10 Dinge, die glücklich machen – im August

“Wie machst du das mit den 10 Dingen?” wurde ich neulich gefragt. In den ersten zwei Wochen nach der letzten Monats-Liste notiere ich mir im Kalender Punkte, die mir einfallen, die gut in den nächsten Monat passen würden. Wenn ich das erste mal durchzähle, bin ich meist bei 5 oder 6 festen Punkten. Da fange ich oft schon einmal an, auszuformulieren, passende Fotos zu suchen.

Mit den restlichen Dingen geht es mal leichter, mal schwerer. Dieses Mal war der Artikel mit 9 Punkten fertig, beim 10. habe ich mich mehrmals noch umentschieden. Zu viel Regen, Gewitter und tiefhängende Wolken haben den August zu einem “schwierigen Monat” gemacht in vielerlei Hinsicht. Aber im Rückblick – war vieles doch ganz schön toll, genug, um ganz schön glücklick zu sein.

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Teil 4 der Serie, mit 10 Dingen, die mich im August glücklich machen.

1. Yoga auf der Alm

Nach einer Gondelfahrt und einer zweistündigen gemütlichen Wanderung kam ich zur Vorderen Feldalm, und mein Gesicht konnte für die nächsten Stunden nicht aufhören zu strahlen. Am Fuß des Feldalphorn, im Gras vor einer Almhütte, in der Sonne, durfte ich meine Yogamatte ausrollen und eine sehr besondere Yogastunde erleben! 

Die Vordere Feldalm befindet sich in der Wildschönau, einem kleinen Tal in den Kitzbüheler Alpen in Tirol. Auf Einladung des Tourismusverbands verbrachten wir dort ein Wochenende, das am Freitag Abend mit Alm Yoga startete. Ein längerer Bericht dazu kommt natürlich im Blog, demnächstist inzwischen auch erschienen. Hier lang.

Yoga auf der Vorderen Feldalm in der Wildschönau

Jedenfalls hat meine Yogamatte seitdem einen Fleck. Ein Käfer krabbelte auf der Matte herum, und bei irgendeiner Bewegung habe ich ihn dann platt gemacht, aus Versehen, und er hinterließ einen Fleck. Jedes Mal, wenn ich seitdem die Yogamatte in meinem Wohnzimmer ausrolle, denke ich an den armen Käfer und an diese Yogastunde auf der Vorderen Feldalm zurück und fange an zu grinsen und zu träumen. 

2. Sonnenuntergang am Chiemsee

Die Urlauber schwärmen davon, man selber schwärmt davon, aber man nimmt sich viel zu selten die Zeit dafür: einen Sonnenuntergang am Chiemsee anzuschauen.

Der Alltag nimmt die wenigen Stunden zwischen Arbeitsende und Schlafengehen in Beschlag. Putzen und einkaufen, kochen und Sport, Telefonate und Erledigungen, noch ein bisschen bloggen und lesen und schon ist wieder Zeit für Licht aus und Augen zu, um fit zu sein für den nächsten Tag. 

Aber es ist so bereichernd, tut der Seele so gut, wenn man sich abends doch schnell ins Auto setzt, ans Ostufer des Chiemsees fährt, etwas isst, ein Radler trinkt, gemächlich am Seeufer entlang spaziert, ein Eis kauft, den Schiffen und Paddlern zusieht.

Sonnenuntergang am Chiemsee

Und kaum ist die Sonne im See verschwunden, ins Auto hüpft, den rotgelborange-farbenen Himmel noch bewundert und sich tagelang noch darüber freut, endlich wieder einmal dem Sonnenuntergang am Chiemsee beigewohnt zu haben. 

3. 8 Jahre Gipfelglück Blog

Im August feiert das Gipfelglück Blog Geburtstag.

Dieses Jahr: den 8. Meist vergesse ich das Feiern, aber dieses Jahr hat mich Twitter daran erinnert. Und so habe ich ein wenig auf diversen Plattformen über diesen Jahrestag geredet, vor allem aber habe ich mir selber auf die Schultern geklopft.

8 Jahre Gipfelglück sind eine ganz schön lange Zeit, es gab keine wirklich langen Phasen ohne neue Artikel sondern immer neuen Lesestoff für dich. Serien kamen und gingen, Designs kamen und gingen, und die Qualität der Texte, der Fotos und dem Gesamtpaket ist stetig gestiegen. Der Name wurde von anderen für gut befunden, Bier, Hustenbonbons, Buchtitel, touristische Werbekampagnen, Schokolade heißen jetzt wie mein Blog.

8 Jahre Gipfelglück Blog sind kein Grund aufzuhören. Also kurz gefeiert, jetzt geht es weiter. Vielleicht sollte ich zum 10. dann eine größere Party feiern?

4. Fiona Kolbinger und das Transcontinental Race 

Von Burgas, Bulgarien, nach Brest, Frankreich, sind es über 4.000 km. Fiona Kolbinger ist die Strecke mit dem Fahrrad in 10 Tagen, 2 Stunden und 48 Minuten gefahren, und ist damit die erste Frau, die dieses krasse Radrennen gewonnen hat, bei 265 Fahrer*innen am Start.

Alle Teilnehmer*innen suchen sich tatsächlich ihre eigene Route, müssen nur gewisse Kontrollpunkte passieren. Sie haben kein Support Team, sorgen für ihre eigene Verpflegung und schlafen halt notfalls mal vier Stunden am Straßenrand. 

Wirklich interessante Artikel findet man leider nur auf englisch, auf deutsch nur ein paar Zeilen Fakten. Meine Tipps: Fotos schauen auf Instagram, @thetranscontinental, und dieses Interview auf Cyclingtips.com lesen .

5. Ein anderes Watzmann Echo

Das berühmte Watzmann Echo hört man, wenn man mit dem Schiff auf dem Königssee fährt. An der Echowand stoppt das Boot, der Trompeter nimmt die Trompete, öffnet das Fenster, spielt eine Melodie, das Echo spielt zurück.

Bei einer Bergtour zum Gipfel des 3. Watzmann Kindes sitzt man am Gipfelkreuz hoch über dem Königssee, sieht lautlos die Boote unten hin und her fahren. Und man hört ein anderes Echo, das ich sehr faszinierend fand: das Echo vom Gezwitscher der Vögel!

Einige Dohlen hüpften herum, piepten ihre Lieder. Und das Echo kam vom 2. Watzmann Kind zurück. Äußerst faszinierend, ich muss immer noch lächeln, wenn ich an diesen Moment denke. (Den Bericht zur Bergtour gibt es demnächst inzwischen hier.)

6. Neue-Rezepte-Challenge

Es gab keinen bewussten Anfang, aber seit einiger Zeit nehme ich mir vor, jede Woche mindestens ein neues Rezept zu kochen, was ich noch nie vorher gekocht habe.

Im Regal stehen genug tolle Kochbücher, auf Instagram folge ich genug Koch- und Back-Blogger*innen, um inspiriert zu werden. Und diese Challenge motiviert mich tatsächlich, oft wird es sogar mehr als ein neues Rezept pro Woche. Erst war es nur ein Haken im Kalender, inzwischen notiere ich mir auch die neuen Gerichte.

KW 34: Auberginen gefüllt mit Couscous

KW 33: Fenchelsalat, vegane Apfel Muffins, Reissalat

KW 32: Brokkoli Risotto, Süßkartoffel Salat

KW 31: Sonntagsbrötchen

Usw. 

Es schmeckt fast immer, und es macht einen Unterschied, sich mit dem Kochbuch in die Küche zu stellen und etwas Neues zu machen, nicht immer nur das Gleiche, schon 100 mal gegessene oder ein Mix aus Resten. 

7. Verpackungsfrei einkaufen

Lebensmittel einkaufen und Plastikverpackungen vermeiden ist so schwierig. Oft bringt es mich zum Verzweifeln, dass Lebensmittel entweder unsinnig verpackt sind oder das Kilo lose Karotten 30 Cent mehr kostet als das Kilo in Plastik verpackte Karotten. 

ABER.

“Mein” Edeka Supermarkt in Ruhpolding hat ein wirklich cooles Projekt gestartet, um einem das Plastik sparen wenigstens ein bisschen einfacher zu machen. Es gibt eine Art Unverpackt-Bar, in Zusammenarbeit mit den Bio Basic Supermärkten. Dort kann man sich in mitgebrachten Behältern Produkte abfüllen und dafür die Verpackung vermeiden. 

Verpackungsfrei, zero-waste Leinsamen gekauft

Es funktioniert sehr einfach, auch wenn es erst mal nur ein ganz kleiner Teil des Sortiments ist. Fleisch darf übrigens auch in eigene Behälter gepackt werden, Bambus Zahnbürsten gibt es neuerdings auch. Es gibt aber auch noch ausgelöste und “praktisch” in Plastik verpackte Granatapfelkerne anstatt der ganzen Früchte mit ihrer natürlichen Schale…

Ich finde es großartig, dass so ein Versuch gemacht wird und gehe zufrieden mit meinen Vorratsdosen zum Einkaufen. 

8. Warum haben ehrgeizige Frauen flache Köpfe?

Dame Stephanie Shirley ist eine äußerst faszinierende Dame, die vor einigen Jahren einen wunderbaren TED Talk gehalten hat (der auch mit deutschen Untertiteln versehen wurde). Auch wenn man hin und wieder schlucken muss, ihr Humor und ihre Stärke sind sehr beeindruckend.

Nimm dir die Viertelstunde Zeit und hör dir an, was Stephanie Shirely zu sagen hat!

9. 365 Tage Serie auf Duolingo

Duolingo ist eine App zum Sprachen lernen. Sie zählt die Anzahl der Tage, an denen man hintereinander mindestens eine Lektion übt  – und ich habe kürzlich den 365. Tag angezeigt bekommen!

365 Tage Serie beim Spanisch Üben mit Duolingo

Gut, über Joker kann man sich ein wenig absichern, dass man seine Serie nicht sofort verliert, wenn man einen Tag nicht gelernt hat. Aber man muss üben, um Punkte zu sammeln, mit denen man wieder neue Joker erhalten kann. 365 Tage ist ganz schön lang. Das abendliche Üben ist mir tatsächlich zur Gewohnheit vor dem Schlafen gehen geworden, zur letzten Aktion, bevor das Handy ausgeschaltet wird.

Es sind nur ein paar kleine Worte am Tag, aber ich glaube, bei der nächsten Reise in ein spanisch-sprechendes Land wird es leichter sein, wieder spanisch zu sprechen ohnr das Gefühl, alles wieder vergessen zu haben. 

10. Der kleine Hobbit

So viele ungelesene Bücher, so viele Neuerscheinungen, so viele Rezensionsexemplare, die ich im Blog vorstellen möchte – und doch habe ich neulich wieder einmal den “Kleinen Hobbit” aus dem Regal genommen. Er ist nicht so dick wie der “Herr der Ringe”, er erinnert an Neuseeland, es ist irgendwie ein wohliges Gefühl, die Sprache Tolkiens wieder einmal zu lesen, die Abenteuer von Bilbo Beutlin noch einmal zu erleben.

In einer Höhle in der Erde, da lebte ein Hobbit.

J.R.R. Tolkien, Der kleine Hobbit

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Stefanie Dehler

Herausgeberin des Gipfelglück Blogs - seit 2011 eine Sammlung von persönlichen Erfahrungen beim Wandern, Bergsteigen, Radlfahren und Reisen, im Chiemgau, in den Alpen, weltweit.
Mit einer Vorliebe für Höhenmeter, Kuchen, Bier, Bücher, Yoga und Weit-Weg-Unterwegs-Sein.
Stefanie Dehler
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Kommentare

  1. Hallo Stefanie,
    Auf Instagram Folge ich Dir ja schon lange…jetzt hab ich seit gut über einer Woche Urlaub und gerade jetzt bei einer schönen Tasse Kaffee hat es mich auch auf Deinen Blog verschlagen…Hach wie schön! 8 Jahre Hui…das muss gefeiert werden!

    Ich kann zwar kein Yoga und um den Käfer tut es mir auch leid, doch wenn Du es so schreibst, dann bekommt man echt Lust darauf…

    Neben dem Sonnenuntergang finde ich den Sonnenaufgang fast magischer…meine persönliche Meinung…

    So jetzt such ich noch den Abo-Knopf für Deinen Blog, dann hast Du einen Leser mehr….

    Liebe Grüße Christian

    • Stefanie Dehler

      Mh, einen Abo-Knopf… es gibt einen RSS-Feed, oder einen Newsletter-Knopf…wie würdest du denn gerne abonnieren? Ich will dich natürlich gerne als Leser dabei haben!
      Und ich mag den Sonnenaufgang auch sehr! So langsam kommen wir in eine Jahreszeit, wo ein Sonnenaufgang zu einer zivilen Zeit stattfindet.
      Danke jedenfalls für deine Nachricht, und ich hoffe du findest Vergnügen an dem ein oder anderen Blog-Artikel.
      Viele Grüße
      Steffi

    • Stefanie Dehler

      Besser spät als nie ;-)
      Ab und an poste ich auch mal eins der Rezept… aber eher selten. Ich glaube, dass im September ein Kuchenrezept unter den 10 Dingen landet.
      Viele Grüße!

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