Ecuador – eine Foto Love Story

Eine Reise nach Ecuador war schon sehr lange ein Traum von mir und im Juni 2018 habe ich mir diesen Traum erfüllt. Wie immer zeige ich dir erst einmal in einer “Foto Love Story” meine Highlights aus 2 ½ Wochen Ecuador, inclusive Galápagos Inseln (!), der Paramo Hochebene um den Cotopaxi, der Kolonialstädte Quito und Cuenca, dem Cajas Nationalpark uvm. In den nächsten Tagen und Wochen gibt’s dann so Einiges im Detail. Nützliche Informationen zur Planung einer Ecuador Reise findest du ebenfalls in diesem Artikel.

Hinweis zu Werbung in diesem Artikel: Ich war zusammen mit Alex vom Blog Traveling the World unterwegs, auch bei ihr kannst du viel lesen und Fotos sehen. Wir haben die Reise zum größten Teil selber geplant und bezahlt, teilweise wurde ich vom Reiseveranstalter Erlebe Ecuador eingeladen – mit dem gleichen Reiseveranstalter war ich 2016 ja auch in Thailand wandern (siehe die Geschichte zum Trekking hier).  Wieder war es für mich eine perfekte Kombination aus organisieren und organisieren lassen. Den erwähnten Rother Wanderführer Ecuador Galápagos* habe ich als Rezensionsexemplar vom Verlag bekommen. Der Artikel enthält Affiliate Links*.

Avenida de los Volcanes in Ecuador

Die Avenida de los Vulcanes in Ecuador
Die Avenida de los Volcanes in Ecuador – Vulkane, wohin man schaut!

Fährt man auf der Panamericana durch das zentrale Hochland von Ecuador, stehen sie rechts und links, einer neben dem anderen – die Vulkane Ecuadors. Einer schöner und mächtiger als der andere. Klangvolle, sehnsuchtsvolle Namen wie Cotopaxi und Chimborazo, bis dato unbekannte aber unvergessliche wie Rumiñahui, Sinchonlagua und Altar. Auf hohe Gipfel musste ich schweren Herzens verzichten auf dieser Reise, aber tagelang umgeben zu sein von 4000ern, 5000ern, 6000ern, zum Teil gletscherbedeckt, wolkenverhangen oder wie auf dem Präsentierteller, das war ein sehr besonderes Gefühl.

Der Vulkan Cotopaxi und die Páramo Hochebene in Ecuador

Der Cotopaxi - der höchste aktive Vulkan der Welt, ein wunderschöner Berg, selbst wenn er seinen Gipfel versteckt. Und die Schönheit des Cotopaxi Nationalparks entschädigt dafür, nicht am Gipfel gewesen zu sein. | Ecuador
Der Cotopaxi – der höchste aktive Vulkan der Welt, ein wunderschöner Berg, selbst wenn er seinen Gipfel versteckt. Und die Schönheit des Cotopaxi Nationalparks entschädigt dafür, nicht am Gipfel gewesen zu sein. | Ecuador

Die Anden. Ein Gebirge, für das es sich lohnt um die halbe Welt zu fliegen. Ein Gebirge für mich, selbst ohne Gipfelerlebnisse, Vulkane, Weite, Leere. Tagelang auf über 3.000m, voller Staunen über die Pflanzenvielfalt, über die Schönheit, voller Glück und Dankbarkeit, zu dieser Zeit an diesem Ort zu sein. Unsere Unterkunft: eine Hacienda im Nirgendwo. Unser höchster erreichter Ort: die Berghütte am Cotopaxi, dem höchsten aktiven Vulkan der Welt, das Refugio José Ribas auf 4.800m. (unterstützt von Erlebe Ecuador) Mehr dazu in meinem Artikel Unterwegs im Cotopaxi Nationalpark.

Die Galápagos Inseln (die zu Ecuador gehören)

1 mal im Leben... nach Galapagos reisen. Echsen sehen, und Schildkröten, Seelöwen und so viele mehr. | Ecuador
1 mal im Leben… nach Galápagos reisen. Echsen sehen, und Schildkröten, Seelöwen und so viele mehr. | Ecuador

Rauhe, wilde Inseln am Ende der Welt. Es ist immer noch ein wenig unglaublich, dass ich tatsächlich dort war, nachdem Galápagos so lange ein Traum gewesen war. Aber ich habe sie alle gesehen: die Echsen, Iguanas, Leguane, wie kleine Dinosaurier. Seelöwen, die in Massen auf Stränden, Gehwegen und Parkbänken liegen oder ins Café hereinspazieren. Meeres-Schildkröten beim Schnorcheln und fantastische Galápagos-Riesenschildkröten an Land. Vögel und Fische. Man weiß nicht, wo man zuerst hinschauen soll und kann einfach nicht aufhören zu grinsen. Eine Woche lang (außer man ist gerade seekrank). Was für eine Woche!

 

Quito, die Hauptstadt von Ecuador

Blick vom Cruz Lomo auf Quito und die Vulkane am Horizont
Blick vom Cruz Lomo auf Quito und die Vulkane am Horizont | Ecuador

Erst einmal ankommen in Ecuador und akklimatisieren, nicht nur an eine neue Zeitzone gewöhnen (7 Stunden hinter Deutschland) sondern auch an die Höhe – das Flugzeug landet in der Hauptstadt Quito auf 2.800 m. Mit dem TelefériQo, eine der höchsten Seilbahnen der Welt, fährt man gemütlich auf 4.050 m. Oben kann man bei einer kleinen Wanderung das grandiose Vulkan-Panorama genießen und den Blick auf das langgestreckte Quito. Oder bei frühem Start noch auf 4.698 m zum Rucu Pichincha weiterwandern. Ich habe diese Bergtour nicht gemacht, laut Rother Wanderführer* ist es eine rote Tour, 650 Hm, größtenteils einfacher Weg mit einer 1er Kletterstelle am Gipfelaufbau. Am Sonntagmorgen ist das Centro Historico von Quito speziell – der größte Teil der Altstadt ist für Autos gesperrt, die Straßen gehören den Radlfahrern. Was diese auch ausgiebig, mit großem Grinsen nutzen.

Wanderung auf dem Quilotoa Loop in Ecuador

Die Lagune im Krater - Quilotoa in Ecuador
Die Lagune im Krater – Quilotoa in Ecuador

Der Quilotoa Loop gehört zu den bekanntesten Wanderungen in Ecuador, ich bin immerhin eine Etappe gewandert, von Isinlivi nach Chugchilan. Mit dem Luxus, dass ein Pferd mein Gepäck getragen hat, der Guide jeden Stein des Weges mit Namen kannte und wir fast den ganzen Tag kein Auto gesehen haben. Am nächsten Tag ein weiteres vulkanisches Highlight: Der Quilotoa ist eine Caldera mit 3 km Durchmesser (eine Art Kessel vulkanischen Ursprungs, mehr auf Wikipedia). Der Kraterrand am Parkplatz/ Mirador liegt auf auf 3.914 m, im Inneren befindet sich ein türkis leuchtender Krater-See. Den schönsten Blick hat man natürlich vom Kraterrand. Die kurze (400 Hm) Wanderung zum See hinunter sollte man sich aber auf keinen Fall entgehen lassen! (unterstützt von Erlebe Ecuador). Hier geht’s weiter zum ausführlichen Quilotoa-Artikel.

Die Kolonial-Stadt Cuenca in Ecuador

Süßigkeiten-Paradies Cuenca | Ecuador
Süßigkeiten-Paradies in Kolonialbau-Kulisse Cuenca | Ecuador

Architektonisch ist Cuenca ein Traum! Die Außenfassaden der Häuser, die Innenhöfe, Kirchen, Fußböden, Decken, Plätze…welche eine Pracht. Rund um die Fronleichnams- und Sommersonnwend-Feiertage reiht sich am zentralen Platz Parque Calderón ein Süßigkeiten-Stand an den anderen. Cuenca ist ein guter Ausgangspunkt für Wanderungen im Cajas Nationalpark, außerdem gibt es jede Menge Buchhandlungen und schnuckelige Cafés in der Stadt. Trotzdem hat mich Cuenca nicht so richtig gepackt. Denn weniger Autoverkehr würde Cuenca wirklich gut tun. Mit dem Taxi steht man im Stau, zu Fuß steht man in Wolken von Abgasen.

Cajas Nationalpark in Ecuador

Blühende karge Schönheit: im Cajas Nationalpark
Blühende karge Schönheit: im Cajas Nationalpark | Ecuador

Im Cajas Nationalpark wandert man am besten in Gummistiefeln, denn es ist sumpfig. Die Pflanzenvielfalt auf rund 4000m ist überwältigend, Orchideen wachsen hier und Baldrian, Kakteen, Papierbäume und eine Art Enzian, auch wenn der unserem Alpen-Enzian so gar nicht ähnlich sieht. Die Landschaft erinnert ein wenig an Schottland, die vielen Seen (270 insgesamt) auch an Skandinavien. Und am Ufer des Llaviucu Sees haben tatsächlich ein paar Münchner einst versucht Bier zu brauen um damit ganz Südamerika zu versorgen. Sie scheiterten – an den schlechten Straßen, die damals den Transport der abgefüllten Flaschen an die Küste nach Guayaquil beschwerlich machten.

Reiseplanung Ecuador mit Bausteinen von Erlebe Fernreisen

Höchster Punkt der Ecuador Tour: das Refugio José Ribas am Cotopaxi
Höchster Punkt der Ecuador Tour: das Refugio José Ribas am Cotopaxi

Den Reiseplan für Ecuador genau nach unseren Vorstellungen und Prioritäten zusammenstellen, das war uns sehr wichtig.

Freiheit, Unabhängigkeit, Interessen, Vorlieben, die knappe Zeit von 2 ½ Wochen und trotzdem Berg-Zeit in den Anden auf dem Festland und Tier-Zeit auf den Galápagos Inseln… es war nicht so einfach und doch ein Luxus-Problem, diese Reise zu planen. Ich hätte gerne mehr Zeit für hohe Berg-Gipfel gehabt, aber alles halt geht einfach nicht.

Es kommt der Zeitpunkt, wo es dann richtig mühselig wird mit der Planung. Wo schlafen wir in Cotopaxi Nähe? Wie kommen wir vom Cotopaxi Nationalpark nach Isinlivi und welche Etappe des Quilotoa Loop gehen wir überhaupt? Hier haben wir uns mit Freuden an den Reiseveranstalter Erlebe Ecuador gewendet. Die Mitarbeiterinnen dort kennen sich aus in Ecuador und haben fertige Bausteine/ Pakete im Angebot, die sich dann noch individuell anpassen lassen. Sie buchten uns Unterkünfte und Fahrer, organisierten den Reitausflug zum Rumiñahui und den Guide samt Pferd auf dem Quilotoa Loop. Erledigten also den “Papierkram” für das, was wir uns überlegt hatten. Dazu gab es wertvolle Tipps vor der Reise, ein Begrüßungspäckchen im Hotel bei Ankunft mit Quinoa Keksen und Wasser, und ein Treffen mit der Partneragentur am ersten Tag – mit einem Mitarbeiter mit gutem Englisch um es allen einfach zu machen.

Natürlich geht es anders. Mit dem Lonely Planet in der Hand, als es noch keine Handys, WhatsApp oder Booking.com App gab, bin ich auch durch Südamerika gereist. Aber sich mit dem Organisieren an Experten zu wenden, das spart so viel Zeit, vor und während der Reise, es nimmt das Mühselige und Nervige aus der Reiseplanung und lässt mehr Zeit für Vorfreude. Unterwegs mit Privatfahrer statt Linien-Fernbus spart ebenfalls so viel Zeit, man kann anhalten, wenn man will, gemütlich mit dem Fahrer plaudern und voneinander lernen.

Deine Backpacker-Freiheit bewahren ohne dich durch vielleicht veraltete Busfahrpläne auf rein spanischen Websites clicken müssen um dann doch wertvolle Urlaubszeit mit stundenlangem Warten an Bushaltestellen im Nirgendwo verbringen zu müssen? Wenn das für dich und deine eigenen Ecuador-Reisepläne gut klingt, dann kann ich dir sehr empfehlen, mit Erlebe Ecuador mal zu schreiben, zu telefonieren oder auf der Website zu stöbern! Hier geht’s zur Website von Erlebe Ecuador. Es macht die Reiseplanung so viel entspannter!

Ach ja, und die Quinoa Kekse… die gehören auch noch zu einem sozialen Hilfsprojekt, mit dem Erlebe Ecuador die ecuadorianische Bevölkerung unterstützt. Knabbernd Gutes tun!

Reiseplanung Ecuador individuell und spontan

Kaffee aus Ecuador
Kaffee aus Ecuador

Im Juni scheint (noch) nicht so viel los zu sein in Ecuador, wir haben auch spontan einen Tag vorher noch tolle Unterkünfte zu guten Preisen buchen können (meistens über die App von Booking.com, Zweibettzimmer mit Frühstück ca 50-60 Euro pro Nacht). Bustickets konnten wir auch ganz spontan, kurz vor Abfahrt buchen. Es ist allerdings sinnvoll, sich vor der Reise zumindest einen groben Plan für die Reise nach Ecuador zu machen. Die Entfernungen in Ecuador sind zwar klein in km, abgesehen von der Panamericana kann man die Straßen aber nicht mit Autobahnen vergleichen und es dauert, bis du von A nach B kommst. Je kürzer die Reise desto weniger Puffer-Tage und auch weniger Lust, Zeit mit Reiseplanung zu verbringen.

Wobei die meisten Hotels, Cafés und Restaurants ordentliches WLAN haben (jedenfalls in den Städten, auf den Galápagos Inseln war es schwieriger), so dass man sich überall mit der Reiseplanung beschäftigen kann.

Den Flug von Deutschland nach Ecuador haben wir etwa 5 Monate vorher gebucht, mit KLM, die Flüge nach Galapagos mit Latam etwa 2 Monate vorher.

Unterwegs in Ecuador

Vulkan-Blick auch beim Fernbus-Busfahren in Ecuador
Vulkan-Blick auch beim Fernbus-Busfahren in Ecuador

Es ist schon sehr angenehm, mit eigenem Fahrer durch Ecuador zu reisen, besonders wenn ein Reiseveranstalter wie Erlebe Ecuador sich um die komplette Planung kümmert. Kein Zeitaufwand, um Abfahrtszeiten und -Orte eines Busses zu recherchieren, kein Aufwand Tickets zu kaufen und dann mit dem Bus von Milchkanne zu Milchkanne zu tuckern, immer ein wenig in Sorge, ob das Gepäck nicht wundersam aus dem Gepäckraum verschwindet. Am Ziel ein Taxi suchen und hoffen, der Fahrer kennt die Adresse. Beim privaten Auto steht der Fahrer vor deiner Hoteltür, hält überall an, wo du einen Fotostop brauchst, kennt die Namen aller Gipfel, an denen du vorbei fährst. Eine sehr angenehme Art des Reisens!

Und doch, auch die 6 Stunden Busfahrt zwischen Riobamba und Cuenca habe ich genossen. Der Kopf kommt zur Ruhe, einfach mal sitzen und die Landschaft an dir vorbeiziehen lassen, die einheimischen Fahrgäste beim Ein- und Aussteigen beobachten. Die Busbahnhöfe waren erstaunlich wenig chaotisch, auch der Bus, der vom Flughafen Richtung Innenstadt von Quito fährt, alles sehr übersichtlich, gut beschildert und entspannt. Auch Horden von Taxifahrern, die versuchen dir ein Taxi aufzudrängen, gab es nirgends.

Zu den Galápagos Inseln fliegt man übrigens, ca. 2h von Guayaquil aus. Und wenn man dann dort ist, geht es mit (kleinen) Schiffen weiter, Tabletten gegen Seekrankheit sollten unbedingt im Gepäck sein.

Essen und trinken in Ecuador

Almuerzo - Mittagessen in Ecuador. Erst eine Suppe, dann Reis, Hühnchen und Gemüse.
Almuerzo – Mittagessen in Ecuador. Erst eine Suppe, dann Reis, Hühnchen und Gemüse.

Begeistert haben mich in Ecuador vor allem die frischen Säfte! Guanabana, Naranjilla, Maracuja, Erdbeer… so fruchtig, immer frisch, so erfrischend! In der Höhe, vor allem wenn man aktiv ist, braucht man viel Flüssigkeit, da sind Säfte immer gut, und natürlich viel Wasser. Manche Unterkünfte haben Wasserspender, andere stellen dir eine Flasche Wasser ins Zimmer oder verkaufen Wasser in deine eigene Flasche (also Müll vermeiden und eigene Flasche mitnehmen). Sinnvoll sind auch Tabletten zum Wasser desinfizieren (z.B. Micropur – gibt’s hier zu bestellen*), damit kann man nach 30 min auch das Leitungswasser trinken. Auf Alkohol habe ich in der Höhe größtenteils verzichtet, Kaffee nur zum Frühstück und sonst lieber Tee, das nützt dem Flüssigkeitshaushalt und hilft beim Akklimatisieren.

Das Essen in Ecuador besteht meistens aus Fleisch oder Kartoffeln, also deftig. Rind, Huhn, Schwein, Lamm und: Meerschweinchen. Leckere Suppen gibt es, aus Lupinen oder Quinoa zum Beispiel, außerdem viele kleine Gerichte mit Maismehl. Hotel-Frühstücke waren immer gut, mit viel frischem Obst und Eiervariationen. Überraschungen auf unseren Tellern: selbstgemachtes Eis zum Frühstück, Mini-Portionen Dulce de Leche als Nachspeise oder Popcorn als salzige Beilage zum Ceviche. In Riobamba sind mir vor allem Eisdielen und Crêpes Läden aufgefallen, in Cuenca Bäckereien und Cafés, in Quito viele Restaurants mit Dachterrassen mit gigantischen Ausblicken. In der Höhe hat man mehr Hunger als gewöhnlich, das Herz hat z.B. mehr zu pumpen – essen und trinken ist also erfreulich wichtig im Reise-Alltag in Ecuador.

Lesezeit und Leseorte in Ecuador

Zeit zum Lesen, schöne Orte zum Lesen, auf Terrassen und in Hängematten in Ecuador
Zeit zum Lesen, schöne Orte zum Lesen, auf Terrassen und in Hängematten in Ecuador

Am Äquator wird es am Abend um 6 Uhr dunkel. In den Städten kann man dann natürlich noch raus und etwas erleben, auf den Haciendas und in den Dörfern aber höchstens den Sternenhimmel bewundern – warm angezogen. Erfreulicherweise haben fast alle meine Hotels tolle Aufenthaltsbereiche angeboten: Korbsessel im “Ausguck”, Hängematten auf der Veranda, üppig bewachsene überdachte Innenhöfe, museumsartige Wohnzimmer, gemütliche Sofas vorm Kaminfeuer.

Und wie bereichernd, erholsam und „richtig“ es doch ist, sich einfach ein paar Stunden dort mit seinen Büchern auszubreiten! Viele Unterkünfte haben Bücherregale oder Tauschbörsen, Cuenca war voller Buchläden (auch 2nd Hand). Auf langen Reisen ohne Auto bin ich inzwischen überzeugte E-book Leserin. Ein Kindle ist so schön leicht, ich kann endlich mal vom eigenen Amazon Wunschzettel einkaufen, und wenn alles ausgelesen ist, einfach wieder was drauf laden. Neben Romanen hatte ich wie gesagt den Rother Wanderführer Ecuador Galápagos* dabei (eine Neuauflage ist gerade in Arbeit) sowie den Lonely Planet Ecuador & the Galápagos Islands (selbst gekauft, Neuauflage ebenfalls für Sommer 2018 geplant).

Tiererlebnisse in Ecuador

Blaufußtölpel mit Nachwuchs. Vogelbeobachtung auf den Galapagos Inseln | Ecuador.
Blaufußtölpel mit Nachwuchs. Vogelbeobachtung auf den Galápagos Inseln | Ecuador.

Die Tier-Begegnungen auf den Galápagos Inseln sind unfassbar toll! Kein Wunder, dass Charles Darwin den Rest seines Lebens (!) über seine Erlebnisse nachgedacht, geschrieben und seine Theorie „Über die Entstehung der Arten“ (On the Origin of Species) entwickelt hat. Aber auch auf dem Festland von Ecuador bringen dich tierische Begegnungen zum Dauergrinsen: Im Cajas Nationalpark flog ein Adler über uns hinweg, in der Páramo Hochebene am Cotopaxi hat uns ein Anden Wolf beäugt, es gibt Lamas, Pferde, Schafe, Tukane – und im Amazonas Gebiet bin ich nicht mal gewesen! Was es nicht gibt: stechende Mücken, Wespen, kaum streunende Hunde. Und schließlich eine Begegnung auf dem Teller – Meerschweinchen sind auch in Ecuador eine Spezialität.

Sicherheit in Ecuador

Unterwegs in Ecuador
Unterwegs in Ecuador

Die Hinweise des Auswärtigen Amtes zu Ecuador sind schon heftig (siehe hier, Stand Frühling 2018), ängstlichen Menschen wird es den Magen rumdrehen und sie buchen vielleicht doch lieber Mallorca.

Vor Ort habe ich persönlich das Reisen als sehr angenehm empfunden! Alle Menschen, die wir getroffen haben, waren äußerst freundlich und interessiert an Gesprächen, ich hatte weder beängstigende noch bedrohliche Begegnungen. Hotels haben immer einen abgeschlossenen Eingang samt Wachdienst (in Städten) bzw. immer Personal in der Nähe. Natürlich versucht ein Taxifahrer schon mal, einen Dollar oder 2 mehr rauszuholen von dir, der reichen Touristin, aber dann ist das halt so. Die üblichen Sicherheitsempfehlungen sollte man natürlich beachten – die Perlenkette daheim lassen, nicht im Dunklen irgendwo ankommen ohne Unterkunft gebucht haben, Pass und andere Dokumente kopieren und abfotografieren…). Wie bei einer Reise nach Mallorca halt auch.

Die Agentur, mit der Erlebe Ecuador zusammen arbeitet, hat einen 24 Stunden Kontakt Service per Telefon sowie per WhatsApp, so dass man immer einen Ansprechpartner kontaktieren kann. Am ersten Tag kam ein Mitarbeiter der Agentur zu uns ins Hotel, ist unser Programm im Detail mit uns durchgegangen und hat unsere Fragen beantwortet. Von einem privaten Fahrer herumgefahren zu werden ist zudem nicht nur bequem sondern auch sicher, zudem ist es Arbeit für die Einheimischen, die mit ihrem Verdienst ihre Kinder zur Schule und zum Studieren schicken können – denn Bildung und Arbeit wird auch in Ecuador der Schlüssel zu weniger Kriminalität und Angst sein.

Meine persönliche Meinung: wer nicht leichtsinnig ist sondern achtsam, sollte sich nicht von einer Ecuador Reise abhalten lassen. Allerdings sollte man die Entwicklung und die Hinweise des Auswärtigen Amtes im Auge behalten.

Sonstiges zum Herumreisen in Ecuador

Das “Tagesgeschäft” der Ecuador-Reisenden lässt sich im Großen und Ganzen mit englisch erledigen. Viele Guides, Busfahrer, Gastronomen können auch ein paar Wörter deutsch. Alle freuen sich allerdings, wenn man es mit spanisch zumindest versucht, sie bemühen sich alle, langsam zu reden und einem neue Wörter beizubringen. Wie immer macht es eine Fußball Weltmeisterschaft noch einfacher mit Einheimischen ein Thema, einen Gesprächseinstieg zu finden. Alemania finden sie toll und weil Ecuador nicht bei der WM dabei ist, unterstützen viele Argentinien. Im Vergleich z.B. zu Cuba fand ich das ecuadorianische Spanisch recht einfach zu verstehen.

Postkarten verschicken ist ein schwieriges Thema, es ist tatsächlich nicht einfach welche zu finden (und dann auch noch Briefmarken sowie einen Briefkasten…). Ich habe meine am Museum Sucre im Cotopaxi Nationalpark gekauft. Zum Zeitpunkt des Schreibens sind sie aber noch nicht bei ihren Empfängern angekommen…

Die Währung in Ecuador ist US Dollar (warum steht z.B. hier bei Wikipedia). Euro in Dollar umtauschen ist recht kompliziert, besser schon aus Deutschland mitnehmen, in kleinen Scheinen, höchstens 20er! Geldautomaten gibt es in den größeren Städten, dort kann man Hotels auch mit Kreditkarte bezahlen. Auf den Galápagos Inseln ist es einfacher als man stellenweise liest, auch auf Santa Cruz und San Cristobal gibt es Geldautomaten. Aus manchen ertönt sogar Meeresrauschen!

WhatsApp wird gerne zum Kommunizieren genutzt, mit Unterkünften, Reiseveranstaltern, Taxifahrern etc.

Ecuador Highlights und Tipps für die Reiseplanung | Gipfelglück Blog
PIN MICH: Ecuador Highlights und Tipps für die Reiseplanung | Gipfelglück Blog

Ein Fazit zur Ecuador Reise?

Eine Traumreise! Es werden hier noch einige Artikel folgen, sei gespannt.

Datum der Reise: Juni 2018

Alle Höhenangaben aus Wikipedia, aus dem Rother Wanderführer oder aus dem Lonely Planet Reiseführer.

*Der Wanderführer wurde mir vom Verlag kostenlos als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Hier kannst du den Rother Wanderführer Ecuador – Galápagos bei Amazon bestellen. Affiliate Links bei Amazon: wenn du clickst und etwas bestellst,  erhalte ich eine kleine Provision, ohne dass du mehr bezahlst.

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Stefanie Dehler
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Stefanie Dehler

Herausgeberin des Gipfelglück Blogs - einer Sammlung von persönlichen Erfahrungen beim Wandern, Bergsteigen, Radlfahren und Reisen, im Chiemgau, in den Alpen, weltweit.
Mit einer Vorliebe für Höhenmeter, Kuchen, Bier, Bücher, Yoga und Weit-Weg-Unterwegs-Sein.
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