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Wien mit dem Fahrrad – Tipps und Empfehlungen

von Stefanie Dehler
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Wien mit dem Fahrrad erkunden – die beste Art und Weise sonnige Tage in der Hauptstadt Österreichs zu verbringen. Vorbei radeln an prachtvollen historischen Gebäuden, im Kaffeehaus eine Pause einlegen, ein Stück durch einen herrlichen Park schieben. Wiener Lebensgefühl fühlt sich auf dem Fahrrad noch besser an!

Für weniger sonnige Tage gibt es es die Straßenbahn (die Bim!) und die Wiener Museen. 

Für sonnige wie regnerische Tage in Wien findest du in diesem Artikel jede Menge Tipps und Empfehlungen, gesammelt in jeder Menge Wien-Besuchen. Wien belegt seit Jahren immer wieder Top Plätze, wenn es um Lebensqualität großer Städte geht, ich finde man kann immer wieder hinfahren und es einfach genießen, in der Stadt zu sein. Deswegen ist dieser Artikel jetzt auch erst einmal ein Beginn – mit der Zeit wird er immer länger werden. Dir macht er hoffentlich ganz viel Lust auf den nächsten Städtetrip nach Wien.

Werbehinweis: Die Österreich Werbung hat diese Reise zum Teil unterstützt. Das Buch ist ein Rezensionsexemplar des Verlags, der Artikel enthält Affiliate Links*. Findest du Inspiration, findest du Gefallen an diesem Artikel und diesem Blog? Lade mich auf einen Kaffee ein!

Chillen in Wien
Chillen in Wien, als doch noch die Sonne richtig rauskam

Mit dem Fahrrad durch Wien

1661 km umfasst das Wiener Radverkehrsnetz, das besagt die “Radkarte Wien 2022”, die man kostenlos bekommt. Ein großer Papier-Stadtplan (wobei es auch jede Menge digitaler Infos gibt, dazu gleich mehr), in den auch Trinkbrunnen eingezeichnet sind, Luftpumpen, Fahrradverleih und Fahrradgeschäfte, sowie Radwege, “Markierte Anlagen” oder Radrouten im Mischverkehr mit KFZ uvm. 

WienMobil ist der Wiener Bike Sharing Anbieter mit 3.000 Fahrrädern an 185 Stationen. Mir sind die 7-Gang Räder und die Stationen überall aufgefallen, selbst habe ich aber keins benutzt, da ich ein Fahrrad im Hotel ausleihen konnte. 

Alle Infos zu Preisen und Registrierung findest du auf wien.info.

Wien: Fahrrad ausleihen, Luftpumpe und Zähler
Wien: Fahrrad ausleihen, Luftpumpe und Zähler

Geführte Radtouren werden wie in anderen Städten auch angeboten, einen guten Überblick dazu bietet die Plattform Get your Guide, siehe Links ganz unten. 

Übrigens kann man sich sogar kostenlos Lastenfahrräder ausleihen, die in Wien “Grätzlrad” heißen. Damit kann das Picknick auf der Donauinsel dann etwas größer ausfallen…

Wien: mit dem Fahrrad zum Riesenrad
Mit dem Fahrrad zum Riesenrad: am Prater in Wien

Innenstadt Wien mit dem Fahrrad: der Ring-Rund-Weg

Rund um die unmittelbare Wiener Altstadt führt eine Ring-Straße, an der zahlreiche wichtige Gebäude der Stadt liegen, von der Börse bis zum Parlament. Einerseits möchte man das alles einmal sehen, wenn man Wien besucht, aufgrund des extremen Autoverkehrs auf dieser Straße macht es zu Fuß nicht wirklich Spaß. Die Tram ist die bessere Alternative – oder eben das Fahrrad, denn abgetrennt von Straße und Fußweg verläuft ein ordentlicher Radweg.

Das Radfahren macht hier nicht wirklich Spaß, das wäre zu positiv ausgedrückt, aber du kommst doch recht zügig zum goldenen Johann-Strauß-Denkmal im Wiener Stadtpark, zur Sternwarte in der Urania oder zur Oper. Mit kurzen Abstechern erreichst du auch den Stephansplatz (wo es halt noch voller ist…) -oder zum MuseumsQuartier, was mir persönlich viel besser gefällt, da es moderner und viel ruhiger ist. Aber wie gesagt – mit dem Fahrrad alles halb so wild, da man sehr schnell über den Ring-Rad-Weg zu allen wichtigen Punkten kommt. 

Der Radweg ist auffällig grün gestrichen und man hat nicht mit Kopfsteinpflaster zu kämpfen, allerdings ist es recht eng, wenn sich mehrere Fahrräder begegnen. Länge: ca 5,5 km.

Innenstadt von Wien mit dem Fahrrad
Ring Radweg: Innenstadt von Wien mit dem Fahrrad

Mit dem Fahrrad auf der Donauinsel

Eine Radtour über die Donauinsel ist vermutlich eher etwas, wenn du Wien schon von früheren Besuchen kennst. Mir hat es trotz mäßig gutem Wetter gut gefallen, ein Stück Wiener Naherholungsgebiet mit dem Rad kennenzulernen. Aufgrund des Wetters war es ein kleines Stück, zwischen Reichsbrücke und Praterbrücke, eine 20 km-Runde von der Innenstadt aus, durch den Prater mit dem Riesenrad und herrlichen Kastanien. Und im Vergleich mit dem Ring-Rad-Weg ist man größtenteils weit weg vom stressigen Autoverkehr und hat viel Platz und Ruhe zum Radeln.

Fahrradtour auf die Donauinsel
Herbstliche Fahrradtour auf die Donauinsel in Wien

Die Donauinsel ist künstlich aufgeschüttet worden, 21 km lang, bis zu 250 m breit und auch mit der U-Bahn erreichbar, nicht nur mit dem Fahrrad. Es gibt Strände und Badeplätze, Eisbuden und einen Leuchtturm, Spielplätze, Grillplätze und Geocaches. Alles ist flach und einfach zum Radeln. Besonders Spaß hat eine Brücke an der Praterbrücken-Seite gemacht, eine lustige Spirale. 

Fahrrad-Spirale an der Donauinsel in Wien
Fahrrad-Spirale an der Donauinsel in Wien

Kaffeehäuser und Kulinarisches in Wien

Phil

Das Café Phil ist Café und Buchhandlung. Ein herrliches Labyrinth, hier steht ein Tisch mit Büchern, daneben sitzen Leute im Sessel und trinken Kaffee, daneben die Treppe zu einer Art Galerie hinauf mit mehr Sofas und mehr Bücherregalen. Hier kann man viel Zeit verbringen, laptopfrei. Geöffnet bis spät in die Nacht.

Mehr Infos: www.phil.info

Kuchen und Bücher im phil
Kuchen und Bücher im phil in Wien

Café Sperl

Ein Wiener Kaffeehaus ist einer der wenigen Orte, wo ich persönlich noch Zeitung lese, also eine Zeitung aus Papier. Passend zu dem berühmten Zitat des Schriftstellers Alfred Polgar, der 1873 in Wien geboren wurde: 

„Im Kaffeehaus sitzen Leute, die allein sein wollen. Dazu aber Gesellschaft brauchen.“

Alfred Polgar

In den Wiener Kaffeehäusern liegen (bzw hängen) Zeitungen aus, du bestellst dir einen Verlängerten und eine Sachertorte, lauschst gedankenverloren dem Klavierspieler und liest eben Zeitung. 

Eins der Kaffeehäuser, das ich immer gerne ansteuere, ist das Café Sperl, gegenüber vom phil übrigens und nicht weit vom Naschmarkt. Das Sperl ist so schön traditionell, ruhig, ein herrlicher Rückzugsort vom Trubel draußen vor der Tür. 

Mehr Infos: https://www.cafesperl.at/ 

Kaffeehaus in Wien Café Sperl
Kaffeehaus in Wien: Café Sperl

Belegte Brote bei Trzesniewski

Typisch Wien ist es, wenn man in einer der inzwischen 13 Filialen von Trzesniewski belegte Brote bestellt. 1902 wurde die Kette gegründet, noch immer ist es ein sehr einfaches Prinzip: 

Brotscheiben werden von Hand mit verschiedenen Aufstrichen belegt, frisch zu deiner Bestellung. Ein toller Snack zwischendurch, oft gibt es auch draußen Sitzmöglichkeiten wie hier in der Währinger Straße. Meine Lieblingssorte: Linse mit Roter Bete.

Mehr Infos: https://www.trzesniewski.at/

Belegte Brote bei Trzesniewski in Wien
Belegte Brote bei Trzesniewski in Wien

Sehenswürdigkeiten und Highlights in Wien

Mikro Museen im MuseumsQuartier

Kleine Passagen verbinden die großen Bereiche des MuseumsQuartiers und Passagen gewähren von außen überhaupt erst Zugang zum Q21. Diese Passagen sind Outdoor Museen im Mini-Format. In ihnen spielt besondere Musik, sie geben Raum für Licht-Installationen, für Texte und deren Schrift und Gestaltung uvm. Die Mini-Ausstellungen wechseln von Zeit zu Zeit, es gibt eine Broschüre mit Lageplan und spezielle Führungen.

Mehr Infos: www.q21.at

Mikro Museen im MuseumsQuartier
Mikro Museen im MuseumsQuartier Wien

Papyrus Museum in der Hofburg

Eine Führung im Papyrus Museum war mein Highlight der Langen Nacht der Museen in Wien 2022. Es ist Teil der Österreichischen Nationalbibliothek, deren Papyrussammlung 180.000 Dokumente umfasst: Schriftstücke, 1000e von Jahren alt aus dem alten Ägypten, auf Papyrus, Papier, Pergament, von Schnipseln von Kochrezepten über “Schulbücher” bis zu rollenlangen Totenbüchern. Im Museum lernt man Einiges von der Herstellung des Papyrus, der Restaurierung und Bewährung der Dokumente bis zur Entzifferung und Übersetzung der Hieroglyphen und Schriftzeichen verschiedener Sprachen. Äußerst faszinierend!

Mehr Infos: www.onb.ac.at 

Wiener Hofburg
Wiener Hofburg bei Nacht

Die Nacht der Museen

Warum ist da ein Foto von der Wiener Hofburg bei Nacht beim Abschnitt über das Papyrus Museum – na ganz einfach, ich war zur Nacht der Museen dort. Bei dieser Veranstaltung mag ich persönlich immer die kleinen Museen am liebsten, die man sonst eher übersieht, die auch bei der Nacht der Museen keine Massen anziehen (manchmal… die Schlange am Eingang zum Papyrus Museum war doch relativ lang), die besonders in Erinnerung bleiben. Oder vielleicht auch nicht, es muss einem nicht alles gefallen. Die beste Führung hatte ich jedenfalls im Literaturmuseum – und die Wunschliste für den nächsten Wien Besuch ist auch wieder länger geworden, denn man schafft ja nur einen Bruchteil des Programms. Sehr zu empfehlen!

Mehr Infos: https://langenacht.orf.at/

Reiseführer Glücksorte [Rezensionsexemplar]

Plant man zum ersten Mal eine Städtereise nach Wien, kann die Menge an Sehenswürdigkeiten überwältigend sein. All die Museen, Schlösser, Kaffeehäuser… Wer sich im Wiener Lebensgefühl wohl fühlt, wiederholt hier her reist und die berühmtesten Highlights schon abgeklappert hat, braucht neue Ideen. Für beide Fälle kann ich (wieder einmal) den Reiseführer aus dem Drosteverlag aus der Reihe der “Glücksorte” empfehlen. 

Die Mischung aus bekanntem und unbekanntem, die vorgestellten Orte passen sehr gut zu Wien. Nach der Lektüre des Reiseführers war ich endlich einmal im Café Phil (siehe oben) und im Trzesniewski und bin einen Umweg geradelt, um eine Weile im Park des Schloss Belvedere zu sitzen. Für das nächste Mal bleiben die Klebe-Lesezeichen im Buch einfach kleben. 

Infos zum Buch: Glücksorte in Wien von Jennifer & Rosemary Faulkner, erschienen 2020 im Droste Verlag, 2. Auflage 2022, ISBN 978-3-7700-2150-5. Hier kannst du die Glücksorte Wien bei Amazon bestellen*, oder hol sie dir in deiner Lieblings-Buchhandlung. 

Reiseführer Glücksorte in Wien
Reiseführer Glücksorte in Wien

Anreise und Abreise: Wien mit dem Zug

Wien lässt sich extrem gut mit der Bahn erreichen, sowohl mit der DB, mit der ÖBB und ihren Nachtzügen und mit der Westbahn. Auch innerhalb von Wien kommst du exrem gut mit U-Bahn, Tram („Bim“) oder Bus von A nach B, oder eben mit dem Fahrrad. Es gibt ÖPNV Tageskarten oder Mehrtageskarten am Automaten oder diversen Ticket Apps.

Abschließend noch eine Anekdote. Wien ist mit dem Zug auch gut von Bratislava erreichbar, der Hauptstadt der Slovakei nur ein Stück die Donau weiter (wie zB hier schon erwähnt). Ich hatte es mir so schön vorgestellt: mit dem Schiff von Bratislava nach Wien zu fahren, das Ticket hatte ich sogar schon gekauft. Und dann war am Tag der Fahrt das Schiff kaputt! Also musste ich leider doch den Zug nehmen – was sehr gut geht, Bratislava bietet sich super als Tagesausflug von Wien an.

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Datum der Reise: Mehrere Besuche in den letzten Jahren, die meisten Bilder stammen aus dem September 2022.

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Klassisches Wien am Schloss Belvedere
Klassisches Wien am Schloss Belvedere

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Buntes Wien am Donaukanal
Buntes Wien am Donaukanal

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