Gipfelbuch: Wank

Kuh auf der WieseAuf dem Wank war ich vor ein paar Jahren schon einmal, als ich gerade nach München gezogen war. Es ist der Hausberg von Garmisch-Partenkirchen, es fährt eine Gondelbahn hinauf, am Gipfel auf 1.780 Meter ist eine Hütte mit wunderbarem Blick aufs Wettersteingebirge, aufs Karwendel und vieles mehr.

Im Winter ist Ruhe, weil die Bahn nur selten fährt. Am 1. Mai bei schönem Wetter ist Halligalli! So viel Trubel möchte ich nicht bei jeder Bergtour haben, aber wir waren schließlich beim #twandern und hatten äußerst viel Spaß!

Der Sommer ließ sich nämlich auch blicken!

Endlichendlichendlichendlichendlich grün und blau statt weiß und grau.

Alpen im Fruehling

Es gibt verschiedene Wege auf den Wank, der gipfelglücklichste davon ist der, der in weiter Entfernung zur Gondelbahn zum Gipfel führt. Beim ersten Anblick der Massen an der Bergstation und am Wankhaus erlebt man zwar einen kleinen Schock, ein paar vorfreudige Gedanken an den Rückweg lindern diesen dann aber wieder schnell.

wandern zum Wank
Suchbild, @torkelbiene hat @gipfelglueck fotografiert :)

Startpunkt für uns ist der (kostenlose!) Wanderparkplatz in Höfle (hinter GAP auf der B2 nach Mittenwald links abbiegen, ist ausgeschildert). Die Wanderung beginnt auf einer Forststraße, wird aber bald zum schmalen Weg, der in Serpentinen bergauf führt.  Zum Teil durch Wald, zum Teil freie Hänge, Wiesen, endlich grüne Wiesen ohne Schnee! Mal wird ein Bergbach überquert, nicht mal wild – das Schmelzwasser ist schon weg!

Blumen am Weg

1. Highlight: eine Pause auf einem Baumstamm. Auf einer Wiese, die man sich lediglich mit Ameisen teilt. Und für 3 Sekunden mit ein paar Rehen, aber die sind schneller wieder verschwunden als man „Bambi“ sagen kann. Mit Sonne und ziemlich blauem Himmel. Ich vergesse dummerweise mich mit Sonnencreme einzuschmieren, so etwas wird bestraft. Es sind schon einige Wanderer unterwegs, am 1. Mai will halt jeder raus. Aber für den Wank ist es doch wunderbar ruhig an dieser Seite.

Wandern am Wank

Baumlos, graugrün unten, blau oben, erreichen wir den Rosswank und holen uns hier einen kleinen Cache. Ein paar kleine Schneefelder sind zu queren, ungefährlich, weil es recht flach hier ist und keine Abrutschgefahr besteht. Dann kommt der oben erwähnte Schockmoment, als die Bergstation und die Hütte ins Blickfeld kommen und laute Musik herüberweht. Der Schnee fällt oben in die Wanderschuhe rein, als ich einen anderen Cache hole. Und noch einen an der Gondelbahn. Die anderen haben besseres zu tun als Geocachen:

#twandern

Am Gipfel auch noch ein Döschen loggen und dann endlich auf die Terrasse des Wankhauses. Es gibt Buchweizenkuchen, eine 3er Band spielt in aller Ruhe bayrische Weisen, auch wenn ich mich nach einer Weile frage, ob die vielleicht nur 1 Lied können und immer lange genug Pause machen, dass man sich nicht ganz sicher sein kann? Um das Klischee zu vollenden wird unterm Maibaum auch noch geschuhplattlert. Von Osten kommen ein paar Wolken, die kritisch beäugt werden, ins Gewitter will keiner kommen bei der ersten Sommerwanderung. Hetzt lässt sich heute aber niemand.

Tanz unterm Maibaum

Als die Weißbiergläser leer sind und die Tänzer wieder am Tisch sitzen, gehen wir auf dem Aufstiegsweg zurück, es geht flott, weder Regen noch Gewitter weit und breit. Krönung des ganzen, als ob es nötig gewesen wäre: in der Nähe des Parkplatzes gibt es noch den Gschwandtnerbauern, hier stehen die Kühe schon auf der saftiggrünen Wiese, Wetterstein und Karwendel sind zum Greifen nahe, und einfach weil man endlich draußen sitzen kann, gibts noch eine Runde Biere und Säfte, Geseufze und Gehache. Ein paar Regentropfen fallen, werden fast ignoriert und verschwinden dann ganz schnell wieder.

Kuchen und Gipfelbier
Kuchen und Gipfelbier am Wankhaus

 

Und die ö-Pünktchen auf der Krönung zum Schluss – kein Stau auf dem Weg zur Autobahn, das ist auch selten und deswegen eine Erwähnung wert. Der Sommer kann so weitergehen, auch in Begleitung von @dshamilja @torkelbiene @thalkirchen @stefankoelle gehe ich gern wieder #twandern. Dann aber mit Sonnencreme.

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Stefanie Dehler
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Stefanie Dehler

Herausgeberin des Gipfelglück Blogs - einer Sammlung von persönlichen Erfahrungen beim Wandern, Bergsteigen, Radlfahren und Reisen, im Chiemgau, in den Alpen, weltweit.
Mit einer Vorliebe für Höhenmeter, Kuchen, Bier, Bücher und Instagram.
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