10 Dinge, die glücklich(er) machen – Folge 14

Wenn ich an den Juli zurück denke, puh, irgendwie klingt es genau wie im Juni. Regen im Chiemgau, Unsicherheit und Unruhe über Corona, den nachlässigen Umgang damit bei manchen Menschen, viel zu oft die Frage, wie das alles weitergehen soll auf der Welt und in meinem Leben.

Wenn ich dann ehrlich zu mir bin, komme ich wieder auf positive Gedanken – in meinem Leben sind die wichtigen Menschen noch immer gesund und immer noch habe ich einen sicheren Job. Ich weiß, was mir gut tut (was einfach jede*r für sich rausfinden muss…) und ich kann mich darauf konzentrieren und die Trübsal vertreiben:

Kleine Reisen und Ausflüge, so oft es geht, so einsam und so sicher wie es geht. Bewegen, ob am Berg oder auf der Yogamatte. Ablenken und Neues lernen, mit Büchern und Podcasts. Gut essen und neue Rezepte ausprobieren.

Wenn das auch “Dinge” sind, die dir durch diese verrückte, schwierige Zeit hindurchhelfen, dann ist hoffentlich wieder die ein oder andere Inspiration für dich dabei. Lass es dir gut gehen, tu, was dir gut tut!

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Juli-Glücklich-Macher im Gipfelglück Blog
Juli-Glücklich-Macher im Gipfelglück Blog

1.Podcast-Tipp: Nerdette-Interview mit der Wissenschaftlerin und Astronautin Kathy Sullivan

Das Leben auf der Erde ist anders für eine, die ins Weltall geflogen und in die tiefsten Tiefen des Marianengrabens getaucht ist, und das als 1. Mensch bisher. Ich habe mir tatsächlich sogar mehrere Podcast Interviews mit Kathy Sullivan angehört, weil sie so sympathisch rüberkommt und so interessant erzählt. Von ihrem Leben als Astronautin, vom Weltraum-“Spaziergang”, von ihrem Leben als Geologin und ihrer U-Boot-Fahrt im Juni 2020 in den Marianengraben.

Per Click kannst du hier den Player von Spotify öffnen und Kathy Sullivan im Interview mit “Nerdette” hören, einem sehr empfehlenswerten Podcast aus Chicago, mit Interviews mit allen möglichen beeindruckenden Menschen.

Klicken Sie auf den unteren Button, um den Inhalt von open.spotify.com zu laden.

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2.Backrezept Ziegenkäse Focaccia

Ein Brot zum Grillfleisch oder ein warmes Brot zum Salat, im Sommer gibt es viele Anlässe für diese einfache Ziegenkäse Focaccia, die ich in einem kostenlosen Rezeptheftchen von Aldi gesehen habe. Inzwischen habe ich sie schon mehrfach gebacken. Warm, frisch aus dem Ofen schmeckt dieses Brot am allerbesten!

Im Originalrezept wird ein ganzes Blech Focaccia hergestellt, ich habe für mich herausgefunden, dass drei ovale Einzelstücke am besten funktionieren.

Zunächst siebt man 500 g Dinkelmehl in eine Schüssel, gibt 20 g frische Hefe dazu, 1 TL Zucker und einen Schuss (steht im Rezept!) lauwarmes Wasser. Verquirlen, 15 min stehen lassen.

Dann 250 ml lauwarmes Wasser dazu, 4 EL Olivenöl und 1 TL Salz, verkneten und 45 min an einem warmen Ort gehen lassen. Bei mir ließ sich die Mischung immer super zum Teig verarbeiten, obwohl ich Hefe sonst immer ungern verwende!

Den Teig ausrollen, ca 1 cm hoch auf Backpapier. Darauf in Streifen geschnittene rote Zwiebeln geben, 20 g schwarze Oliven, 60 g Beeren (z.B. Heidelbeeren und Brombeeren) und 150 g zerkrümelten Ziegenfrischkäse.

40 min bei 180 Grad backen, vor dem Essen kommt noch etwas Olivenöl, Salz und Pfeffer darauf. So lecker!

Übrigens – wohin mit Lieblingsrezepten?

Rezepte sammeln auf Blogs, von Freundinnen oder aus kostenlosen Werbezeitschriften artet ja schnell in Chaos aus. In meiner Wohnung gibt es zwar auch schlimme Ecken, die mal ausgemistet werden müssten, aber meine Lieblingsrezepte trage ich mir in schöne A5 Hefte ein, zum Beispiel von kreativen Etsy-Shops. Du auch? Hier verlinke ich dir mal Shops mit Rezeptheften für eigene Rezepte auf Etsy*

3.#Biketowork

So ein regnerischer Sommer bei uns im Chiemgau. Viel zu viel Regen und Gewitter für Leute wie mich, die den heißen sonnigen Sommer eigentlich lieben. Also versuche ich trockene Tage bestmöglich zu nutzen, was bedeutet zumindest einen Teil meiner 25 km zur Arbeit mit dem Fahrrad zu machen. 

Was den Tag völlig verändert. Kühle Morgenluft um mich herum, wenn ich die ersten paar Meter fahre, den Hintern auf dem Sattel in Position bringe und beobachte wie sich die Oberschenkel an dem Tag anfühlen. Ein paar Schweißtropfen, ein paar Mücken, und schon, wenn ich das Fahrrad abstelle und abschließe, freue ich mich auf den Feierabend und die Rückfahrt zum Auto. 

#biketowork ist so viel schöner als mit dem Auto!
#biketowork ist so viel schöner als mit dem Auto!

4.Hafermilch für Flexitarier*innen

Statt wie geplant mehr Bahn fahren gibt’s coronabedingt dieses Jahr doch mehr Autofahrten – lange im Zug sitzen ist mir derzeit noch riskant.

Klimafreundlicher wäre es natürlich… Vegan leben wäre auch klimafreundlicher als beim herkömmlichen Essen zu bleiben. Zwar kann/ will ich im Moment noch nicht total auf Milch, Käse, Quark, Jogurt etc verzichten aber ich versuche mich hin und wieder an veganen Rezepten – jedes rein pflanzenbasierte Essen ist ein klimafreundliches Essen.

Wo vegan bei mir als Flexitarierin gut funktioniert, ist Milch durch Hafer”Milch” zu ersetzen, im Müsli vor allem, auch im Kaffee. Der Geschmack war am Anfang schon gewöhnungsbedürftig, aber mit viel weniger Treibhausgasen, viel weniger Landverbrauch und viel weniger Energieverbrauch ist Hafermilch absolut eine Alternative!

Hafermilch bzw Haferdrink gibt es inzwischen auch bei Aldi und ist nicht extrem viel teurer als Kuhmilch. Wenn du versuchen willst, ein bisschen klimafreundlicher zu essen, dann fang mit Hafermilch an!

Details bei der Albert Schweitzer Stiftung

5.Bergtour auf die Hörndlwand / Bike & Hike

Manchmal, im Winter, sieht die Hörndlwand aus wie ein Berg in Patagonien. Sehr häufig, eigentlich täglich auf dem Weg zur Arbeit, nehme ich mir vor bald wieder einmal auf die Hörndlwand zu gehen.

Mitte Juli war es wieder einmal so weit, und wieder einmal auf einer neuen Route. Von zu Hause mit dem Radl bis ins Röthelmoos, durch eine steile Rinne, die am Abzweig zum Wappbachtal beginnt, aufwärts bis zum Gipfel. Dann über den Jagersteig zur Hörndlalm hinunter (über die habe ich hier wenigstens schon einmal gebloggt) und zurück ins Röthelmoos, Einkehr zu Kaffee und Kuchen auf der Dandlalm, gefolgt von 10 Radlkilometern mehr oder weniger bergab nach Hause.

Es ist immer wieder so schön!

Hörndlalm im Sommer
Hörndlalm bei Ruhpolding im Sommer

6.Eine kleine Städtereise nach Quedlinburg 

Über 2000 Fachwerkhäuser aus 5 Jahrhunderten, eine nahezu autofreie Innenstadt und jede Menge Cafés und Restaurants: ein Sommer-Kurztrip hat mich in die kleine Stadt Quedlinburg im Harz geführt und sehr begeistert. Es ist so entspannend, in Flipflops durch die Kopfsteinpflaster-Gassen zu streifen und gefühlt jedes zweite Haus zu fotografieren, weil es auch wieder so hübsch ist.

Wobei Hitze und Kopfsteinpflaster und Flipflops auf Dauer eine schlechte Kombination ist, abends glühen die Fußsohlen gewaltig!

Mit mehr Zeit hätte man noch ein paar schöne Wanderungen im Harz unternehmen können, aber dieses Mal ging es einfach um das gemütliche kennenlernen der Stadt in Sachsen-Anhalt, Käsekuchenessen und Senf kaufen, Geocachen und laue Sommerabende auf den Armen und im Herzen (und an den Fußsohlen) spüren.

Quedlingburg - eine kleine Städtereise nach Sachsen-Anhalt
Quedlinburg – eine kleine Städtereise in den Harz nach Sachsen-Anhalt

7.Buchtipp: Llama Drama von Anna McNuff

Zwei Frauen mit dem Fahrrad kreuz und quer durch Südamerika- jede Seite dieses Buchs von Anna McNuff macht Spaß und Fernweh und Lust aufs Losradeln. Gerade, weil eine Reise durch Südamerika derzeit und in Zukunft völlig utopisch scheint.

Anna erzählt von täglichen Begegnungen mit Lamas und Skorpionen, Salzseen und Vulkanen, vom Zelten und Kuchen essen zwischen Bolivien und Patagonien. Sie erzählt sehr offen davon, zu zweit ein Abenteuer zu erleben, wo mal die eine mal die andere einen schlechten Tag hat, die Bedeutung von Rücksicht, miteinander sprechen, gemeinsam leiden, gemeinsam genießen, rumalbern und Spaß machen. 

Das Buch macht große Lust auf eigene Abenteuer in Südamerika, auf Radl-Touren, aufs Reisen und unterwegs sein. Auch wenn es nicht gleich 5.500 Meilen und über 100.000 Höhenmeter sind…

Du kannst Llama Drama hier bei Amazon bestellen** oder in deiner Lieblings-Buchhandlung. Ich habe es als E-Book gelesen, deswegen kein ordentliches Foto…

8.Twitter-Entdeckung @archer_rs

@archer_rs ist ein Brite auf Twitter, der es im Moment grandios versteht, in kürzesten Twitter Nachrichten eine unglaublich humorvolle Geschichte zu erzählen.

Angeblich sind seine Erlebnisse wahr und nur teilweise übertrieben… inzwischen ist es mir persönlich egal, wie viel erfunden ist oder wirklich so geschieht. Ich warte sehnsüchtig darauf, welche neue Entwicklungen es in seinem Dorf mit seinen Nachbarn gibt.

@archer_rs lebt in Frankreich und ist mit einer Französin verheiratet. Das Haus nebenan gehört ebenfalls Briten, allerdings ein Ferienhaus. Den Nachbarn wird von Tag zu den mehr bewusst, was der Brexit eigentlich bedeutet, für was sie da gestimmt haben. Tief drin sehr traurig – dass eine so wichtige Abstimmung so von Falschmeldungen und Uninformiertheit und Stimmungen beherrscht wurde, dass vielen jetzt erst aufgeht, was da gerade passiert…

Absurden Aussagen, Missgeschicken und Desastern der Nachbarn stehen die glorreichen Taten der Franzosen, die Eleganz der Ehefrau und das paradiesische Leben Europas gegenüber – natürlich überzogen, und eigentlich mag ich die Briten und Großbritannien ja auch sehr, aber sie hätten halt echt die EU nicht verlassen sollen, jetzt müssen sie diesen Spott ertragen

9.Tomaten-Ernte auf der Terrasse

Die Zucchini auf meiner Terrasse blühen zwar wild vor sich hin, es wachsen riesige Blätter – aber keine Früchte zum Ernten. Warum auch immer. Bei meinen Tomaten hingegen bricht endlich die Zeit der Ernte an. Ebenfalls gelb, klein und mit intensivem Geschmack. Zum Naschen, von der Hand in den Mund, kaum bleibt etwas für den Salat übrig. Selbst geerntet schmeckt einfach immer besonders! Was erntest du dieses Jahr? 

10.Bergwochenende auf der Zandlacher Alm in Kärnten

Es war wieder einmal so ein Zufallstreffer. Ich hatte von der Reisseckgruppe in Kärnten vorher noch nie gehört (in der Nähe von Spittal an der Drau gelegen), als wir beim Suchen nach einem spontanen Wochenend-Ausflug die Zandlacher Alm entdeckten. Die kleine Hütte hatte ein Doppelzimmer frei. Gebucht.

Mit fremden Menschen ein Hüttenlager teilen, nein, das mache ich im Moment nicht. Auf den Almwiesen und den umliegenden Bergen rund um die Zandlacher Alm waren kaum Menschen unterwegs. Das Wetter war auch nicht perfekt, aber gut genug für einen fantastischen kleinen Klettersteig am Wasserfall entlang, durch Blumenwiesen, zu Lost Places, sehr wild und einsam, und das in Österreich.

Mehr dazu gibt es bald im Blog!

Wasserfall-Klettersteig in der Reisseck-Gruppe/ Kärnten
Wasserfall-Klettersteig von der Zandlacher Alm in der Reisseck Gruppe in Kärnten/ Österreich

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