine Artikelserie investiert. Es ist ja nicht nur mit dem Schreiben getan, auch Bilder aussuchen, ggf. nachbearbeiten und das Geschriebene korrigieren gehört dazu. Das wird ein ähnlich großer Zeitaufwand werden, wie die Ötztaler Durchquerung.
        Um Geduld möchte ich Dich und alle bitten, die den Bericht erwarten. Eure Geduld möchte ich natürlich auch nicht überstrapazieren, möchte aber meinen normalen Job inklusive Dienstreisen, Klettern, Hushalt, Familie, Freunde und was sonst noch so alles in einem normalen Leben steckt nicht unberücksichtigt lassen. Gut Ding will Weile haben und ich bin mir sicher, dass sie Dir und Euch dann auch gefallen wird und Erinnerungen oder Vorgeschmack wecken wird!
        Viele Grüße vom Schifoahn, Bernd

        • Stefanie

          Oh, ich wollte dir keinen Vorwurf machen! Geduld ist schon da und alternativ ja jede Menge andere Sachen zu lesen im Netz. Ich dachte nur mal wieder dran, weil die E5 Artikel im Blog hier gerade total viel gelesen werden. Viele Grüße!

          • Kein Problem Stefanie, ich bin dir ja auch nicht böse. :-)
            Wollen etwa viele den E5 laufen? Hört sich dann ja so an…
            Vielleicht mache ich den ja auch einmal, wobei ich eher dazu tendieren andere, nicht so im Fokus stehende Wege zu gehen. Die Zukunft wird es zeigen.
            Ebenfalls viele Grüße!

          • Stefanie

            Heute waren es etwa 10 Besucher, die mit Suchbegriffe wie E5 und Alpenüberquerung etc auf die Seite hier kamen. An manchen Tagen sind das noch mehr :)

  4. Hallo Bernd,

    vielen Dank für deine ausführlichen Berichte und Tipps. Ich bin vor gut 3 Wochen auch den E5 von Oberstdorf nach Meran gewandert und wir haben viele Tipps von dir berücksichtigt.

    Allerdings gab es bei unserer Route, sind auch die Original-Route gelaufen, noch weitere Gipfel. Auf der Etappe von Zams nach Wenns sind wir z.B. über den Venet und das Kreuzjoch gewandert.

    Viele Grüße und noch viele schöne Wanderungen!
    Timo

    • Stefanie Dehler

      Hallo Jochen, ich habe bisher nur von den Wanderungen von Nord nach Süd gehört, soweit ich weiß ist die Haupt-Beschilderung auch in der Richtung. Allerdings sollte es umgekehrt auch funktionieren.
      Als Zielort Meran oder Bozen zu haben stelle ich persönlich mir aber schöner vor!

  5. Ina

    Hallo Stefanie,

    tolle Seite!
    Wir wollten die E5- Tour 2008 machen und da wir nur zu den Zeiten konnten, wenn auch die geführten Touren laufen, haben wir uns -zumindest am Anfang- immer Varianten rausgesucht. Das ging so:
    1. Tag: Zuganreise aus Norddeutschland nach Oberstdorf und sofort Wanderung zur Spielmannsau (Übernachtung)
    2. Tag: Kemptener Hütte- Mädelejoch- Jöchelspitze- Bergstation Jöchelspitzlift- Seilbahn nach Bach (schont die Knie, Zeiten beachten!), Abholung aus Bach vom Wirt des Gasthauses Hermine in Madau (Übernachtung)
    3. Tag: Madau- Leiterjöchl- Württemberger Haus (Übernachtung)
    4. Tag: Zams- Seilbahn Venet bis Mittelstation- Skihütte Zams (Übernachtung)
    5. Tag: Seilbahn auf Venet- Wenns- Taxi nach Mittelberg- Braunschweiger Hütte
    Da trafen wir dann die Wandergruppen, die wie wir auch über Vent und den Similaun- Pass zum Vernagtsee gelaufen sind.
    Also sind wir eigentlich nur sehr wenig den richtigen E5 gewandert- schön wars aber trotzdem und zu Anfang auch noch gar nicht voll.

  6. Janna

    Hallo!

    Hat irgendjemand die Tour schon mal im Oktober gemacht? Ich bin eine relativ erfahrene Wandererin (GR20, Haute Route des Pyrénées, Alpenüberquerung vom Genfer See nach Nizza (GR5)), die bisher allerdings immer nur zu den empfohlenen Zeiten gewandert ist (Juli-September). Ich bin im Besitz von Steigeisen und würde diesen Oktober total gern die Tour Oberstdorf-Meran machen.

    Ich finde das ist eine super Idee :) Was meint ihr?

      • Stefanie Dehler

        Hallo Janna, Steigeisen helfen einem nur bei Eis – wenn der Schnee weich ist und du bis zum Knie oder zur Hüfte einsinkst, nützen Steigeisen gar nichts. Dann lieber noch länger warten und das ganze mit Tourenski machen. Man weiß natürlich nie, wann es wo anfängt zu schneien, schwer zu planen so etwas…

  7. Gabriele

    Hallo zusammen, wir würden gerne eine Alpenüberquerung machen. Leider sind wir nicht vollständig schwindelfrei. Ist Schwindelfreiheit auf dem E5 erforderlich? Kann bitte jemand Rat geben. Herzlichen Dank im Voraus. Gabriele

    • Stefanie Dehler

      Hallo Gabriele,
      ich selber bin schwindelfrei, deswegen ist die Frage schwer zu beantworten. Es ist eine alpine Tour, gerade bei schlechtem Wetter (man muss immer mit Schnee oder Regen rechnen) kann es schwierig sein. Ich habe den Weg insgesamt aber als gut begehbar in Erinnerung, ohne allzu ausgesetzte Stellen. An der Seescharte am 3. Tag muss man schon kraxeln (siehe das Foto hier: http://www.gipfel-glueck.de/alpenuberquerung-die-wanderung-auf-dem-e5-teil-2/) aber davon abgesehen ist das schwindelfrei sein kein großes Thema. Seid ihr denn sonst wandererfahren?
      Im Zweifel mit Bergführer gehen, dieser kann euch dann bei den schwierigen Stellen unterstützen.
      Ich hoffe das hilft!

  8. Pingback: Über die Alpen wandern | awesomatik

  9. Ben Bothur

    Hallo Zusammen,
    ein super Artikel, vielen Dank dafür! Meine Freundin und ich (beide 21) haben diesen September vor, die Alpenüberquerung zu wandern, gibt es eine ungefähre Angabe zu dem gesamt-preislichen Rahmen der „normalen“ Tour? Als Student muss man dann doch eher auf das Geld achten..lohnt es sich beispielsweise, Mitglied bei der DAV zu werden? Vielen Dank im Voraus :)

    • Stefanie Dehler

      Hallo Ben,
      es freut, dass dir mein Artikel weiter hilft, die anderen in der Serie hoffentlich auch.
      Das Gesamt-Budget ist schwer zu schätzen – je nachdem, wie oft ihr nach dem Essen noch einen Kaiserschmarrn esst, noch einen Schnapps trinkt oder zwei etc etc. DAV Mitgliedschaft lohnt sich schon, zum einen wegen der Versicherung, aber die Übernachtungen auf den DAV Hütten sind billiger, es gibt ein billiges Bergsteigeressen und als Mitglied könnt ihr günstig Teewasser bestellen, wenn ihr Teebeutel mitbringt (siehe auch hier http://www.gipfel-glueck.de/packliste-fur-eine-huttentour/)
      Tagsüber gibt man dafür gar kein Geld aus, weil man gar keine Möglichkeit dazu hat :-)
      Bei weiteren Fragen gerne noch mal melden!
      Viele Grüße
      Stefanie

  10. Pingback: Zu Fuss über die Alpen | Gipfelstürmer

  11. Sabine

    Servus, als Sportbegeisterte aus Oberbayern, w49, plane ich, Mitte Juli 2015 eine Tour über die beliebte Alpenkette – E5 (Oberstdorf – Meran) zu erwandern nach dem Motto „Der Weg ist das Ziel, nichts hält mich auf!“
    Vielleicht haben Gleichgesinnte Lust, mit zu gehen…
    Freu mich über ernstgenommene Nachrichten oder jeden Tipp unter wanderbiene1(at)web.de!
    Eure Wanderbiene

  12. Franziska

    HalliHallo Zusammmen,
    jedes mal, wenn ich von der Alpenquerung lese, rufen meine Schuhe „Wir wollen auch!“. Nachdem es dieses Jahr 4 Wochen nach Schweden geht, kann ich mir nächstes Jahr gut die Alpen vorstellen. Es gibt nur ein Problem… ist der Weg mit Hund laufbar? Die Sicherung ist kein Problem (gesichertes Geschirr), aber ich kann 30kg schlecht über längere Distanzen tragen. Kleine Sprünge kann ich ihn heben bzw. absetzen.
    Auf Hütten habe ich die Erfahrung gemacht, eine Abstellkammer findet sich meistens ganz gut in der wir schlafen können.
    Vielleicht hat jemand Erfahrung?
    Viele Grüße!

    • Hallo Franziska,
      ich kann Dir zwar nicht sagen, ob der Weg mit Hund machbar ist, allerdings können die Tierchen schon eine ganze Menge. Wenn Du mit der alpinen Variante vom Kaunertal ins Pitztal liebäugelst, also Verpeilhütte von Madatschjoch zur Kaunergrathütte, dann würde das wohl eine große Herausforderung. Im Übergang über das Madatschjoch sind mit Drahtseil versicherte Stellen drin. Auf der Seite der Kaunergrathütte sind Leitern drin, die der Hund so nicht gehen kann. Das ist zwar 5 Jahre her, als wir mit Hund dort waren, ich gehe aber mal davon aus, dass sich dort nichts grundlegendes geändert hat.
      Von der Kaunergrathütte zur Riffelseehütte ist auch eine Stelle drin, die mit Hund nicht einfach machbar ist. Ich würde sie nicht unbedingt machen, da geht es einige Meter sehr steil an einer hoch. Ich hatte sie damals ausgekundschaftet und war zu dem Schluss gekommen, sie nicht mit einem Hund machen zu wollen.
      Ich spreche hier von der alpinen Variante des Stücks E5.
      Lass Dich hiervon aber nicht von der Planung abhalten, der „normale“ E5 mag schon gehen. Da bin ich aber überfragt.
      Gruß, Bernd

  13. Schaefer

    Hallo zusammen,
    mit dann Anfang 60 möchte ich im Sommer 2017 allein über die Alpen. 14 Tage ohne Ziel E5 am liebsten nur bei schönem Wetter wandern. Übernachten, wenn ich genug hab, wo es mir gefällt.
    Bis dahin allen eine schöne Zeit und sollte es nicht klappen habe ich jetzt schon eine ordentliche Portion Vorfreude.
    Gruß Schaefer

    • Stefanie Dehler

      „Am liebsten nur bei schönem Wetter“ – das wäre das beste, was einem auf einer so langen schönen Tour passieren kann :-) Viel Freude weiterhin beim Planen und mit der Vorfreude!

  14. Daniela

    Als Familie mit 3 Kindern (12,14,16) wollen wir im Sommer von Oberstdorf nach Meran laufen. Wir möchten gerne ohne Bergführer gehen (sind schon häufig gewandert). Hat jemand einen guten Vorschlag, wie man die Strecke auf ca. 8-9 sinnvolle Etappen aufteilen kann, so dass die einzelnen Tagesmärsche nicht über 7 Stunden gehen? Übernachten würden wir vorzugsweise in kleinen Hütten/Pensionen bzw. in Mehrbettzimmern. Freu mich auf Antwort!

    • Stefanie Dehler

      Hallo Daniela,
      die Aufteilung dürfte im Grunde nicht schwer sein – außer zwischen der Memminger Hütte und Zams. Allerdings geht es nach der (anspruchsvollen) Seescharte ja sehr viel bergab. Vielleicht kann man da alle motivieren, durchzuhalten, und in Zams einen Ruhetag einzulegen? Oder zumindest einen kurzen, nur bis zur Galflunalm zum Beispiel. Ansonsten kommen immer wieder Almen und Dörfer, wo man übernachten kann, im Sommer ist es nur besser, vorher zu reservieren, gerade bei 5 Personen.

  15. Sonja Brielmayer

    Hallo,

    wir planen für nächstes Jahr Anfang/Mitte Juni den E5 gemeinsam mit unserem Hund zu gehen. Ist es von den Anforderungen her überhaupt möglich, den Weg mit Hund zu gehen? Sind auf den Hütten überhaupt Hunde erlaubt? Oder gibt es überall auch Ausweichmöglichkeiten bzw. die Möglichkeit ein Zelt aufzustellen?

    Vielen Dank im Voraus.

    Liebe Grüße Sonja & Steffi

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