Buchtipp: Fotografie Berge-Landschaft-Outdoor-Action

Bernd Ritschel FotografieWenn man sich eine neue Kamera kauft, die endlich besser fotografieren kann als ein Telefon oder eine uralt-Hosentaschen-Kamera, dann muss man auch lernen damit umzugehen. Wenn man oft in den Bergen fotografiert, oder überhaupt draußen, outdoor, in der Natur, dann sollte man sich Tipps und Ratschläge vom Profi holen:

Bernd Ritschel ist einer der besten Outdoor-Fotografen und er hat das empfehlenswerte Buch „Fotografie Berge-Landschaft-Outdoor-Action“ geschrieben. Geschrieben und mit Bildern versehen!

 

Beim Lesen von Ritschels Buch merkt man, dass er weiß wovon er redet- auch wenn er sicher „extremer“ zur Sache geht als die meisten Wanderer und Hobby-Fotografen. Wer nimmt sich auf einer Bergtour schon eine Stunde Zeit, um eine Blume optimal zu fotografieren? In den meisten Fällen steht ja der Gipfel im Mittelpunkt der Tour und weniger die professionellen, perfekten Fotos. Aber in allen Kapitel finden sich viele hilfreiche Tipps Fotos einfach besser zu machen als einfach schnell abzudrücken. Wer hätte zum Beispiel gedacht, dass es eine viel bessere Alternative zum Blitz gibt: nämlich einfach die Stirnlampe anknipsen und das Objekt beleuchten!

Innenseiten Bernd Ritschel Fotografie Buch

Nicht alles ist so einfach zu verstehen, die Auswahl von verschiedenen Blenden, ISO-Einstellungen, Weißabgleich – das finde ich immer noch ganz schon kompliziert und muss das sicher noch mehrmals lesen und praktizieren, damit meine Bilder noch besser werden. Bernd Ritschel geht in dem Buch noch viel weiter als die technischen Dinge, die sich auf Knopfdruck ein- und ausstellen lassen – es gibt Kapitel über Bildaufbau, Bildbearbeitung, Kamerakauf, den Kalender über dem Schreibtisch (wann kann man Vollmond-Fotos machen? wann ist Sonnenuntergang?), die Tourenplanung (kann ich vom Gipfel X den Sonnenaufgang fotografieren oder ist da etwas im Weg?), Kapitel zu Blumen, Schnee und Wasserfällen, Mountainbikern und Hütten.

Das Buch ist mir persönlich zu groß und schwer um es auf eine Tour mitzunehmen – wenn man üben will, Bergbäche zu fotografieren, kopiert man sich am besten die entsprechenden Seiten und nimmt sie als Anleitung mit.

Ritschel schafft es auch in die trockene Materie von Brennweiten, Blenden und Objektiven Geschichten, Anekdoten und seine eigenen Erlebnisse beim Fotografieren unterzubringen, und die abgebildeten Fotos sind allesamt wunderschön – und machen Lust auf die Berge. Die Tipps des Autors lassen sich eh in einem kurzen Satz zusammenfassen – in die Berge gehen und fotografieren üben!

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Das Buch wurde mir vom Bergverlag Rother als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt – vielen Dank dafür! Ihr könnt das Buch hier bei Amazon bestellen.

Bernd Ritschel: Fotografie Berge-Landschaft-Outdoor-Action, 2. Auflage 2012, 224 Seiten, Format 16,3 x 23,0 cm, kartoniert, ISBN 978-3-7633-6035-2, Preis 24,90 Euro

Stefanie Dehler
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Stefanie Dehler

Herausgeberin des Gipfelglück Blogs - einer Sammlung von persönlichen Erfahrungen beim Wandern, Bergsteigen, Radlfahren und Reisen, im Chiemgau, in den Alpen, weltweit.
Mit einer Vorliebe für Höhenmeter, Kuchen, Bier, Bücher und Instagram.
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8 Comments

  1. … wenn ich’s nicht schon vor längerem gekauft hätte, spätestens jetzt wüsste ich: Das Buch muss her! Was ich auch sehr nützlich fand, waren die Tipps für die „Idealausrüstung“, die dann mal schnell in drei Varianten von „hochwertig“ über „günstiger“ bis „noch günstiger“ aufgedröselt sind inkl. Hinweis „es muss nicht immer neu sein“. Das liest sich genauso entspannt und angenehm wie den Rest des Buches. lg, Nadine

  2. Ich meine: Fotografieren lernt man durch fotografieren – und durch Bildbände und Fotoausstellungen, eher weniger durch Lehrbücher. Ich hatte das Glück, dass ich selbst im Analog-Zeitalter nicht an Filmen und Entwicklung sparen musste. Ich beneide heutige Kinder, die Gigabyte-weise Speicherkarten vollknipsen dürfen.
    Ich finde es am besten, sich Bilder anzusehen, die man selbst gut findet und dann zu überlegen, wie der Fotograf das angestellt hat (ok, theoretische Basiskenntnisse sind dafür evtl. erforderlich, aber nicht viele) und wie man das mit eigener Ausrüstung machen könnte. Meiner Erfahrung nach sind die meisten Programmautomatiken heute so gut, dass man sich ruhig auf das Bild konzentrieren und die Technik ‚ausblenden‘ kann.
    Wohlgemerkt, „P“, und nicht irgendwelche, Super-Motiv-Selbst-erkennenden „A+“-Programme.
    Ich glaube, seinen eigenen Blick kann man hauptsächlich praktisch, aber kaum theoretisch schulen (außer in einer Fotografenlehre).

    • Stefanie Dehler

      Ich stimme dir nicht ganz zu, Markus. Ja, man lernt es nur durch machen und ausprobieren. Nehmen wir aber mal das Beispiel Wasserfall fotografieren. Evtl. finde ich durch Zufall eine tolle Einstellung und es entsteht ein super Bild, dann weiß ich hoffentlich hinterher noch, wie das zustande kam. Lasse ich mir von Ritschel in seinem Kapitel über Wasserfälle Tipps geben, weiß ich schon eher, worauf ich beim Technischen achten muss und kann mich dann auf die Motiv-Gestaltung und den Bildaufbau etc konzentrieren.

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