Im Herbst mit dem Fahrrad zur Arbeit – Teil 1

biketowork München
Olypark München

Mit dem Radl ins Büro zu fahren, das ist im Sommer, bei Sonnenschein, die allerbeste Art in den Tag zu starten, und abends einfach der ideale Beginn des Feierabends. Im Herbst eigentlich auch und im Winter, aber es fällt dann doch manchmal schwer, sich im Dunklen, bei Nebel und Kälte morgens auf den Sattel zu schwingen statt im Auto die Heizung an- und die Musik aufzudrehen.

#biketowork auf Twitter

Einen Artikel zum #biketowork hatte ich schon länger vor, denn viele Leute weltweit twittern mit #biketowork über ihre Erlebnisse auf dem Radl. Eines Morgens vor ein paar Tagen ergab es sich, dass in meiner Twitter Timeline Nachrichten zum Radlfahren im Herbst hin und her schossen und mir diese Experten wie gerufen schienen, um ein paar Tipps hier im Blog zu geben, was man beim Fahrradfahren  zu beachten hat, wenn es doch eigentlich viel zu ungemütlich dafür ist.

Nun ist es so, dass alle meine Experten mehr als ein paar Sätze* geschrieben haben :-)

Auf Twitter geht das mit den 140 Zeichen, aber wenn mehr Platz da ist, hat anscheinend auch jeder mehr zu sagen. Was mir auch recht ist, denn alles liest sich sehr interessant und statt zu kürzen und zu streichen gibt es jetzt zwei Artikel. Heute das, was ich ich zu sagen habe, und morgen demnächst das, was X, X, X, X und X zu sagen haben. Das Geheimnis, wer das ist, wird erst morgen in Kürze gelüftet.

Update: hier gehts zu Teil 2!

Update Teil 3: so war der #biketowork-Winter!

Die #biketowork-Motivation

Mein Morgen-Ritual der letzten Zeit spielt sich folgendermaßen ab: nach dem Aufstehen die Temperatur am Thermometer ablesen (Minusrekord waren bisher diesen Herbst 4  Grad+), danach Rollladen hoch, schauen ob der Weg zum Haus nass oder trocken ist, und anschließend, während Wasserkocher oder Kaffeemaschine blubbern, das neueste zu #biketowork auf Twitter lesen.

Denn wenn da draußen jemand bei 3 Grad herumradelt, sind 6 Grad keine Ausrede. Wenn jemand tolle Fotos von buntem Laub und Sonnenaufgang postet, dann will ich solche Fotos auch machen. Und bei jeder Autofahrt besteht die Gefahr der Nachfrage und der Peinlichkeit, öffentlich meine Faulheit und Bequemlichkeit gestehen zu müssen…

Sonnenuntergang Olympiapark München
Sonnenuntergang Olympiapark München

 

Das mit dem Wetter

Also, ja, für mich ist es tatsächlich eine Motivation zu wissen, dass andere auch frühmorgens auf dem Radl sitzen**. Und ihre Freude daran haben! Allerdings finde ich schon, dass es schlechtes Wetter gibt. Ausrüstung und Kleidung hin oder her! Wenn es in Strömen regnet um 7 Uhr, dann genieße ich den Gang durchs Treppenhaus in die Tiefgarage zum Auto um im Trockenen in aller Ruhe durch die Stadt zu fahren.

Zu meiner Verteidigung fängt schlechtes Wetter bei mir inzwischen viel später an als früher! Wenn es morgens trocken ist, ist der Wetterbericht für abends völlig egal. Nieselregen zählt an manchen Tagen durchaus nicht zum schlechten Wetter. Und Temperatur ist kaum ein Argument.

Gesehen werden auf dem Fahrrad

Herbst-Kleidung beim Radfahren

Denn natürlich trägt die richtige Kleidung und Ausrüstung zum Radl-Vergnügen bei. Zum Glück führt meine Bike-to-Work Strecke kaum über Straßen sondern durch Parks und die Wege sind beleuchtet. Derzeit fahre ich mit Merinoshirt und einer warmen Softshelljacke, darüber eine hässliche neongelbe Warnweste. Unter den Helm ein Buff, ab weniger als 8 Grad etwa. 8 Grad ist auch die Marke für warme Fleecehandschuhe, ist es wärmer, weiterhin die halblangen Radel-Handschuhe.

Unten rum eine lange Winter-Radlhose, mit wärmender Verstärkung an den Oberschenkeln und an den Beinen unten lange Reißversschlüsse, um gut Durchlüften zu können. Funktionierende Lichter am Fahrrad sollten selbstverständlich sein. Winterreifen habe ich noch keine- bei Schnee und Eis werde ich wohl aufs Auto umsteigen.

Andererseits – ich genieße das Radlfahren zur Arbeit und das #biketowork auf Twitter inzwischen viel zu sehr, wer weiß wo sich mein Empfinden von gutem und schlechtem (Radl-) Wetter noch hinbewegt…

In ein paar Tagen werdet ihr also lesen, was andere zu dem Thema zu sagen haben. Sie werden zum Beispiel zeigen, dass ich dringend aufhören sollte auf meine läppischen 10 Kilometer-pro-Strecke stolz zu sein, egal bei welchem Wetter… Und schöne Fotos gibts auch wieder, aus der Schweiz und aus München.

 Update: Weiter zu Teil 2

Herbst im Hirschgarten
Herbst im Hirschgarten

 

*Verständlicherweise-  ich kann mich auch nicht kurz fassen, das muss die #biketowork-Begeisterung sein…

** Es ist nicht die einzige Motivation für mich – ich radele auch, wenn keiner irgendwas twittert.

Stefanie Dehler
Folgt mir:

Stefanie Dehler

Herausgeberin des Gipfelglück Blogs - einer Sammlung von persönlichen Erfahrungen beim Wandern, Bergsteigen, Radlfahren und Reisen, im Chiemgau, in den Alpen, weltweit.
Mit einer Vorliebe für Höhenmeter, Kuchen, Bier, Bücher und Instagram.
Stefanie Dehler
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9 Comments

  1. Argh, erwischt! Ich finde zur Zeit kaum Motivation für #biketowork – dafür reichlich Ausreden, warum wir mit dem Auto fahren sollten. Ob ein Hashtag diese Motivation fördert? Im ersten Moment klingt es komisch und irgendwie befremdlich, aber ich glaube, ich probiere das mal aus. Cool wär´s ja!

    Ich wünsch Dir weiterhin eine gute Fahrt :)

    Liebe Grüße,

    Erika
    ulligunde.com

  2. Bin begeistert! Auch ich habe lange gebraucht, um trübes Wetter als nicht lebensgefährlich und fahrbar einzustufen. Allerdings gehen in meine #biketowork-Kalkulation auch die Prognosen für den Heimweg mit ein. Morgens im Trockenen ins Büro ist ja super, aber abend dann fast 25km durch Dauerregen wieder heim ist noch immer keine erstrebenswerte Selbstquälerei für mich. :)
    Auf jeden Fall: Helm ab! und viele Grüße vom Bodensee
    Jörg

    • Stefanie Dehler

      Ui 25 km ist auch eine gute Distanz, dann wird auch dir Teil 2 der kleinen Serie gefallen, der kommt in den nächsten Tagen :)
      Für München ist am Mittwoch wieder mal Schneeregen angesagt, mal sehen, was die Motivation da zu sagt…

  3. In dieser Hinsicht muss ich in großer Ehrfurcht den Hut vor dir ziehen.
    Meine #biketowork-Zeit ist schon etwas länger her. Aber in der Schulzeit gab es für mich kein Wetter bei dem ich nicht morgens mit dem Rad gefahren bin. Ich erinnere mich noch gut daran, wie ich mit meinen Rennradreifen zentimeterhohe Schneedecken zerfurcht habt.

    LG Phil

  4. Pingback: #biketowork: Auch im Herbst machbar | In der Natur unterwegs

  5. Giggs

    Hallo – also bei mir sinds auch insgesamt 52 km (hin+retour) – bin voll motiviert – auch jetzt bei Minusgraden. Finde es genial und suche mir immer wieder Beitraege von Gleichgesinnten um mich immer wieder zu motivieren. TOP !!
    gruesse

    • Stefanie Dehler

      An manchen Tagen ist das mit der Motivation nicht so einfach und wir sind ja erst am Anfang des Winters :-) Ich bin auch immer froh, dass sich auch andere durch Kälte und Dunkelheit usw kämpfen. Frohes Radeln!

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