Berghaus Bioflex Women 45 Trekkingrucksack

Der Berghaus Bioflex 45 Trekkingrucksack ist für Tagestouren eigentlich viel zu groß – aber es fühlt sich gar nicht so an, wenn man mit ihm unterwegs ist, und so ist er mir in den letzten Wochen zu einem guten Begleiter geworden. Auf einer Mehrtagestour habe ich ihn leider noch nicht testen können, aber bei den Tagestouren ist dann öfter mal eine Fleecejacke mehr als notwendig mit auf Tour gegangen.

Berghaus Trekking Rucksack
am Guffert

 

Vor einiger Zeit las ich bei der Outdoorseite einen Rucksack-Testbericht zum Berghaus Bioflex 45. Unter anderem den Satz

„Bevor ich den Rucksack erstmalig unter Realbedingungen teste, muss ich dann doch noch den Hub aufschrauben und mir sein Innenleben anschauen.“

Dann hatte ich vor einiger Zeit selber einen Berghaus Bioflex 45 Trekkingrucksack in der Hand, die Damen Version. Und ganz Dame habe ich ehrlich gesagt keinen Moment daran gedacht das Ding auseinander zu bauen!

Meine ersten Überlegungen waren vielmehr, welche Wanderkleidung wohl dazu passt – denn ich habe einen Rucksack im knalligsten pink, das man sich nur vorstellen kann! Und rote Jacken, orangene Fleecepullis, rotorange gestreifte Mützen, die passen einfach nicht zu dem Rucksack. Mir gefällt die Farbe trotzdem- und wie ich immer sage, wenn die Bergwacht mich mal mit dem Hubschrauber retten muss, das Pink sehen sie von überall.

Berghaus Trekkingrucksack
Foto: @Laxas

Aber wie beim Outdoorseiten-Schreiber auch gehts letztendlich ja um den Test unter realen Bedingungen beim Wandern, und der ist überaus positiv ausgefallen. Das Hauptfach lässt sich mit einer Zwischenschicht unterteilen, um zum Beispiel Brotzeit und Ersatz-T-Shirt voneinander zu trennen. Im Deckel gibt es innen wie außen je ein kleines Fach, im äußeren ist der Schlüsselhaken befestigt, um nach der Tour ohne langes Suchen das Auto aufschließen zu können. Und am Rücken anliegend gibt es noch ein Innenfach, ein Buch passt da wunderbar rein.

Rechts und links gibts je ein Netzfach für Trinkflaschen, was mir persönlich sehr wichtig ist; mit ein bisschen Übung kommt man mit der Hand auch gut ans Fach, um während dem Gehen einen Schluck zu trinken. Gleich daneben sind Schlaufen für Wanderstöcke oder Eispickel. Oben hält sie ein Riemen fest, so dass sie gut sitzen. Herausnehmen ist aber nichts für eine Hand, dazu muss man den Rucksack schon absetzen.

Berghaus Rucksack Flaschenfach

Sehr praktisch ist auch die kleine Tasche für eine Kamera, die sich am Hüftgurt befindet. Bei Regen muss man allerdings darauf achten, sie woanders unterzubringen, sonst wird die Kamera nass.

Die Regenhülle befindet sich in einem Fach unten am Boden und ist schnell übergezogen. Sie lässt sich mit Gummiband regulieren und damit mit wenig oder viel Rucksackinhalt verwenden. Die Rucksackhülle ist übrigens dunkelgrau, was ich nicht so ganz verstehe – gerade im Regengrau schadet etwas Farbe nichts, fürs Auge, für die Bergwacht oder auch zum gesehen werden auf Straßen oder am Parkplatz. Zum Glück war auf der Rhöntour der Outdoorblogger richtig Regen, so dass sich die Regenhülle bewähren konnte.

Berghaus Rucksack mit Regenhülle

Der Rucksack sitzt gut auf der Hüfte auf, lehnt sich oben an die Schulter an, dazwischen ist aber viel Luft, so dass der Rücken nicht so schwitzig ist, gut durchlüftet auf jeden Fall. Sehr viel verstellen/ einstellen lässt sich an den Gurten und Riemen nicht, bei mir passt alles gut, aber das muss wohl jede Nutzerin dann selber testen.

Fazit: ein toller Rucksack! An die Farbe muss man sich etwas gewöhnen, man muss grell mögen- andererseits sieht mans selber beim Wandern nicht ;-) Ich find sie gut. Der Rucksack sitzt zudem sehr bequem, eignet sich für 2-3 Tagestouren aber auch für Tagestouren z.B. im Winter, wenn man Gamaschen, Grödel und viel Verpflegung dabei hat. Und all das habe ich herausgefunden, ohne den Rucksack auseinander zu bauen!

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Stefanie Dehler
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Stefanie Dehler

Herausgeberin des Gipfelglück Blogs - einer Sammlung von persönlichen Erfahrungen beim Wandern, Bergsteigen, Radlfahren und Reisen, im Chiemgau, in den Alpen, weltweit.
Mit einer Vorliebe für Höhenmeter, Kuchen, Bier, Bücher und Instagram.
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8 Comments

  1. Ich überlege gerade, wieviele unterschiedliche Rucksäcke ich eigentlich habe… Und dass das nie genug ist. Sowas fehlt mir irgendwie auch noch. Allerdings: Nicht in der Farbe! Selbst wenn mich der Bergwacht-Heli dann übersieht!

  2. Christine

    Hallo Steffi,

    herzlichen Dank fürs Ausleihen des Rucksacks, er ist wirklich praktisch und es hat alles für vier Tage inklusive Selbstversorgung reingepasst.
    Ich stimme vollkommen überein, dass die Taschen/Fächer/Schlaufen alle wohl überlegt und praktisch sind.
    Nur im Tragekomfort passt mein Rücken nicht zum Rucksack: der Hub am Rücken drückte trotz verschiedener Einstellungen auf mein Steißbein (das bestätigten zwei weitere, die gleich testen mussten). Wenn der Rucksack am Steiß nicht drückte, saß er auf den Schultern und schlackerte sogar obenrum zu viel. Ich hatte mal eine sehr leichte, mal eine schwere und mal eine ganz schwere Last zu tragen – alle Varianten passten für mich nicht zum Rucksack.
    Ich kann nach dem Ausleihen auf alle Fälle festhalten: ich weiß nun, dass ich auch einen 45l Rucksack benötige und dass ich eine krasse Farbe gar nicht mehr so abwägig finde ;)
    Danke noch mal,
    Christine

    • Stefanie

      Danke für dein Feedback zum Rucksack. Es ist halt wichtig einen Rucksack anzuprobieren bevor man ihn kauft und auf lange Touren mitnimmt. Ich nehme den Berghaus Rucksack sehr gern und hatte keine Probleme damit bisher…

      • Christine

        Leider kommt man selten in den Genuss, einen Rucksack wirklich zu testen, bevor man ihn kauft. Daher war’s echt toll, dass Du ihn mir geliehen hast! Und jeder Rücken ist nun mal anders.

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