Kanada: Tipps für Wanderer in British Columbia

Totempfahl Vancouver
Totempfahl Vancouver

So, wie ich ein paar allgemeine kurze Tipps für die Provinz Alberta in Kanada zusammengeschrieben habe, gibt es heute einige schöne Erinnerungen an die Provinz British Columbia. Die Kanada-Reise kommt mir zwar schon ewig lang her vor, aber ich denke so gerne daran zurück und habe gerade wieder jede Menge Zeit damit vertrödelt durch die Fotos zu clicken…

Wenn man von Alberta nach British Columbia fährt, muss man übrigens an einem Parkplatz anhalten und die Uhren umstellen – in BC gilt leider nicht mehr die Mountain Time sondern die Pacific Time. Was aber nicht heißt, dass es in BC keine Berge gibt und man ständig am Meer wäre – BC ist riesig und eins der Highlights meiner Kanada-Tour habe ich hier erlebt:

Well’s Gray Provincial Park

Die 5tägige Hüttentour mit Well’s Gray Adventures war eins der Highlights meiner Kanada-Tour (siehe Artikel hier). Sehr weit weg von der Zivilisation, keinerlei Alltags-Geräusche, abwechslungsreiche Landschaft mit wunderschönen Bergen und Seen und Wasserfällen, sehr angenehme Übernachtung in den Hütten (Übernachtung dort aber nur im Rahmen der gebuchten Touren!).

Wells Gray Provincial Park, BC
Wells Gray Provincial Park, BC

Von Clearwater aus kann man die asphaltierte Straße in den Park für 46 km hineinfahren und einige beeindruckende Wasserfälle anschauen wie die Helmcken Falls, Dawson Falls und Spahat Falls, in deren Nähe auch genügend Wanderwege für kleine Wanderungen sind. Wer in Clearwater übernachten will, dem kann ich das Half Moon Guesthouse empfehlen, klein, gemütlich und günstig!

Helmcken Falls im Wells Gray Provincial Park
Helmcken Falls im Wells Gray Provincial Park

Squamish

Squamish nennt sich selbst Outdoor Capital Of Canada und bietet unendlich viele Möglichkeiten für Kitesurfer, Kletterer und Wanderer. Gelandet bin ich dort, weil ich einen Stopp zwischen Wells Gray Provincial Park und Vancouver Island brauchte, und es war eine sehr gute Wahl, ich hätte mir durchaus vorstellen können auch noch länger zu bleiben.

Ausblick vom Chief
Ausblick vom Chief

Der Chief, Kurzform für Stawamus Chief, ist der „Hausberg“ des kleinen Ortes, der zweitgrößte Monolith der Welt. 3 Gipfel können bestiegen werden, die originellerweise First, Second und Third Peak heißen. Der Blick vom First Peak ist wirklich ein Traum, hellblaues Meerwasser (kein See, Squamish liegt an einem Fjord des Pazifiks!), endlose Wälder, Gletscher, Berge, das kleine Städtchen. Dazu hört man überall das Clikclack der Kletterer. Der Weg zum Gipfel ist relativ kurz (unter 2 Std) aber sauanstrengend, da es konstant Steinstufen und Holztreppen hoch geht. Die Kanadier machen die Tour größtenteils ohne jede Wanderausrüstung, in Mini-Laufklamotten und mit Hund, dementsprechend ist viel los und der Parkplatz schnell voll.

Mein Tipp zum Übernachten: das Hotel Squamish ist praktisch über einem Liqueur Store gelegen, trumpft mit kostenloser Waschmaschinen-Benutzung und schönen Zimmern. Obwohl so klein gleich zwei Tipps zum Abendessen für Squamish: das Zephyr Cafe sowie der Campfire Grill, und am Farmers‘ Market gibts auch viel zu sehen und zu probieren.

am Howe Sound, zwischen Squamish und Horseshoe Bay
am Howe Sound, zwischen Squamish und Horseshoe Bay

Vancouver Island

Die Insel wäre eigentlich einen eigenen Artikel wert, aber zeitlich schaffe ich es derzeit leider nicht… V.I. ist riesig, vom Verhältnis nicht wie Sylt sondern mehr wie Irland! Gerne hätte ich hier mehr Zeit verbracht, ich hatte den tollen Reiseführer* vom Conbook Verlag „Vancouver Island – Reiseführer zur schönsten Insel im Pazifik“ dabei und habe es leider nur nach Tofino und Ucluelet geschafft – ich muss unbedingt noch mal zurück! Tofino hat mich sehr an Teile von Neuseeland erinnert (besonders an den Queen Charlotte Sound), ich war kayaken, hatte mit dem Whalers on the Beach ein gemütliches Hostel mit riesigen Fenstern und 1a Ausblicken auf Seehunde und Wasserflugzeuge, ideal zum Bloggen übrigens…

Sonnenuntergang Tofino, Vancouver Island
Sonnenuntergang Tofino, Vancouver Island

Die Zeit verging mit dem Besuch der Galerie mit First-Nations-Künstlern, Wanderungen im Pacific Rim National Park, Kaffee trinken und toll essen gehen  (das „Shelter“ ist mein Tipp) Souvenirs kaufen und Abendspaziergängen zum Strand. Die First Nations (also die „Indianer“ in Kanada) sind sehr präsent hier, viel mehr als in den Nationalparks in Alberta, Straßenschilder sind z.B. vielerorts nicht mehr in französisch sondern in First Nations Sprachen. Am Kwisitis Visitor Center war ich bei einer sehr interessanten Naturführung dabei, bei der es um die Kultur der First Nations Stämme ging und wie sie die Pflanzen der Umgebung nutzen.

Strand im Pacific Rim National Park
Strand im Pacific Rim National Park

Die Fahrt mit der Fähre nach Vancouver Island ist sehr angenehm, vor allem bei der Hinfahrt hatte ich Traumwetter, traumhafte Aussicht, und freies Wlan gibts noch dazu (1 Strecke für Auto und 1 Person kostet ca 65 Dollar, auf der Strecke Horseshoe Bay-Nanaimo).

*Über diesen Partnerlink könnt ihr den Vancouver Island Reiseführer bestellen. Ich hatte vom Verlag ein Exemplar bekommen – vielen Dank! Vom Aufbau ist es ganz ähnlich wie der Reiseführer zur Nationalpark-Route und deshalb sehr zu empfehlen, wenn ihr viel Zeit für Vancouver Island habt!

Vancouver

Erzählt hatte ich ja schon von meiner Erkundung von Vancouver mit dem Fahrrad, von der Stadt war ich wirklich sehr begeistert. Vancouver ist übrigens nicht die Hauptstadt von British Columbia sondern Victoria auf Vancouver Island. Der Flughafen von Vancouver ist von der Stadt aus sehr gut mit einer Art S-Bahn zu erreichen, in der Stadt kommt man gut zu Fuß, mit Bussen, Wassertaxis oder mit dem Fahrrad zurecht. Was für eine tolle Mischung aus Strand mitten in der Stadt, Berge in der Nähe, Cafes und Restaurants – zum Shoppen und für die Museen war das Wetter einfach zu gut. Es ist so eine Stadt, in der man mit einem Kaffee am Strand sitzt und überlegt was passieren würde, wenn man einfach am Nachmittag nicht zum Flughafen fahren würde…

 

Innenstadt von Vancouver und English Bay
Innenstadt von Vancouver und English Bay

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Weitere Gipfelglück-Kanada-Berichte:

Die Foto-Love-Story

Hüttentour Wells Gray Provincial Park

Traumstraße Kanadas: der Icefields Parkway

Reiseführer: Nationalparkroute Kanada

Mit dem Fahrrad durch Vancouver

Reisetipps für Alberta

Packliste und allgemeine Kanadatipps

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Stefanie Dehler
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Stefanie Dehler

Herausgeberin des Gipfelglück Blogs - einer Sammlung von persönlichen Erfahrungen beim Wandern, Bergsteigen, Radlfahren und Reisen, im Chiemgau, in den Alpen, weltweit.
Mit einer Vorliebe für Höhenmeter, Kuchen, Bier, Bücher und Instagram.
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