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10+1 Dinge, die glücklich(er) machen – Folge 24

von Stefanie Dehler
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Dann kam der Mai und Teil 24 der Dinge, die glücklich(er) machen, schrieb sich fast von selbst.

Vielleicht, weil da plötzlich etwas durch meine Adern und Zellen namens Impfstoff fließt…

Für mich war meine Impfung eine riesige Erleichterung. Ich bin begeistert von den Wissenschaftler:innen, dass sie so etwas wie Impfstoffe “erfinden” und froh, dass wir in unserem Land so gut mit Impfstoff versorgt werden, im Gegensatz zu so vielen anderen Ländern auf der Welt. Wer gerne reist und weiß, wie viel man für andere Impfungen wie Hepatitis oder Tollwut bezahlen muss, freut sich erst recht über die kostenlose Dosis.

Der Alltag wird nun leichter, das Reisen wird leichter, diese Aussichten machen mich sehr sehr froh. 

Aber jetzt zu weiteren 10 Erfahrungen und Erlebnissen, die mich in den letzten Wochen glücklich gemacht haben und dich hoffentlich inspirieren und auf gute Ideen bringen.

Werbehinweis: Der Artikel enthält Affiliate Links* und entstand mit Testprodukten und Rezensionsexemplaren. Findest du Inspiration, findest du Gefallen an diesem Artikel und diesem Blog? Lade mich auf einen Kaffee ein!

10 Glücklichmacher im Mai
10 Glücklichmacher im Mai

1.Kleine Chiemgau-Wanderung zur Bründling-Alm

Alles andere als ein Geheimtipp aber einfach immer wieder schön: die Bründling-Alm am Hochfelln im Chiemgau. Vom Parkplatz Steinbergalm bei Ruhpolding ist man weniger als eine Stunde gemütlich unterwegs, bekommt ein kleines Gipfelkreuz, Chiemseeblick, Kaffee und Kuchen im Gras und endlich das wohlige Almgefühl, dass der Winter vorbei ist.

Weiterlesen: Mehr Hausberge im Chiemgau

Kreuz an der Bründlingalm mit Chiemsee
Kleine Wanderung zum Kreuz an der Bründlingalm mit dem Chiemsee

2.Gipfelglück in der “Apotheken Umschau”

Eine der Zeitschriften mit der höchsten Auflage in Deutschland, die Apotheken Umschau, hat in der Ausgabe vom 1. Mai übers Wandern geschrieben und mich dazu interviewt. Vielleicht hast du es auch gesehen und gedacht, hey, die kenne ich doch!

Ich war ganz begeistert, wie viele Leute mich auf den Artikel angesprochen und sich darüber gefreut haben. Im nächsten Newsletter (immer am 1. Sonntag des Monats) kannst du übrigens mehr zu “hinter den Kulissen” des Fotoshootings erfahren und Fotos sehen, die es nicht in die gedruckte Zeitschrift geschafft haben. Hier jetzt noch anmelden.

3.Buchtipp #1: Before the coffee gets cold

Ein kleines feines Buch, das komplett in einem Café in Japan spielt. Allein diese Tatsache hat große Reise-Sehnsucht bei mir geweckt… An einem bestimmten Tisch in diesem Café kann man durch die Zeit reisen, in die Vergangenheit oder in die Zukunft, mit sehr vielen kleinen Regeln, vor allem einer: man muss zurück sein, bevor der Kaffee in der Tasse kalt wird.

Das ganze Buch besteht aus Gesprächen zwischen den Stammgästen und dem Personal im Café, deren Alltag, Vergangenheit und Gründe, in der Zeit reisen zu wollen. Es ist ruhig und langsam, die träge Atmosphäre im Café unter dem großen, schwerfälligen Deckenventilator in der Hitze Japans scheint sich beim Lesen auf einen selber zu übertragen.

Der deutsche Titel ist “Das magische Café”, ich habe es allerdings auf englisch gelesen und der englische Titel gefällt mir auch besser.

Buch bestellen: “Before the coffee gets cold” von Toshikazu Kawaguchi. Hier bei Amazon bestellen* oder in deiner Lieblings-Buchhandlung holen!

Buchtipp Before the coffee gets cold
Buchtipp: Before the coffee gets cold/ Das magische Café

4.Endlich wieder Bike to Work

Es ist ein “Gamechanger”, ein völlig neuer Alltag, wenn ich wieder das Fahrrad auf dem Weg zur Arbeit benutzen kann. Nur Teilstrecken der 25 km Strecke, aber besser als nichts. Dieses Jahr lag gefühlt besonders lange Schnee auf den Radlwegen, im Winter fahren dort täglich Pistenraupen und präparieren die Loipen, wobei sie den Schnee fest zusammenpressen – vor allem an den Schattenstellen dauert es lang, bis da was schmilzt…

Dann zerbrach auch noch mein alter Fahrradhelm, zu einem Zeitpunkt, als man nicht einfach ins Geschäft gehen und einen neuen kaufen konnte “wie früher”. Aber es funktioniert, gerade bei einem Helm ist anprobieren wichtig und die Radlhändler schauen auch, dass das hygienisch einwandfrei funktioniert.

Der Tag startet einfach besser mit einer Radltour am Morgen, und er endet besser, wenn man sich gleich nach der Arbeit aufs Radl setzen darf. Wenn man nicht das ganze Jahr zur Arbeit radeln kann, ist das “1. Mal” ein großer Tag.

Weiterlesen: Mehr Gipfelglück Fahrradtouren

5.Buchtipp #2: Berge fotografieren [Rezensionsexemplar]

Das letzte Bonuskapitel vieler anderer Fotobücher wird in “Berge fotografieren “ zum großen Thema – wie plant man eigentlich so eine Foto-Tour in die Berge, ob Alpen oder Anden? An was muss ich vorher denken, wenn das Fotografieren der Haupt-Grund für meine Berg-Reise wird? Der Autor Markus Thek hat länger in Südamerika gelebt und behandelt in seinem Buch lauter gute Punkte, die in anderen Büchern nur am Rande gestreift werden.

Dazu gehören zum Beispiel:

  • Wo recheriere ich vor der Tour die besten Fotospots? Wann scheint da die Sonne aus welchem Winkel?
  • Wie kann ich meine Akkus vor Kälte schützen?
  • Wie läuft die beste Datensicherung unterwegs?
  • Wetter – wie fotografiere ich eigentlich ein Gewitter? Und wie wichtig ist der Wetterbericht bei der Planung der Fotoreise?
  • Alpen, Skandinavien, Patagonien – wo entstehen die “berühmten Fotos”, und wie?
  • Filter, Weißabgleich etc. werden in einem kurzen Kapitel erwähnt, auch Bildkomposition und Perspektiven – aber dafür hat man ja all die anderen Bücher
  • Licht, Nebel und Sternenhimmel, Sonnenaufgang und Sonnenuntergang, Polarlicht… und viele andere besondere Fotomotive

Viele gute Ideen also und eine Antwort, warum es noch ein Buch über gutes Fotografieren braucht – und eben bezogen auf die Berge dieser Welt.

Buch bestellen: “Berge fotografieren” von Markus Thek ist 2021 im dpunkt.verlag erschienen. Du kannst es hier bei Amazon bestellen* oder dir in deiner Lieblings-Buchhandlung holen.

Buchtipp Berge fotografieren
Buchtipp: Berge fotografieren von Markus Thek

6.Ausrüstung: Osprey Rucksack Tempest 24 [Testprodukt vom Hersteller]

Wenn ich schon seit Monaten an den immer gleichen Bergen unterwegs bin, dann wenigstens mal mit neuem Rucksack: Osprey hat mir einen kleinen Tempest24 zugeschickt, geeignet für kurze Touren, wo nicht allzu viel mitzunehmen ist – wie oben beschrieben zur Bründling-Alm.

Ein bisschen was habe ich zumindest immer dabei – Wechsel-Tshirt, Wasserflasche, Geld, Kamera, Auto- oder Fahrradschlüssel. Auch wenn der Tempest relativ klein ist, gibt es trotzdem ein kleines Innenfach für den Schlüsselbund, ein kleines Vorfach für Sonnenbrille und FFP2 Maske, seitlich zwei Taschen für kleine Trinkflaschen und vorne noch ein Außenfach für das durchgeschwitzte Shirt.

Im Hüftgurt sind ebenfalls noch 2 kleine Taschen integriert. Die Rückenpartie ist schön luftig, der Rucksack klebt nicht unangenehm am Rücken fest, wenn es mal ein wenig bergauf geht.

Beim Bestellen achte unbedingt auf die Größe, mir war die Größe XS/S zu klein, völlig unbequem, die Größe M/L dagegen passt perfekt. Die Farbe liebe ich sehr, so ein schönes knalliges orange! 

Es gibt beim Tempest 24 Rucksack keine “eingebaute” Regenhülle, aber es lässt sich von Osprey eine passende dazukaufen, in einem schönen knalligen Gelb. So ist man gut sichtbar an trüben Tagen und an sonnigen ist die Hülle klein genug um im Rucksack mitgetragen zu werden.

Allzu sehr strapaziert habe ich den Rucksack in den letzten Wochen nicht, er war mehr auf längeren Spaziergängen dabei, wo es locker zu geht. Er macht aber einen sehr robusten Eindruck, so dass er hoffentlich noch oft mit mir auf meinen Hausbergen unterwegs sein wird.

Ein kleiner Tagesrucksack von Osprey
Ein kleiner Tagesrucksack von Osprey

7.Frankreich!

Ein Berg an Überstunden prägte den Mai mehr als andere Berge, ein Berg an beruflichem Stress obendrauf. Als letzteres etwas nachließ, die Impfung Beruhigung versprach und Reisebeschränkungen gelockert wurden, da konnte ich der Versuchung nicht widerstehen – endlich wieder Reisen, endlich wieder unterwegs sein!

Es ging ins Elsass, nach Straßburg – nur knapp hinter der Staatsgrenze und doch eine andere Welt. Eine Welt mit einer anderen Sprache, mit Flammkuchen und Spätzle, einer mittelalterlichen Kathedrale und dem europäischen Parlament, mit Ausgangssperre um 21 Uhr und einem überaus tollen Hotel-Frühstücksbuffett. Ich hatte es so vermisst, das Reisen. Vier Tage Frankreich waren wie Medizin, wie Balsam auf meine geplagte Reise-Seele. Mit jedem Atemzug durch die überall zu tragende Maske habe ich es aufgesogen, das Reiseglück!

Mehr zu Straßburg und der Elsässer Weinstraße gibt es evtl. später in einem eigenen Artikel.

8.Rezept: Rhabarber Crumble

Frühlingsglück! Sauren Rhabarber und süße Streusel darüber am besten warm gegessen, mit einer Kugel Stracciatella Eis dazu… Ich habe ihn diesen Monat mit Kokosblütenzucker gemacht, was einen herrlichen Karamellgeschmack erzeugt. Nur ein Foto gibt’s leider nicht, da brauchst du deine Fantasie (oder Google…).

Zutaten und Zubereitung für Rhabarber Crumble:

  • Ca 500 g geputzten Rhabarber in grobe Stücke schneiden, mit 30 g Zucker mischen und in eine Auflaufform geben.
  • Darüber Streusel streuen, aus 125 g Butter, 100 g Kokosblütenzucker, 200 g Mehl, 1 Päckchen Vanillezucker und 1 Preise Salz.
  • Ca 40 Minuten bei 180° im Ofen backen. Kurz abkühlen lassen, damit man sich nicht die Zunge verbrennt, und dann lauwarm mit einer Kugel Straciatella-Eis (oder mehr) verspeisen.

9.Österreich am Inn

Im Grenzgebiet zu Österreich zu leben war nicht so einfach in den letzten Monaten. Zutritt nur mit triftigem Grund – dadurch war der Bewegungsradius noch mehr eingeschränkt als eh schon. Aber auch das ist wieder einfacher! An Pfingsten (das Wetter war auch nur ein Glücklichmacher, wenn man an die Natur, die Trockenheit etc. denkt, für meine Psyche eher nicht…), an Pfingsten also ging es auf einen Ausflug, auf der Suche nach Sonnenschein.

Und der fand sich am Inn, wenn auch nicht mit dem Radl, wie an vorangegangenen Wochenenden (am Innradweg). Südlich von Passau liegt Neuburg am Inn, mit einer kleinen Burg hoch über dem Inn, der hier die Grenze zu Österreich bildet. Im Mittelalter waren Schiffe auf dem Inn unterwegs und nicht alles war so friedlich, deswegen haben die Oberösterreicher gegenüber der Neuburger Burg ihre eigene Burg gebaut.

Sie haben glücklicherweise auch Wirtshäuser gebaut. Und so spazierten wir grinsend am Pfingstmontag über die Inn-Brücke, ließen uns in einem schattigen Garten nieder, bestellten ein Glaserl Wein und einen steirischen Salat, und das Grinsen hörte nicht mehr auf. Wie sehr hatte ich es vermisst, in einem Wirtshaus zu sitzen! 

10.10 Kilometer gelaufen

Es war nicht unbedingt geplant, als ich an einem Mai-Samstag auf eine Lauf-Runde startete, das Wetter immer besser wurde als vorhergesagt – und ich erst aufhörte zu laufen, als die Uhr 10 Kilometer zeigte! Gut, ich bin nicht die 10 komplett durchgelaufen, es gab ein paar kurze Foto-Pausen und ein paar Geh-Meter zum Luft schnappen. Aber am Ende stand da eine 10. Zum ersten Mal.

Die vielen kleinen Laufrunden in den Mittagspausen, von denen ich hier schon berichtet habe, haben sich also ausgezahlt, plötzlich kann ich auch 10 km. Der schockierende Gedanke dabei: für einen Marathon hätte ich die gleiche Runde noch 3 mal laufen müssen! Den Gedanken verdrängend habe ich einfach zufrieden in meine Selfie-Kamera gegrinst.

10 km gelaufen
10 Kilometer gelaufen und in die Selfie-Kamera grinsen

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