Neu im Kino: Die Alpen Unsere Berge von oben

„Der Berg ist niemals Alltag“ und „Jedes Gipfelkreuz macht glücklich“ – diese Sätze sind mir vom Film Die Alpen – Unsere Berge von oben besonders in Erinnerung geblieben. So philosophisch und romantisch ist der Film nicht immer, von Skiunfällen bis Gletscherrückgang werden reihenweise Probleme angesprochen – von der Premiere am Mittwoch abend im City Kino in München bleiben aber doch vor allem die fantastischen Naturaufnahmen in Erinnerung.

Einen kleinen Eindruck davon bekommt man im Trailer:

Wirklich neues an Inhalt erfährt man in dem Film eher wenig, er fängt mit den poetischen Zeilen „Es waren einmal zwei Kontinentalplatten…“ an und arbeitet dann im Laufe der Jahreszeiten alle Themen ab, die man erwartet, von Seilbahnen über Königsschlösser, Wasserfälle, Kühe, Wetter bis hin zu James Bond. Andere Dinge mehr, nur kann ich meine im dunklen Kino gemachten Notizen dazu nicht entziffern ;-) Ähnliche Bilder hat man auch im Fernsehen schon sehen können – das besondere in diesem Fall ist eben die große Leinwand, auf der die Wahnsinnsbilder erst so richtig zur Geltung kommen. Dabei ist dies kein Heile-Welt-Heimatfilm, sondern eine ganz realistische Dokumentation über die Faszination, die Gefahren, die Entstehung, Entwicklung und Zukunftsaussichten der Alpen.

55 Stunden Film, so erzählt Regisseur Bardehle hinterher, mussten auf 90 Minuten zusammengeschnitten werden – und so passiert es, dass die Zugspitze gar nicht vorkommt. Dafür aber Parkplatz und Biergarten am Königsee. Autoschlangen an der Großglockner Hochalpenstraße, Stauseen und Bergbau, Badevergnügen in Luzern und der alte Vater Rhein von seiner Quelle bis zur Mündung in den Bodensee. Gefilmt vom Hubschrauber aus, die Kamera mit dem Joystick bedient – der Kameramann filmt sonst Events wie die Tour de France vom Motorrad aus oder beim America’s Cup!

alpen plakat

Der Text wird vom Münchner Schauspieler Udo Wachtveitl gesprochen, der das sehr gut macht und den ich als Tatort-Kommissar sehr mag, allerdings hat er zugegeben, dass er nicht um 5 Uhr für eine Wanderung aufstehen würde, und das ist mir dann doch unverständlich.

Ganz klar – der Film ist für eine große Leinwand geschaffen. Wer ihn sich ansieht, muss eins wissen: man möchte im Anschluss unbedingt, auf schnellstem Wege zur nächsten Bergtour starten!

Ich war vom Bruckmann Verlag zur Filmpremiere eingeladen, vielen Dank dafür.

Stefanie Dehler
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Stefanie Dehler

Herausgeberin des Gipfelglück Blogs - einer Sammlung von persönlichen Erfahrungen beim Wandern, Bergsteigen, Radlfahren und Reisen, im Chiemgau, in den Alpen, weltweit.
Mit einer Vorliebe für Höhenmeter, Kuchen, Bier, Bücher und Instagram.
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