Wandern im Frühling ist anders. Nach einem grauen, kalten, ungemütlichen und oft faulen Winter will man endlich raus in die Natur, Farbe sehen, Sonne spüren. Doch zum einen liegt in den (hohen) Bergen noch jede Menge Schnee, zum anderen muss auch der Körper erst einmal wieder in Schwung kommen, sich an die Bewegung gewöhnen und wieder Kondition aufbauen.
Über die Oster-Feiertage 2026 war ich Oberösterreich und stelle dir hier drei Wanderungen vor, die für den Frühling ideal sind. Es liegt kein Schnee, im Wald genießt man das große Frühlings-Erwachen und vermutlich hätte ich im Sommer oder Herbst wenig Interesse, weil dann doch die Berge lauter rufen.
Das „Basislager“ für die Wanderungen im Mühlviertel und Hausruckviertel war übrigens Linz. Das war wieder einmal toll und den Reisebericht Linz werde ich dann auch bald ergänzen und aktualisieren können.
Werbehinweis: Der Artikel enthält Affiliate Links*. Findest du Inspiration, findest du Gefallen an diesem Artikel und diesem Blog? Lade mich auf einen Kaffee ein! Und abonniere gerne auch den kostenlosen Newsletter und folge Gipfelglück auf Komoot.

Inhaltsverzeichnis
Wandern im Frühling – Tipps und Besonderheiten
Während es im Winter wahlweise dauergrau ist oder blau (Himmel) und weiß (Schnee), kommt mit dem Frühling endlich wieder Farbe ins Leben. In der Natur, mit Blumen und blühenden Bäumen, genauso wie menschgemacht, mit Osterbrunnen, Osterdeko und bunten Eiern am Frühstücksbuffet im Hotel.
Zuerst kommt die Farbe in den Tälern an, in den Dörfern und Städten weit weg von hohen Gipfeln. Und schnell vergisst man, dass 1000 m höher noch eine andere Jahreszeit herrscht.
- Schnee kann das Wandern gefährlich oder zumindest mühselig und unangenehm machen: Versinken bis zum Knie im weichen Schnee, steile glatte Altschnee-Felder, nicht erkennbare Wege und Markierungen, noch nicht hergerichtete Brücken uvm musst du berücksichtigen.
- Wolken und schlechteres Wetter als im Tal: Schnee schmilzt und verdunstet, es bilden sich Wolken, die an den Bergen festhängen, während abseits der Berge die Sonne scheint.
- Hütten haben geschlossen, Brunnen sind abgeschaltet.
- Persönliche Meinung: irgendwann habe ich schlicht keine Lust mehr auf Schnee…
Dann kommen die Mittelgebirge ins Spiel! Schnee ist hier schon längst verschwunden, die Natur ist schon weiter. Höhenmeter spielen keine große Rolle, im flacheren Gebiet kann man dagegen Strecke machen und viel mehr Kilometer gehen als bei Bergtouren. Es gibt so viele schöne Wandergegenden, die einfach, wenn man Berg-Fan und ehrlich ist, im Hochsommer und Herbst weniger reizvoll als die hohen Berge sind.
Deswegen heute: 3 Wanderungen für den Frühling in Oberösterreich, zwei im Mühlviertel, eine im Hausruckviertel.

Mühlviertel: Ameisberg mit Aussichtsturm
Die Wanderung auf den Ameisberg im Mühlviertel hatte vor allem wegen des Namens vor einiger Zeit mein Interesse geweckt. Während der Wanderung habe ich dann leider keine einzige Ameise gesehen… Dennoch waren die rund 20 km und 750 hm sehr abwechslungsreich, eine typische Wanderung im Mittelgebirge.
Interessant ist auch, dass der Ameisberg zu den „Südlichen Böhmerwaldausläufern“ gehört, von dem Gebirgszug hatte ich vorher noch nie gehört, dabei hat er doch sogar einen eigenen Wikipedia Eintrag. Bekannt ist der Berg vor allem wegen seinem Aussichtsturm, der Ameisbergwarte von 1903. Sie ist in Privatbesitz und nur sporadisch geöffnet – wir hatten Glück und eine tolle Aussicht bis zu den schneebedeckten Alpengipfeln im Süden.
Start und Ziel unserer Runde war der Ort Sarleinsbach, es gab unterwegs viel Wald und Wiesen, keine Einkehrmöglichkeiten, Trinkwasser an der Quelle der kleinen Chagerkapelle von 1888 (das Wasser soll sogar gegen Augenleiden helfen).
Unsere Route kannst du dir bei Komoot anschauen und downloaden, abonniere dort gerne meinen Kanal!

Mühlviertel: Miesenwald Runde mit Wasserscheide
Für den letzen Tag des Wochenendes in Oberösterreich hatte ich eine Wanderung nördlich von Linz herausgesucht, mit Startpunkt in Bad Leonfelden. Der Ort wurde schon Anfang des 13. Jh. erstmals urkundlich erwähnt und auch hier gibt es viel Wald und Wiesen mit gut beschilderten Wanderwegen.
Die Highlights auf der Wanderung in Bad Leonfelden: eine Art Denkmal für die Wasserscheide (auf der einen Seite fließt das Wasser Richtung Moldau – Elbe – Nordsee, auf der anderen Seite Richtung Donau – Schwarzes Meer, ich finde das ja immer sehr faszinierend!), eine Mini-Brücke, über die man nach Tschechien gelangt (südlichster Punkt Tschechiens) und die sogenannte Schwedenschanze, an der eine Art Holzzaun an den 30-jährigen Krieg erinnert. Die ganze Wanderung hat etwa 13 km und 260 hm.
Die Route kannst du dir bei Komoot anschauen und downloaden, abonniere dort gerne meinen Kanal!

Hausruckwald: Wanderung zum Göblberg
Hm, eine tolle Wanderung stellt man sich etwas anders vor aber manchmal erwischt es einen halt: Regen, Wind, Nebel. Aber man sollte auch mal üben, bei solchen Bedingungen unterwegs zu sein, mentale Stärke zu zeigen und durchzuhalten, auch wenn es wirklich wenig Freude macht.
Der Göblberg ist mit 801 m die höchste Erhebung des Hausruckwaldes und liegt zwar nicht im Mühlviertel, aber auf dem Weg dorthin. Auch auf dem Göblberg steht ein Aussichtsturm mit 210 Stufen – die Sicht lag leider bei 0, man hat wirklich kaum die Nachbar-Bäume gesehen. Aber manchmal ist es halt so.
Das Highlight dieser kurzen Wanderung (9 km, 290 hm): durchgehalten zu haben. Und die Einkehr im Café Konditorei Mühlbacher in Ampflwang im Hausruckwald!
Auch diese Tour kannst du dir zum Nachwandern bei Komoot anschauen und downloaden, abonniere dort gerne meinen Kanal!

„Basislager“ Landeshauptstadt Linz an der Donau
Linz ist die Landeshauptstadt von Oberösterreich und im Gipfelglück Blog findest du bereits einen ausführlichen Reisebericht mit Tipps für Museen und Gastronomie bei einem Besuch in Linz im Winter. Bei der Radtour auf dem Donau Radweg gab es natürlich auch einen kurzen Foto-Stopp am Linzer Hauptplatz. Schnell war bei der Planung des Oster-Wochenendes klar: auch für das Mühlviertel liegt Linz praktisch und wird unser „Basislager“.
In einer halben Stunde erreichst du mit dem Auto verschiedene Wandergebiete und am Abend kannst du die Annehmlichkeiten der Stadt genießen, von Unterkünften über Donau-Spaziergang bis Gastronomie. Natürlich gibt es in den Dörfern rundherum auch Gasthöfe, hier musst du aber Öffnungszeiten im Frühling/ Nebensaison prüfen, sowohl zum Schlafen als auch fürs Abendessen oder für die Supermärkte zum Proviant Einkauf. Linz ist da immer eine gute Idee!

Die Gastronomie-Szene in Linz hat mich beim letzten Besuch schon begeistert und auch dieses Mal habe ich wieder einige schöne Cafés und Restaurants entdecken können. Typisch Oberösterreich muss nicht immer sein, in Linz kann man vorzüglich thailändisch und vietnamesisch essen. Einige Tipps findest du in meinem „Linz im Winter“-Reisebericht, den ich baldmöglichst noch ergänzen werde.

Zeitraum der Wanderungen: April 2026
Angaben zu den Touren sind selbst getrackt über Strava. Tourenideen und Höhenangaben stammen aus dem „Großen Wanderatlas Oberösterreich“ von Kompass. Den Wanderguide kannst du hier bei Amazon bestellen* oder hol ihn dir in deiner Lieblingsbuchhandlung.

Weiterlesen
Mehr Touren-Berichte für den Frühling
Mehr Wanderungen und Touren in Oberösterreich
Städtetrip: Linz im Winter
Touren Infos zum Download: Oberösterreich auf Komoot
*Amazon Affiliate Link: Als Amazon-Partner verdiene ich an qualifizierten Verkäufen. Wenn du clickst und etwas bestellst, erhalte ich eine kleine Provision, ohne dass du mehr bezahlst. Du unterstützt damit das Gipfelglück Blog. Danke!

Stefanie Dehler ist seit 2011 Herausgeberin des Gipfelglück Blogs – eine Sammlung von persönlichen Reiseberichten und selbst erlebten Erfahrungen beim Wandern, Bergsteigen, Radfahren und Reisen, im Chiemgau, in den Alpen, weltweit.
Stefanie Dehler hat über 50 Länder bereist und rund 300 Berge bestiegen. Jährlich kommen ca 50.000 Höhenmeter zusammen.
Mit einer Vorliebe für Berg-Gipfel, Vulkane, Gletscher, Höhenmeter, Kuchen, Kaffee, Bücher, Yoga, Großstädte und das Unterwegs-Sein.
