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Testbericht Damen-Winter-Fahrradjacke Ksyrium Elite Thermo Jacket von Mavic

19. Februar 2016 by Stefanie Dehler

mavic fahrrad jacke für damenÜber #biketowork im Herbst und Winter habe ich hier schon öfter geschrieben (Herbst 1  und Herbst 2 und Winter) und seit ich letzten Sommer auch unter die Mountainbiker gegangen bin, stellt sich mir immer öfter die Frage nach der richtigen Bekleidung fürs Radlfahren bei Kälte, Nässe und Dunkelheit.

Ernüchtert musste ich feststellen, dass in Sport- und Outdoorgeschäften in München die Auswahl bei Fahrradkleidung und -schuhen für Frauen leider sehr klein ist, ein Verkäufer, den ich nicht zitieren werde, fand dafür sehr deutliche, durchaus mitfühlende Worte und verwies mich “ans Internet”. Wo ich dann mit Freuden feststellte, dass die Bergfreunde inzwischen ein tolles Sortiment an Fahrrad/MTB Kleidung führen, und selbstverständlich auch für Frauen.*

In den Wintermonaten morgens die Motivation zu finden, aufs Radl zu steigen, hat sehr mit der Gewissheit zu tun, wenig frieren zu müssen und so wenig nass wie möglich zu werden. An einem nebligen Morgen ist eine Regenjacke zu viel und lässt einen darunter unnötig viel schwitzen, bei Temperaturen weit unter null Grad muss man sich warm einpacken, möchte aber trotzdem beweglich sein und nicht wie ein Sumo Ringer Richtung Büro fahren. Bei meiner Suche nach einer entsprechenden Jacke wurde ich auf die Firma Mavic aufmerksam, die mit der Women’s Ksyrium Elite Thermo Jacket eine Fahrradjacke im Angebot hat, die allen meinen Wunschkriterien zu entsprechen schien.

Auch wenn der Winter 2015/16 es uns schwer gemacht hat, was Schnee-Aktivitäten angeht, so war er doch ein guter Winter zum Radlfahren, der durch Schnee und Eis zum Teil herausfordernd war und oft Überwindung gekostet hat. Ich habe bisher ziemlich gut durchgehalten, was mein #biketowork angeht, mindestens 3x pro Woche bin ich mit dem Radl zur Arbeit gefahren, auch bei Schnee. Und das regelmäßig mit der Ksyrium Elite Thermo Jacke, die ich euch jetzt näher beschreibe:

Material und Wetterschutz: Die Fahrradjacke fühlt sich an wie Neopren, ist allerdings 100% Polyester, DWR-imprägniert. Die Jacke ist winddicht und wasser- und schmutzabweisend, bei Schnee und Wind ideal. Auf dem Etikett wird sie für den Temperaturbereich 0° bis 15°C angegeben – was ich aber ganz anders sehe. Die Jacke ist sehr warm! Bei mehr als 5 Grad plus würde ich sie nicht anziehen, dann schwitzt man viel zu sehr (gut, das mag für jeden anders sein…), zwischen 5 und -5 wärmt sie aber wunderbar und ist dennoch relativ atmungsaktiv.

Innen und am Hals ist die flauschig weich. Besonders angenehm ist, dass der Reißverschluss asymmetrisch verläuft und nicht am Hals vorne stört; außerdem ist er gut mit Handschuhen zu benutzen. Waschen in der Waschmaschine macht keine Probleme, die Jacke trocknet schnell.

Die Mavic Fahrradjacke von hinten.

Die Mavic Fahrradjacke von hinten.

Passform: Die Jacke liegt sehr eng an, wodurch sie den Wind abhält. Ich empfehle gleich eine Nummer größer als normal zu bestellen, um noch genug Luft zum Atmen zu haben. Drunter passt höchstens ein langärmeliges Merinoshirt, kein dicker Pullover, mehr braucht man aber auch nicht, weil man ja nicht friert. Die Jacke hat keine Kapuze.

 

Farbe: Pink! Im Winter kann Bekleidung im Straßenverkehr ja nicht auffällig genug sein, und in knallpink fällt man fast so gut auf wie mit neongelber Warnweste. Kragen und Ärmelbündchen sind in knallorange, das gefällt sicher nicht jedem, ist aber ein wunderbarer Kontrast zu all den grauen, schwarzen Winterklamotten.

Allerdings wäre es toll, wenn Damen Kleidung nicht automatisch immer pink oder rosa wäre. Auch wenn ich es mag und wenn es im Straßenverkehr gut sichtbar ist, es gibt doch auch weiß, gelb, orange, rot, grün, blau… was man alles für Kleidung nutzen könnte.

Damen Fahrrad Jacke für den Winter

Sonstiges: die beiden Front-Taschen kann man vergessen, die Reißverschlüsse sind so winzig und dünn, dass man sie kaum aufbekommt, mit Handschuhen schon gar nicht. Am Rücken gibt es drei große Taschen, wo Handy, Schlüssel etc gut reinpassen – die mittlere davon mit Reißverschluss, die anderen beiden offen,  die mittlere lässt sich auch gut mit Handschuhen öffnen. Ein paar Reflektoren sorgen für bessere Sichtbarkeit, meiner Meinung nach dürften sie aber noch größer sein, um noch besser von Autofahrern gesehen zu werden, vielleicht braucht es da eine München-Sonderedition.

Ärmel der Mavic MTB Jacke

Preis: 170 Euro für eine Radljacke ist viel, da muss man sich den Kauf schon gut überlegen. Ich halte ihn aber dann für akzeptabel, wenn ihr viel in Kälte und schlechtem Wetter im Winter mit dem Radl unterwegs seid. Oft kostet es schon genug Überwindung überhaupt loszufahren, dann will man nicht noch frieren und nass werden. Die Jacke macht einen sehr robusten Eindruck und hält mehr als einen Winter – und damit halte ich den Preis auch für gerechtfertigt.

Die Firma Bergfreunde hat mir die Jacke als Test-Exemplar zur Verfügung gestellt, vielen Dank dafür.

*Mir wäre ja theoretisch egal, ob ich Frauen- oder Männerkleidung kaufe, solange sie funktionell ist und mir passt und gefällt. Aber manches Geschäft verkauft zum Beispiel die kleinsten Schuhe in Größe 42, damit kann ich – mit Größe 40 – halt nichts anfangen…

 

Zum Weiterlesen

#biketowork Artikel auf Gipfelglück

Immer wieder Motivation: #biketowork auf Instagram

 

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Stefanie Dehler
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Stefanie Dehler

Herausgeberin des Gipfelglück Blogs - einer Sammlung von persönlichen Erfahrungen beim Wandern, Bergsteigen, Radlfahren und Reisen, in München, in den Alpen und weltweit.
Mit einer Vorliebe für Höhenmeter, Kuchen, Bier, Bücher und Instagram.
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2 Kommentare »

  1. Bianka Grüneberg-Meyer sagt:

    Mein Mann hat mir promt die Jacke bestellt und sie kam nach dem Wochenende auch gleoch an. Selbstredend habe ich sie Montag abend gleich getestet. Zwar nicht auf dem Bike, das kommt morgen, aber zum Joggen. Ich bin erstaunt. Absolut Winddicht und der Regen war auch völlig uninteressant dür die Jacke. Ich hatte lediglich ein kurzärmeliges Shirt drunter bei 2° und ich habe keinen Moment gefroren.
    Beste Voraussetzung für ‚das neue Lieblingsstück‘

    Danke für die Rezi!

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