Testbericht: Smartwool Women’s NTS Microweight Zip-T – Longsleeve

Es sind noch grob geschätzt exakt 140 Tage bis zum Abflug nach Nepal, also noch nicht Zeit zum Packen, aber doch Zeit für die ersten Überlegungen was ich einpacken werde. Einen festen Platz im Rucksack hat bereits das Smartwool Women’s NTS Microweight Zip-T – Longsleeve sicher, das ich von den Bergfreunden zum Testen bekommen habe. Testtag 1 war die zähe Wanderung zum Farrenpoint, die wettermäßig wenigstens ideale Testbedingungen für Funktionsunterwäsche bot, Testtag 2 am nächsten Morgen die 10 km auf dem Fahrrad zur Arbeit.

Smartwool FunktionsshirtBei der Wanderung schien keine Sonne, es regnete leicht und war insgesamt ungemütlich, irgendwann kam der Schneesturm dazu, es ging meist ordentlich bergauf und im Rucksack war einiges an Proviant und Extra-Ausrüstung wie Regenhose und Grödel. Also war relativ bald der Rücken bzw das Shirt am Rücken nassgeschwitzt. Angenehm ist das zwar nie, aber zumindest hat das Merino Shirt wunderbar den Schweiß von der Haut aufgenommen und es war trocken und warm am Rücken.

Es fiel auch immer noch ziemlich locker, klebte nicht eng an den Armen fest wie manch andere Kleidungsstücke. Als die steilsten Aufstiege vorbei waren und der Wind oben mehr pfiff, habe ich trotzdem nicht gefroren und ziemlich schnell war das Shirt auch wieder getrocknet. Also keine Notwendigkeit, das Ersatzshirt anzuziehen. Zuhause hat das Funktionsshirt dann auch den Geruchstest bestanden und ist nicht mit anderen Sachen in die Waschmaschine gewandert.

Smartwool Funktionsshirt am HalsWeiterer Test am nächsten Morgen: das Shirt sah aus und roch wie frisch gewaschen, also gleich mal zum Fahrradfahren anziehen, 10 km auf dem Weg zum Büro. München ist ja nun relativ flach und ich könnte mir sicher auch mehr Zeit lassen, weil man an den Ampeln sowieso steht, aber meistens fahre ich doch in einem flotten Tempo Slalom durch Hunde, Schulkinder und langsame Radlern.

Wenn ich nach 40 min im Büro angekommen bin, bin ich meistens doch ein bisschen geschwitzt, was zu sehen und manchmal zu riechen, das macht aber nichts, weil ich für den Schreibtisch dann eh „ordentliche“ Klamotten dabei habe. An diesem Morgen hätte ich das Shirt von Smartwool durchaus anlassen können, es ist keine Bluse, sieht aber recht unauffällig aus, und war vor allem nicht schwitzig und roch nicht.

 

Smartwool Funktionsshirt an der HandDen Preis von über 60 Euro finde ich auf den ersten Blick schon sehr hoch, bei einer normalen Tagestour kann man auch gut ein Wechselshirt mitnehmen und abends die Waschmaschine anwerfen. Aber bei längeren Touren ist atmungsaktives, weiches Merino ein großer Vorteil, mit einem guten Gefühl kann man morgens wieder in das Shirt vom Vorabend schlüpfen, und drin schlafen kann man notfalls auch.

Die Ärmel sind schön lang (oder sind meine Arme so kurz?) und der Kragen hoch genug, um den Hals vor Kälte und Wind zu schützen. Ich habe zum ersten Mal etwas von Smartwool getragen und kann es nur empfehlen. Der Träger, den wir in Nepal anheuern werden, wird sich sicher auch freuen, dass er ein leichtes Shirt schleppen muss und nicht fünf stinkende andere…

 

Fotos von @Laxas – ein paar Tage später, nicht unter Testbedingungen :)

 

 

 

Stefanie Dehler
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Stefanie Dehler

Herausgeberin des Gipfelglück Blogs - einer Sammlung von persönlichen Erfahrungen beim Wandern, Bergsteigen, Radlfahren und Reisen, im Chiemgau, in den Alpen, weltweit.
Mit einer Vorliebe für Höhenmeter, Kuchen, Bier, Bücher und Instagram.
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