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Gletscherblicke im Ötztal (1): Rund ums Ramolhaus 3006 m

von Stefanie Dehler
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Gigantische Gletscherblicke erwarten dich ganz hinten im Ötztal. Noch hinter Obergurgl, wo im Sommer viel weniger los ist als im Winter – erstaunlicherweise. Es war ein gemütliches Wochenende für mich, ohne große Gipfelbesteigungen, mit viel Zeit zum Nachdenken: wie prächtig diese Berge mit ihren Gletschern anzuschauen sind, wie wenig von ihnen übrig geblieben ist, wie die Zukunft dieses hintersten Ecks des Ötztals wohl aussieht? 

Zu dem langen Wochenende im Ötztal hatte mich der Tourismusverband im Rahmen einer Pressereise eingeladen. Allein (“privat”)  hätte ich dieses Wochenende anders geplant, wäre so sicher nicht mit einem Bergführer unterwegs gewesen, vermutlich auf mehr Gipfel gestiegen. Statt Bergsteigen ging es mir hier um den Genuss – wie sehr hatte ich in den doofen Pandemiejahren die hohen Berge der Ostalpen vermisst! Wie schön war es, endlich wieder auf einer Hütte zu sein!

Interessant ist dieser Artikel also für dich, wenn du auf der Suche nach einer gemütlichen Hüttentour bist, unterwegs sein mit Gletscherblick aber ohne große Ausrüstung. Oder aber, du warst noch nie auf 3000m und willst endlich mal diese magische Linie überschreiten. Dann lies unbedingt weiter, das hier könnte etwas für dich sein!

Hinweis: Dies ist der erste von zwei Artikeln zu einem langen Wochenende in Obergurgl im Ötztal. Hier geht es zum zweiten Teil.

Werbehinweis: Die Reise erfolgte auf Einladung von Ötztal Tourismus. Der Artikel enthält Affiliate Links* **. Findest du Inspiration, findest du Gefallen an diesem Artikel und diesem Blog? Lade mich auf einen Kaffee ein!

Aufstieg zum Ramolhaus
Ziel in Sicht – Aufstieg zum Ramolhaus von Obergurgl

Gletscherblicke: das Ramolhaus im Ötztal auf 3006 m

Das Highlight für alle, die sich auf einfach Wegen zu den Gletschblicken aufmachen wollen, ist das Ramolhaus. Eine Hütte des Alpenvereins (genauer, der Sektion Hamburg und Niederelbe) auf 3006 m gelegen, eine Hütte ganz nach meinem Geschmack – auch und vor allem, weil es die erste richtige Hüttentour für mich „nach Corona“ war. Wie ich das Hüttenleben vermisst hatte!

Die Hütte ist innen gemütlich, mit holzvertäfelten Stuben, Kachelofen, alten Gletscher-Fotos an den Wänden, dazu gute Waschräume, bequeme Betten, einem großen Trockenraum mit jede Menge Steckdosen zum Handys-Laden (ich empfehle trotzdem, eine Powerbank mitzuschleppen…) und tatsächlich war der Handyempfang gar nicht so schlecht.

Das Entscheidende, was die Hütte für mich unvergesslich macht, spielt sich aber draußen ab. Die Lage der Hütte auf dem Felsvorsprung ist wirklich einmalig. Wo, zum Beispiel, kann man sonst von einer Hütte auf 3000m die Häuser des Dorfes im Tal erkennen? Der Blick geht vom Ramolhaus hinüber zu den Zillertaler Alpen mit dem Olperer, jede Menge Gipfel der Stubaier Alpen, hinunter ins weite Becken des Gurgler Ferner. Der eingerahmt wird von Hoher Wilde, Schalfkogel, Firmisanschneide, Spiegelkogel und Ramolkogel. 

Ramolhaus mit Gurgler Ferner und Hoher Wilde
Ramolhaus mit Gurgler Ferner und Hoher Wilde im Tiroler Ötztal

Hat man sich am Nachmittag fürs erste satt gesehen auf der Terrasse, lohnt sich ein kleiner Spaziergang hinters Haus, unter den Nepalfähnchen hindurch auf dem Weg, der zum Ramoljoch führt. Hier liegt ein Geocache, und hier hat man die Aussicht wie von der Hütten-Terrasse- aber mit der Hütte im Vordergrund!

Gebaut wurde das Ramolhaus im Jahr 1883. Die Hütte hat cirac von Juni bis September geöffnet, es gibt einen kleinen Winterraum. 52 Schlafplätze in Zimmern und Lagern gibt es und die Materialseilbahn macht es dem Hüttenteam relativ einfach die Gäste auch mit frischen Lebensmitteln zu versorgen.

Äußerst gastfreundlich sind Hüttenwirtin Lenka Mazurkova und ihr Team! Ihre Hütte trägt die DAV Auszeichnung „So schmecken die Berge“, es gibt fantastischen Mohnkuchen mit Preiselbeeren und abends ein Menü mit Kartoffelsuppe, Salat, Nudeln mit Oliven und Tomatensoße und Strudel zum Nachtisch (je nach Wunsch Fleisch oder vegetarisches Essen möglich). Zum Frühstück gibt’s ein kleines Buffett mit Käsebroten, Müsli und viel Kaffee.

Aufstieg zum Ramolhaus von Obergurgl

Der Aufstieg zum Ramolhaus ist relativ einfach, für eine Alpenhütte auf über 3000 m durchaus etwas Besonderes. Es ist ein schmaler Pfad durch Wiesen und Geröll, rund 9 km lang, mäßige Steigung, nichts Ausgesetztes oder Schwieriges dabei. Die letzten der 1000 Hm sind dabei die steilsten – für alle mit einer normalen Fitness zu erreichen. Die Höhe ist aber deutlich zu spüren, und macht es erst recht notwendig, langsam und gemächlich die 4 Stunden zum Ramolhaus aufzusteigen, nach Gämsen Ausschau zu halten, immer wieder hochzuschauen zur Hütte, die fast wie eine Ritterburg auf einem Felsen thront.

Immer südlich geht es, am imposanten Hangerer auf der anderen Talseite vorbei (3020m), beste Sicht aufs Rotmoostal, die Hohe Mut (2670m) und den herrlichen Gratrücken, den ich am Tag vorher entlanggewandert bin (Bericht dazu in Kürze). Je höher wir kommen, desto mehr Gletscher werden sichtbar. Eine Pause lohnt sich an der kleinen Hütte auf der Küppelealm 2303m, auf Höhe der Waldgrenze. Wir sitzen in Blumenwiesen, hören nichts als die Glöckchen der Schafherden, die sich hier im hintersten Eck des Ötztals so wohl fühlen.

Auf der Terrasse des Ramolhauses angekommen, befinden wir uns in einer ganz anderen Welt.

Gletscherblick: Ankunft auf der Terrasse am Ramolhaus
Gletscherblick: Ankunft auf der Terrasse am Ramolhaus, Hütte im Hinteren Ötztal

Sonnenaufgang am Ramolhaus

Wandern und Bergsteigen sind keine Hobbys für Langschläferinnen und Langschläfer. Klar, dass man den Wecker gleich noch eine Stunde früher stellt für einen schönen Sonnenaufgang.

Nach und nach füllt sich die Terrasse des Ramolhauses gegen halb 6. Die Gletscher und Berge scheinen blau zu leuchten, dann rosa, im Tal unten ist es dunkel, es ist so still, lautes Gähnen scheint das einzige Geräusch. Der Blick nach Osten geht in Richtung Zillertaler Alpen, nicht weit vom Zuckerhütl und dem Hohen Freiger wird die Sonne aufgehen. Die Minuten vor dem Sonnenaufgang sind wie immer die Schönsten, all die Gelb-, Orange- und Rottöne, so friedlich, optimistisch, alltäglich und doch immer wieder ein kleines Wunder. 

Der neue Tag hat begonnen, flugs den Rucksack gepackt, das Zimmer geräumt und schon ist es Zeit fürs Frühstück. 

Sonnenaufgang am Ramolhaus im Ötztal
Sonnenaufgang am Ramolhaus im Ötztal

Vom Ramolhaus zum Ramoljoch auf 3.189 m

Mit leichtem Rucksack, nur dem Nötigsten, starten wir gleich nach dem Frühstück – der Weg zurück ins Tal ist lang aber wir wollen zumindest noch die 180 Höhenmeter zum Ramoljoch aufsteigen. Mehr war nicht geplant, unsere Seilschaft kommt mit unterschiedlichsten Vorkenntnissen und ich, ich war ja eigentlich vor allem wegen der Hütte dieses Mal im Ötztal. Eigentlich, denn wenn man schon mal da ist…

Der Weg ist ein Genuss. Die Sonne strahlt von einem wolkenlosen Himmel, wir queren ein kurzes Schneefeld an den kläglichen Resten des Ramolferners und klettern die großen Blöcke zum Joch empor, Stufen, Eisentritte, Klammern und ein Stahlseil machen es uns leichter.

Am Joch auf 3.189 m angekommen, sehen wir endlich, was dahinter liegt: ein tiefer Kessel, hinter dem sich das Örtchen Vent versteckt, und die herrliche Wildspitze. Natürlich würde ich dort gerne absteigen, neues Gebiet erkunden, zur Martin Busch Hütte weiter… Ein anderes Mal. Vent muss warten.

Hinterm Ramoljoch: die Wildspitze
Hinterm Ramoljoch: die Wildspitze

Immerhin erklärt sich ein Teil unserer Seilschaft bereit, hinterm Joch eine Weile zu warten, unser Bergführer und ich kraxeln noch ein Stück weiter. Es geht einen herrlichen Grat entlang in Richtung des Hinteren Spiegelkogels. Ich steige in den Klettergurt, der Bergführer nimmt mich ans Seil. Ob es notwendig ist für das kurze Stück? Egal, es ist immer eine gute Übung am Seil zu gehen, das Seil gibt zusätzliche Sicherheit an diesem Grat.

Der Grat startet direkt mit einer unerwartet steilen Kletterstelle. Ups. Doch als ich skeptisch vor mich hin murmele, dass ich am Rückweg da ja auch noch werde abklettern müssen, ernte ich Gelächter – der eigentliche Weg verläuft zwei Meter weiter und ist leicht. Die steile Stelle sieht halt auf Fotos spektakulärer aus… Auch das ein Vorteil vom Gehen mit Bergführer – er weiß schon, wo er dich langschicken kann, und gut, wenn die Mitwanderer den Fotoapparat parat haben.

Kletterei am Ramoljoch
Kleine Klettereinlage am Ramoljoch. Foto: Michael Neumann

Wir kraxeln bei herrlichstem Wetter den Grat entlang, es ist ausgesetzt aber nirgends wirklich schwer, es geht immer leicht bergauf, bergab oder flach dahin. Es könnte immer so weitergehen, aber es war ja klar, dass wir hier nur erkunden und bald umdrehen.

Herrlicher Gratverlauf am Ramoljoch
Herrlicher Gratverlauf vom Ramoljoch zum Hinteren Spiegelkogel 3.426 m

Am Umkehrpunkt werde ich dann doch kurz wehmütig. Ernsthaft, ich drehe jetzt um und werde im Ötztal keinen Gipfel erreichen? Oh nein.

Ja, doch, es ist dieses Mal so, wir sind eine Seilschaft, ungeeignet für ungeplante Abenteuer, und wir haben einfach keine Zeit. Es ist so und es ist in Ordnung so. 

Auf den Fotos ist keine Wehmut zu sehen. Nur eine Frau, die offensichtlich in ihrem Element ist und die ihr Glück zu schätzen weiß, in diesem Moment an diesem Ort zu stehen. 

Gipfelglück am Ramoljoch
Gipfelglück am Ramoljoch mit Gurgler Ferner. Foto: Mario Gufler

Schmelzende Gletscher im Ötztal

„Die Gletscher hier sind jetzt [Mitte Juli] in einem Zustand wie sonst im September.“

„Am Hochwildehaus bewegt sich der Untergrund, da darf niemand übernachten im Moment.“

„Vor 10, 15 Jahren, da sah das noch ganz anders aus.“

Es ist seit Jahren bekannt, dass die Gletscher in den Alpen schmelzen. Die Erde erhitzt sich – was in den letzten Jahrtausenden immer wieder vorkam, ja – aber das Verhalten der Menschen hat extrem dazu beigetragen. Und obwohl wir das wissen, obwohl uns die Wissenschaftler*innen sagen, wie dramatisch die Lage ist, ignorieren wir Menschen es. Wir müssen immer noch 180 auf der Autobahn fahren, brauchen immer noch täglich Fleisch aus Massentierhaltung, roden noch immer den Regenwald. Das passiert ja alles nur weit weg, und ist ja schön, wenn immer die Sonne scheint und uns der Regen nicht die Freizeit verdirbt.

Puh. Vielleicht ist 2022 anders? Gefühlt bekommen die Alpen-Gletscher etwas mehr Aufmerksamkeit in den Mainstream Medien, die Marmolata, das Matterhorn, der Mont Blanc. Aber ob das irgendetwas bringt? Wir verzichten auf Plastiktüten, feiern das 9-Euro-Ticket, fahren noch mehr Fahrrad, legen vegane Würstl auf den Grill, aber bringt das etwas?

„Man schützt, was man kennt.“

Wenn dieser Spruch stimmt, müssten sehr viele Leute sich einmal das hintere Ötztal anschauen. Leute, die Entscheidungen treffen und/oder beeinflussen können in Politik und Wirtschaft, die Hebel und Schalter umlegen können um wirklich große Änderungen anzugehen. Damit auch weitere Generationen von der Schönheit des Planeten überwältig sein können und sich nicht nur ohnmächtig von einem Unwetter zum nächsten schleppen.

Und auch allen anderen kann ich die Gegend um Obergurgl ans Herz legen – so lange es diese Gletscherlandschaft noch gibt, schau sie dir an. Schieb die trüben Gedanken und die Weltuntergangsstimmung zur Seite und sei überwältigt von dieser wilden schönen Landschaft, den Formen und Farben, streich mit der Hand über die vom Gletscher glattgeschliffenen Felsen, lausche dem Tosen des Wildwassers. Denn wir schützen, was wir kennen.

Blick auf den ehemaligen Gurgler Ferner
Ernüchternd – bis vor wenigen Jahren war hier noch Gletscher! Gurgler Ferner im Ötztal

Vom Ramolhaus hinunter zur Piccard Brücke

Noch vor wenigen Jahren war es für Bergsteigerinnen und Bergsteiger relativ einfach, von der Talseite des Ramolhauses auf die andere Talseite mit Langtalereckhütte und Hochwildehause zu gelangen – Steigeisen an und Helm auf, den Gurgler Ferner überqueren. Der Klimawandel ließ den Gletscher immer mehr schmelzen, der Weg wurde immer gefährlicher – das Schmelzwasser ein reißender Strom, steigende Steinschlaggefahr, das Hochwildehaus musste gar schließen, weil sich der Berg unter ihm zu stark bewegte.

Zum Glück für alle, die hier bergsteigen und wandern wollen, wurde 2017 eine Hängebrücke gebaut. 2017 ging der Gletscher noch bis zur Brücke – mir bricht es schier das Herz, mir alte Fotos anzuschauen und sie mit der heutigen Situation zu vergleichen.

Gleichzeitig ist der Weg vom Ramolhaus zur Piccardbrücke unglaublich faszinierend! Denn der weichende Gletscher hinterlässt eine felsige, wilde Landschaft, fast künstlerisch geformt und gefärbt. Rostrot leuchten die Felsen, wie man es eigentlich von Bildern der Wüsten und Nationalparks im Süden der USA kennt. Bröseliges Geröll wechselt ab mit glattgeschliffenen Felswänden, überall bringen Moose, Flechten und kleine Blümchen grünes Leben in den Fels.

Piccard Brücke am Gurgler Ferner im Ötztal
Piccard Brücke am Gurgler Ferner im Ötztal

Den logischen Namen Piccard Brücke erhielt die Hängebrücke wegen des Physik-Professors Auguste Piccard, der 1931 von Augsburg aus in einer kleinen Aluminium-Kapsel in die Stratosphäre aufstieg. Zusammen mit seinem Assistenten, dem Ingenieur Paul Kipfer, stieg er mit seinem Ballon über 15 km auf und führte wissenschaftliche Experimente durch.

Ungeplant, wegen technischer Probleme, wurde eine Notlandung ausgerechnet am Gurgler Ferner notwendig. Das Interesse an seinem Abenteuer brachte ein großes Interesse an der Obergurgler Berg- und Gletscherwelt mit sich und markierte den Beginn des Tourismus hier – weshalb die Brücke eben Piccards Namen trägt.

Unter der Brücke rauscht laut und wild das Gletscherwasser, hier beginnt die Ötztaler Ache ihren Weg Richtung Inn, in den sie am anderen Ende des Ötztals mündet. Die Brücke liegt auf 2.480 m, ist 140 m lang und 100 m hoch und nur wenig wackelig beim Hinübergehen.

Der Abstieg vom Ramolhaus zur Piccard Brücke erfolgt auf einem schmalen Pfad, an Schafen und Wollgras-Wiesen vorbei. An den glattesten Stellen der Felsen helfen Stahlseile und Eisentritte dabei, an den rostroten Wänden abzusteigen.

Auf der anderen Seite der Brücke geht es dann gleich wieder bergauf, nächstes Ziel Langtalereck Hütte. Die Landschaft ist faszinierend schön und wild, doch das Herz wird schwer beim Gedanken daran, was hier einmal war, und was hier wohl in 10 Jahren zu sehen sein wird.

Abstieg zur Piccard Brücke im Ötztal Tirol
Abstieg zur Piccard Brücke im Ötztal in Tirol
Ramolhaus und Piccard Brücke am Gurgler Ferner im Ötztal
Ramolhaus und Piccard Brücke am Gurgler Ferner im Ötztal

Langtalereck Hütte

Manche Menschen mögen die Disziplin haben, auf dem Rückweg vom Ramolhaus zurück nach Obergurgl an der Langtalereck Hütte einfach vorbeizugehen. 

Ich gehöre nicht zu diesen Menschen. 

Und glücklicherweise gab es in unserer kleinen Seilschaft auch keine lange Diskussion, klar würden wir hier einkehren und auf das Gelingen unserer Tour anstoßen. 

Die Hütte der Alpenvereins-Sektion Karlsruhe liegt auf 3006 m und ist ein wichtiger Schlafplatz für viele Touren in diesem Teil des Ötztals, insbesondere seit das Hochwildehaus geschlossen hat.

Sie ist aber auch aus dem Tal gut zu Fuß oder mit dem MTB für einen kurzen Ausflug erreichbar – und die Terrasse eben ideal für einen “Absacker” zwischen Piccard Brücke und Dorf. Für Skiwasser, Frittatensuppe und ein Schnappserl, es ist trubelig hier und eher nichts für die gemütlichen Gedanken 1000 m höher. Zumindest nicht an einem sonnigen Sommer-Nachmittag. 

Langtalereck-Hütte im Ötztal
Langtalereck-Hütte im Ötztal
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Zum ersten Mal 3000 Meter?

Bei uns in Deutschland gibt es kein Fleckchen Land, das höher als 2.962 m liegt. In Österreich gibt es 695 Gipfel, die höher sind! (Tolle Quelle: 3000er-Liste vom Österreichischen Alpenverein)

3000 Meter ist eine gewisse magische Linie. Beim Gehen merkt man die dünnere Luft, man schläft schlechter, man ist dem Himmel ein Stück näher. 

Wie das ist, kannst du wirklich relativ einfach am Ramolhaus ausprobieren. Bis Obergurgl auf 1.930 m fährst du mit dem Auto oder mit Bahn und Bus. Dann wanderst du ca 8 km auf einem einfach Wanderweg dahin, der nur am Ende etwas steiler wird. Rund 4 Stunden brauchst du dafür, oder halt länger – du brauchst dich nicht beeilen, kannst Pausen machen, wenn du dein Bett reserviert hast. Am nächsten Tag wanderst du den gleichen einfachen Weg wieder zurück (oder einen anderen…) – und kommst als neuer Mensch wieder unten an, denn du hast endlich mal auf 3000 m übernachtet. 

Tipp: Wenn das Ramolhaus dein erstes Mal auf 3000 Metern sein soll, lies vorher unbedingt auch den Artikel von Blogger-Kollegin Fernweh Yvi!

Datum der Tour: 15. bis 18. Juli 2022

Alle Höhenangaben stammen aus dem Rother Wanderführer Ötztal und Infomaterial von Ötztal Tourismus. Den Rother Wanderführer kannst du hier bei Amazon bestellen* oder hol ihn dir in deiner Lieblings-Buchhandlung.

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Tolle Broschüren veröffentlicht der Naturpark Ötztal, mit „Faszination Geologie“ und „Faszination Gletscher“, sie enthalten sowohl wissenschaftliche Infos und Erklärungen als auch passende Tourenvorschläge im Ötztal.

Hütten-Bildband: Das Ramolhaus gehört zu den Hütten eines tollen Bildbands, den ich dir hier vorstelle.

Website Ramolhaus

Website Ötztal Tourismus

Website Infos zu Obergurgl

Mehr Ötztal im Gipfelglück Blog: Skifahren in Sölden und Hochgurgl, der 4 Seen Marsch, Wanderung zur Winnebachsee Hütte. Der Weg durchs Ötztal übers Timmelsjoch bei der Alpenüberquerung auf dem E5. Und Teil 2 – Obergurgl im Sommer, mit Gletscherblicken von der Hohen Mut und mehr.

Mehr Gletscherblicke und Gletschertouren im Gipfelglück Blog.

Wollgras zwischen Ramolhaus und Piccard Brücke
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Gletscherliebe und Gletscherblicke - der Gurgler Ferner im Ötztal in Tirol
Gletscherliebe und Gletscherblicke – der Gurgler Ferner im Ötztal in Tirol

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